Baader Bank

Robert Halver (Baader Bank): „Die Lage war noch nie so ernst – sie war immer ernst”

Die Turbulenzen bei Aktien, Bitcoin und Edelmetallen haben Anleger verunsichert. Aber ist die Lage wirklich so besonders? „Die Lage war noch nie so ernst, pflegte Altkanzler Adenauer zu sagen. Sie war offensichtlich immer ernst. Jedes Jahr ist herausfordernd. Es gibt seit 2008 keine einfachen Jahren. Da ist ja keine Ruhe dabei gewesen. Wir haben immer Aufreger, aber auch die mediale Aufbereitung ist gewaltig. Die Medien haben ein eigenes Interesse wie Klicks und Quoten, die mit den Anleger-Interessen oft genug kollidieren”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Die Sicherheit ist ja gerade für uns Deutsche eine diffizile Sache. Wer keine Aktien hat, ist gegenüber dem Anleger bei Zinsen ein Spekulant.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Die Aktienmärkte sind intelligenter, weil sie den Braten riechen”

Die enorme Korrektur bei Silber und Gold hat viele Anleger überrascht. Kommt jetzt sogar ein Edelmetall-Crash? „Klar ein massiver Absturz, der vielleicht auch weh getan hat, weil die Buchgewinne geschmolzen sind. Es ist aber eine sehr gesunde Korrektur. Das gehört zum Spiel dazu – es gibt keine Einbahnstraßen. Die Gelegenheit Gold weiter zu kaufen, sollte genutzt werden, weil die Gemengelage sehr, sehr schwierig ist. Überschuldung, geopolitische Probleme”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Auch der Aktienmarkt ist schwächer und volatiler geworden. Aber die Aktienmärkte sind intelligenter, weil sie den Braten riechen.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Mercosur – vor allem kommt es Deutschland zugute”

Die EU und die Mercosur-Staaten haben mehr als 25 Jahre verhandelt und gerade ein historisches Freihandelsabkommen unterzeichnet. Die neue Wirtschaftszone umfasst über 700 Millionen Menschen und gilt auch als klares Signal gegen protektionistische Tendenzen weltweit. Doch es gibt bereits enormen Gegenwind. Was bedeutet das Abkommen für die Börsen und die weltweite Wirtschaft? „Das Abkommen ist sehr, sehr wichtig. Europa ist ja lange Zeit sehr mit Amerika verbandelt gewesen. Aber da wird eine „America first”- bzw. eine „America alone”-Politik betrieben. Als Exportnation müssen wir schauen, mit wem wir zusammenarbeiten können. Da ist ein Abkommen mit den Mercosur-Staaten wichtig, um unseren Export zu beflügeln. Was auch heißt, dass wir importieren, was nicht jedem französischem Landwirt gefällt”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Profitieren würden unsere klassischen Branchen. Die Industrie-Branchen, die Auto-Branche, die Maschinenbau-Branche, Chemie – also vor allem kommt es Deutschland zugute. Das ist auch das Problem, warum die Franzosen die Nase rümpfen.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Puff, peng, paff – wenn sowas passiert, muss man kaufen”

Dieses Jahr hätte das Weltwirtschaftsforum auch in Trump-Forum umbenannt werden können. Alle Augen waren auf den US-Präsidenten gerichtet, verbunden mit Grönland und erneuten Zollsorgen. Die Märkte im Fall, Gold mit neuem Rekord. Was nehmen wir mit für die Märkte? „Unser täglich Trump gib uns heute. Die Katze wird auch in Zukunft das Mausen nicht sein lassen. Wir haben jetzt eine Situation, wo Grönland nicht dem Staatsgebiet der Amerikaner einverleibt wird. Aber die Amerikaner haben die Hand drauf. Sie können verhindern, dass russische und chinesische Ambitionen in Grönland stattfinden. Das ist positiv – auch für Europa und die NATO. Unterm Strich können alle damit zufrieden sein”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Wir sehen kein Crash-Potenzial. Seit dem Liberation Day wissen wir, wenn sowas passiert, muss man kaufen.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Die Insider haben Vertrauen ins Unternehmen”

Trotz schwieriger Börsenlage haben Firmen-Insider wie Vorstände und Managment-Mitarbeiter im November bei einigen ausgewählten Aktien zugegriffen. Wir schauen uns an, was hinter diesen Käufen steckt. „Offensichtlich kaufen sie dann zu günstigen Preisen. Und viel wichtiger: Sie haben Vertrauen ins Unternehmen. Das ist ein grundsätzlich positives Signal für die Anlegerschaft. Die Transparenz ist auch gut so”, so Robert Halver von der Baader Bank. Um welche drei Unternehmen es geht? Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Wir hatten das ganze Jahr Jahresendrally”

Die Märkte sind wieder auf Erholungskurs, aber die Unsicherheiten bleiben. Wir ordnen die aktuelle Marktlage ein und blicken auf die wichtigsten Treiber. Welche Chancen gibt es jetzt? „Die Bedingungen sind durchaus positiv. In Amerika Zinssenkungsfantasie, massive Investitionen in KI und Infrastruktur. Ein möglicher Waffenstillstand – da glaube ich noch nicht dran, aber es wäre das Zuckerl obendrauf”, so Robert Halver. Der Experte von der Baader Bank über eine mögliche Jahresendrally weiter: „Ja, sie ist durchaus möglich, aber wir hatten das ganze Jahr Jahresendrally. Es war wirklich schön. Mit der Performance sollte man auch jetzt zufrieden sein. Die Blicke sind auf 2026 gerichtet.” Und was ist dann 2026 interessant? „Wir haben eine Dividendenpolitik vieler Firmen, die auf Konstanz eingestellt ist. Die stabilisieren das Kursniveau. Der Bitcoin verhält sich wie ein wildgewordener Hightech-Wert. Ich halte immer noch viel vom Hightech-Sektor, aber die zyklische Komponente wird wichtiger. Ich traue dem MDax zu, mehr auf den Dax aufzuschließen.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Puff, Peng, Paff – es gibt keine Banken-, Finanz- oder Schuldenkrise”

Wir sprechen über die jüngsten Turbulenzen am japanischen Anleihemarkt und die Folgen des geplanten Konjunkturpakets, was Investoren stark verunsichert. „Japan macht Schulden, als gebe es kein Morgen. Man kennt das sonst nur aus Amerika. Es gibt ein neues Konjunkturprogramm, das die Schulden noch weiter nach oben treibt. Aber es gibt immer noch Mutter Natur – die Bank of Japan – und die würde diese Staatsanleihen ins eigene Buch nehmen. Überall sind die Notenbanken die Retter in letzter Instanz. Man lässt die Zinsen unten und der schwache Yen hilft der Exportwirtschaft”, so Robert Halver. Der Experte von der Baader Bank weiter: „Es gibt keine Bankenkrise, keine Finanzkrise und keine Schuldenkrise. Denn das wäre die letzte Krise bevor unsere Finanzwelt drei Dinge macht: Puff, Peng, Paff. Das Geld geht sehr stark in die Aktienmärkte. Der weltweite Aktienmarkt ist die Rettung vor der Inflation. Und ich würde noch Gold dazu nehmen.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Ich würde es eine Skepsis-Blase nennen”

Der Dax ist am Freitag tiefrot aus dem Handel gegangen. Auch die Rheinmetall-Aktie drückte den Index stark ins Minus. In den letzten Handelstagen gab es nur eine positive Nachricht – eine Aktie stach heraus. Fällt jetzt die Jahresendrally aus? „Wir haben ja schon einiges an Performance gemacht. Viele haben da schon die Bücher zugemacht. Die Gemengelage ist gerade: Bei KI ist man etwas vorsichtiger, die Frühindikatoren passen nicht. Wir haben eine Politik in Deutschland, die reformmüde ist, viel Blabla macht, aber die Probleme nicht anfasst. Den Reformmotor bekommen wir in Deutschland nicht ans Laufen gebracht. Und ein Rüstungswert drückt den Dax ein bisschen”, so Robert Halver. Der Experte von der Baader Bank über Nvidia und KI: „Ich würde es eine Skepsis-Blase nennen, aber es wird auch geliefert. Trotzdem kann das Wachstum so weitergehen? Es ist eine Zukunftsbranche. Die Substanzkraft und die Gewinne sind da! Für Anleger gilt: Es gibt für mich keinen Grund zu sagen, dass der Aktienmarkt nächstes Jahr Probleme haben sollte. In jeder guten Beziehung gibt es mal Phasen, wo man sich nicht verträgt, aber am Ende ist man froh, dass man sich hat. So ist das auch mit Aktien.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Der Fisch stinkt immer vom Kopf”

Die Autobauer in der Krise: Schwächelnde Verkaufszahlen und geopolitische Krisen belasten das Geschäft. VW hat gerade erst einen Milliardenverlust vermeldet. Auch bei Mercedes ist im ersten Dreivierteljahr der Nettogewinn auf 3,9 Milliarden Euro geschrumpft – das sind 50 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Fahren wir aufs Abstellgleis? „Die Konkurrenz aus China ist eben gewaltig groß. Machen wir uns nichts vor. Sie können günstiger anbieten. In China gibt es auch den Trend, dass man eher – auch vielleicht mit Subventionen – chinesische Autos kauft. Das spielt VW nicht gerade in die Karten. Beim Massenmarkt ist die Konkurrenz noch viel größer, als dass in der Premiumklasse der Fall ist”, so Robert Halver. Der Experte von der Baader Bank weiter: „Weltweit haben wir auch noch den Trend weg von den Dienstwagen. Die Premiumklasse als Prestigeobjekt ist auch nicht mehr so gefragt. Das macht man heute vielleicht eher mit einem schicken Smartphone. Und auch von der Politik gibt es eine unklare Gemengelage. Was machen wir mit Verbrennermotor und E-Mobilität. Der Fisch stinkt immer vom Kopf. Die EU muss schon sagen, was man möchte. Es ist immer so unklar und schwierig. ” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Ich nenne es die rationale Blase”

Zuletzt haben wir schwache Bewegungen an den weltweiten Handelsplätzen gesehen. Einige Experten warnen auch immer stärker vor einer KI-Blase und auch Bitcoin und Gold schwächeln. „Es gibt keine Einbahnstraße an den Märkten – nicht nach unten und nicht nach oben. Wir haben eine Angst, dass die Überbewertung der KI-Branche übertrieben ist. Wir haben diese Aussetzung der Zinssenkung wahrscheinlich im Dezember. Wir wissen ja, Zinssenkung ist das Schmiermittel der Aktienmärkte. Der längste US-Shutdown aller Zeiten geht den Menschen auf die Nerve. Das sind so Dinge, wo man denkt, ob man nicht mal Gewinne mitnimmt”, so Robert Halver. Der Experte von der Baader Bank über KI-Aktien weiter: „Ich nenne es die rationale Blase. Rational, weil diese Branche Zukunftscharakter hat.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

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