Börse

Robert Halver (Baader Bank): „Die fette Henne des Staatshaushalts muss zu Weight Watchers”

Der 500-Milliarden-Bluff der Bundesregierung: 86 Prozent der Gelder aus dem Sondervermögen für Infrastruktur seien 2025 zweckentfremdet worden, stellt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln fest. Das Münchner Ifo-Institut kommt sogar auf 95 Prozent. Steht man sich selbst beim Aufschwung im Weg? Wohin steuert Deutschland? „Die Gelüste sind groß, diese Haushaltslöcher mit diesem Sondervermögen zu füllen. Das ist aber völlig daneben. Das darf nicht passieren. Erstens: Es wäre ein Etikettenschwindel. Wenn man schon Schulden macht, dann gute Schulden für Infrastruktur. Und nicht Schulden zum Verjuchsen. Wir versaufen der Oma ihr klein Häuschen. Das Zweite: Die fette Henne des Staatshaushalts muss zu Weight Watchers. Das sollte ich vielleicht nicht so sagen, aber es ist wirklich wahr. Wir können nicht einfach sagen, dass das Fixkosten sind, die unbedingt gehalten werden müssen. Nein, da muss man eben ran! Aber welche Partei wills denn machen? Die haben die Hosen voll”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Wenn wir so weitermachen, wird notgedrungen der Wohlstand fallen. Die jüngere Generation wird das dermaßen treffen. Die Politik hat ihre Hausaufgaben zu machen. Der Fisch stinkt immer vom Kopf.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Kapitalmarktexperte Tim Oechsner (Steubing AG): „Pyramiding – ein Stärke-Momentum-Instrument”

Im letzten Interview mit Tim Oechsner haben wir gesehen, wie aus einem perfekten Einstiegs-Trade durch falsches Nachkaufen ein Eskalations-Trade wurde. Wie hätte es besser laufen können? „Der Anleger hätte am Besten gekauft, als die Stärke bestätigt wurde – so ist das auch beim Pyramiding. Das ist ein Stärke-Momentum-Instrument. Ich folge dem Trend, wenn die Aktie nach oben geht und kaufe nach”, sagt der Senior Börsenhändler und Kapitalmarktexperte Tim Oechsner (Steubing AG). Alle Details erklärt der Experte im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und mehr Infos auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Ist das der Untergang der Welt? Nein!”

Der Krieg im Nahen Osten wirkt sich auch auf die Politik der Notenbanken aus. Wo stehen die Märkte jetzt, wo ein Ende des Krieges vielleicht doch noch weiter entfernt ist, als zuerst gedacht? „Zinsen sind ja die Alternativ-Anlageform zu Aktien. Umso höher der Zins, desto attraktiver ist das Zinssparen. Die Notenbanken haben null Bock, die Zinsen zu erhöhen, weil die Verschuldung viel zu hoch ist und die Konjunktur wackelt. Der schwarze Schwan ist immer möglich. Die Inflation wird steigen. Die Notenbanken werden die Zinserhöhungen verbal bekämpfen. Ist das der Untergang der Welt? Nein!”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank über eine mögliche Übernahme der Commerzbank durch die italienische Unicredit weiter: „Die deutsche Politik redet dagegen, hat aber Teile ihrer Beteiligung an die Unicredit verkauft. Was man so hört, wird die Unicredit weiter daran arbeiten, die Commerzbank zu übernehmen. Sie will die Mittelstandskredite. Die Politik sollte nicht heucheln. Sie hat nichts für die Eigenständigkeit getan.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank)/ Jens Chrzanowski (XTB): „Eine Inflation von Krisen, die Welt ist nicht untergegangen”

Der Krieg in Nahost geht weiter und von einem schnellen Ende kann wohl keine Rede mehr sein. Gilt jetzt das Sprichwort: „Kaufen, wenn die Kanonen donnern“? „Ein Krieg kann nicht endlos geführt werden – allein, weil er teuer ist. Die beteiligten Parteien können kein Interesse daran haben. Auch der Iran nicht, Amerika nicht, China nicht, die Anrainerstaaten nicht und die Weltwirtschaft nicht. Seit 2008 haben wir eine Inflation von Krisen gehabt und die Welt ist nie untergegangen. Muss man jetzt kaufen? Ich bin der Meinung, dass man sowieso immer in Form der regelmäßigen Aktien-Ansparpläne kaufen muss. Jetzt bekomme ich das Objekt der Begierde deutlich günstiger”, so Robert Halver (Baader Bank). Für die aktuelle Situation gibt Jens Chrzanowski (Deutschlandchef vom Online-Broker XTB) klare Empfehlungen: „Es gibt ‘Kaufen, wenn die Kanonen donnern’, aber auch ‘nie in ein fallendes Messer greifen’. Man könnte sich jetzt auch interessante Aktien wie eine TUI oder eine Lufthansa in die Watchlist packen und muss sie nicht heute sofort kaufen. Denn das Messer könnte noch etwas fallen. Ich glaube nicht, dass der Krieg morgen oder übermorgen vorbei ist. Ich glaube aber auch nicht, dass er ein bis zwei Jahre geht. Vielleicht ein paar Wochen bis ein paar Monate. Es gibt sogar ein paar Gewinner. Ich habe mir die Broker-Aktien angeschaut und die haben ein paar Pluspunkte gemacht. Weil bei solchen volatilen Märkten auch die Trader relativ viel traden und das ist gut für das Geschäft der Broker. Ansonsten leidet alles: Bitcoin, Gold, der Dax. Die Day-Trader haben jetzt Hochzeitstag. Der aktive Day-Trader kann immer in beide Richtungen handeln.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://www.xtb.com

Jessica Schwarzer: „Die Dividendenrendite kann auch in die Irre führen, wenn…”

Die Dividendenstrategie ist eine der bekanntesten und beliebtesten Aktienstrategien. Auch in diesem Jahr werden die Dividenden wieder sprudeln. Macht es Sinn, auf Unternehmen mit hohen Ausschüttungsquoten zu setzen? Wie können Anleger die Strategie einfach umsetzen? Welche Tücken sollte man umschiffen? „Es gibt viele Investoren, die auf diese regelmäßigen Erträge wert legen. Auch Stiftungen oder Family Offices, die diese Gewinnausschüttungen brauchen. Aber auch für Privatanleger. Es macht einen großen Teil unserer Rendite aus“, so Jessica Schwarzer. „Nur auf die Dividendenrendite zu schauen, kann in die Irre führen. Man muss sich nur deutsche Autowerte anschauen, die im Kurs sehr abgeschmiert sind, haben aber noch relativ üppige Dividenden. Aber es ist eben ein Rechenexempel, weil der Kurs ja ins Verhältnis gesetzt wird zum Gewinn je Aktie. Wenn der schrumpft, steigt rein rechnerisch die Dividendenrendite. Wir haben da Dividendenrenditen von fünf, sechs Prozent. Das klingt erst einmal super, aber wenn das Unternehmen insgesamt gar nicht so gut dasteht und auch der Aktienkurs immer weiter in den Keller rauscht, hilft mir die Dividendenrendite auch nicht.” Alle Details verrät die Buchautorin und Finanzjournalistin im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Die Finanzwelt wird auch dieses Mal nicht untergehen”

Viele Anleger in Deutschland machen sich derzeit Gedanken über die Sicherheit ihres Kapitals. Geopolitische Krisen und wirtschaftliche Unsicherheiten sorgen dafür, dass immer mehr Anleger ihr Vermögen breit diversifizieren und international aufstellen möchten. Doch wie funktioniert das konkret und worauf muss man achten? „Diversifizierung ist immer gut. Nach dem Motto ‘irgendwas läuft immer’. Also Aktien und Edelmetalle usw. Es macht Sinn dabei zu sein. Wichtig ist auch: Die Finanzwelt wird auch dieses Mal nicht untergehen”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Früher war es so, dass man dann gerne US-Staatspapiere gekauft hat. Das macht man aber nicht mehr, weil die Bonität der Amerikaner angezweifelt ist. Der Aktienbereich bietet ja viel. Man könnte jetzt Rüstungsaktien nehmen, Defensiv-Qualitäten, Versicherungs- oder Pharma-Aktien, Energiewerte. Dann würden wir aber unterstellen, dass dieser Konflikt sehr lange dauern würde. Das glaube ich aber nicht. An einem eskalierenden Flächenbrand hat niemand Interesse. Deswegen muss man sein Depot nicht komplett umstellen.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Manuel Koch (Inside Wirtschaft): „Wenn es um Krieg und Frieden geht”

Der Krieg in Nahost hat die weltweiten Finanzmärkte durchgerüttelt. Wie sollten sich Anleger aufstellen, um möglichst unbeschadet durch Krisen- und Kriegszeiten zu kommen? „Die richtige Vorbereitung generell ist, das Depot breit zu streuen und sich Gedanken zu machen. Nicht nur in den Momenten, wo es um Krieg und Frieden geht”, sagt Manuel Koch. Der Chefredakteur von Inside Wirtschaft weiter: „Man muss jetzt antizyklisch denken. Viele Aktien haben ordentlich verloren. Wenn die ins Portfolio passen, könnte man überlegen, da nachzukaufen.” Welche genauen Empfehlungen hat der Experte? Alle Details im Interview von Buchautorin & Finanzjournalistin Jessica Schwarzer an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Jessica Schwarzer: „Weltfrauentag – das ist einfach bitter und ungerecht”

Dieses Interview hat schon Tradition – im Rheinland würde man sogar von Brauchtum sprechen: zum Weltfrauentag, der bereits am 8. März war, sprechen wir mit der Börsenexpertin und Buchautorin Jessica Schwarzer über Frauen und Finanzen. Darüber, warum immer noch so viele Frauen nicht investieren, und das, obwohl Frauen die besseren Anlagerinnen sind. „Der bereinigte Gender Pay Gap liegt immer noch bei sechs Prozent – das heißt bei gleicher Ausbildung, gleicher Stelle, gleicher Position verdienen Frauen noch immer sechs Prozent weniger. Das ist einfach bitter und ungerecht. Lange Jahre ging es vorwärts, jetzt stagniert es“, so Jessica Schwarzer. Eine gute Nachricht dann doch: „Bei den Aktionärinnen geht es voran. Eine Million Frauen sind jetzt mehr an der Börse. Wir sind jetzt bei 5,4 Millionen. Das ist ein Plus von 24 Prozent. Zu den Männern gibt es aber weiterhin eine riesen Lücke.” Alle Details verrät die Buchautorin und Finanzjournalistin im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Sensenmann-Wetter an der Börse”

Der Krieg im Nahen Osten hält die Welt in Atem. Wird der Ölpreis dramatisch steigen, ist Gold der sichere Hafen, sind Kryptos eine Alternative und wie geht es am Aktienmarkt weiter? „Ein Schwarzer Schwan beschreibt ein Ereignis, das man nicht auf dem Plan hat und das negativ ist. Wenn man aber sieht, dass Herr Trump eine Armada zusammengezogen hat, war es auch keine dramatische Überraschung. Im November sind Zwischenwahlen, also hat man es jetzt gemacht”, so Robert Halver über den Kriegsbeginn im Iran. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Am zweiten Tag war Sensenmann-Wetter an der Börse. Seit 2008 haben wir Krisen und die haben wir alle überblebt. Wer hat was von einem langen Iran-Krieg? Niemand!” Alle Details – wie Anleger sich jetzt aufstellen sollten – im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Das Interview wurde am 5. März 2026 aufgezeichnet.

Jens Klatt (XTB)/ Jessica Schwarzer: „Kein schwarzer Schwan – eher ein Sturm im Wasserglas”

Krieg im Nahen Osten – war das ein Schwarzer Schwan für die Börsen? „Ein Schwarzer Schwan war es nicht – das wäre ein total überraschendes Ereignis. Wir hatten ja schon Wochen und Tage vorher Anzeichen. Überraschender waren die Gegenschläge vom Iran”, so Jessica Schwarzer. Jens Klatt (XTB-Marktanalyst): „Wir sind verhältnismäßig solide unterwegs. Die Abschläge zu Wochenbeginn waren erwartbar. Zur Mitte der Woche haben wir wieder Käufe gesehen. Besonders stark getroffen hat es vielleicht den Dax im Vergleich zur Wall Street. Die hat recht stark gehalten. Gefühlt haben wir das Schlimmste überstanden.” Buchautorin und Finanzjournalistin Schwarzer ergänzt: „Wenn man langfristig investiert, kann man solche Dips schon nutzen und nachkaufen. Ich bin Team breit gestreut. Nicht die Nerven verlieren und das Depot wild umschichten.” Und droht jetzt ein Energiepreis-Schock? „Wenn man die Spikes beim Ukraine-Krieg erlebt hat, ist es aktuell mehr ein Sturm im Wasserglas. Ich bin skeptisch. Die Aufschläge kommen und es hängt sicherlich davon ab, wie sich die Lage in der Straße von Hormus entwickelt. In Summe hält sich der Ölpreis solide”, so der XTB-Experte Klatt. Wo gibt es jetzt Chancen und wo Risiken? Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://www.xtb.com

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