China

Mr. Dax Dirk Müller: “Kettenreaktion einer weltweiten Wirtschaftskrise ist gar nicht abschätzbar”

“Wenn die Zinsen noch weiter massiv ansteigen, werden wir zwangsläufig weitere Kurseinbrüche sehen – vor allem in den USA und Europa. Ich halte US-Aktien etwa 25 bis 50 Prozent unter dem aktuellen Niveau für unvermeidlich. Die Kettenreaktion wie eine weltweite Wirtschaftskrise können wir noch gar nicht abschätzen”, sagt Dirk Müller von Cashkurs.com. Sollten Anleger denn jetzt in den Markt gehen? “Momentan sind gar keine Aktien interessant. Bis in den September, Oktober hinein sehe ich für die Aktienmärkte schwarz. Ich würde parken. Denn Sachwerte sind auch sehr teuer. Krypotwährungen sind eine reine spekulative Assetklasse. Es ist ein Anleger-Zockinstrument. Edelmetalle wie Gold sind tatsächlich interessanter. Da haben wir eine Stabilität gesehen. Ein ETF-Sparplan macht auf jeden Fall Sinn. Das werden noch richtig Kaufkurse.” Und politisch? “Seit Jahren geht es um die Weltherrschaft. Die Amerikaner haben jederzeit die Möglichkeit, den Chinesen den Stecker zu ziehen, in dem sie die Zinsen erhöhen. In China ist die Wirtschaft eh schon brutal unter Druck.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch mit Mr. Dax.

Robert Halver (Baader Bank): “Auf dem Kapitalmarkt ist China eine Wundertüte. Was ist drin?”

China ist im vergangenen Jahr um 8,1 Prozent gewachsen – das ist ordentlich. Doch der Schwung ließ vor allem im vierten Quartal nach. Deutsche Unternehmen beklagen zudem eine zunehmende Abschottung und fehlende Gleichbehandlung. Wohin steuert das große Reich und was bedeutet das für unsere Märkte? “Ich glaube China wird in Zukunft immer noch gut wachsen, aber relativ gesehen weniger. 1. Die strikte Null-Covid-Strategie hält einiges zurück, 2. China überaltert, 3. die Immobilienkrise ist stark und 4. die “chinesische Mauer” hält Wachstum auf”, sagt Robert Halver. Wie sieht es für deutsche Anleger aus – gibt es Chancen? “Auf dem Kapitalmarkt ist China wie eine Wundertüte. Man weiß nicht, was drin ist. Ich denke China wird dieses Jahr nicht der große Brüller werden”, so der Experte von der Baader Bank. Alle Details im Interviews von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse.

Peter Tuchman (IG): “Wird das Fed-Meeting einen langfristigen Negativ-Effekt haben? Da bin ich mir unsicher”

Die US-Märkte hatten eine volatile Woche und ließen Anleger in der Schwebe hängen. Wohin steuert die Wall Street? „Am Wichtigsten sind die Nachrichten aus China um Evergrande und Kryptos. Zudem das Treffen der Federal Reserve. Wo stehen die Märkte am Jahresende? Wird das Fed-Meeting einen langfristigen Negativ-Effekt haben? Da bin ich mir unsicher”, sagt Peter Tuchman (Einstein of Wall Street). Salah-Eddine Bouhmidi (Head of Markets IG) spricht im “Chart der Woche” über Rohöl. Die beiden Experten diskutieren mit Manuel Koch auch über die aktuelle Marktsituation. Weitere Informationen auf https://www.ig.com

Sandra Navidi (BeyondGlobal): Wird China Evergrande um jeden Preis retten?

Wird der chinesische Immobilienkonzern Evergrande unter seiner Schuldenlast kollabieren? “Die chinesische Regierung dementiert ja noch, dass sie eingreifen will. Aber Evergrande ist die Regel und nicht die Ausnahme. Der chinesische Immobilien-Sektor hat ein strukturelles Problem. Alleine Evergrande macht drei Prozent des BIPs aus und der Immobilien-Sektor insgesamt 30 Prozent”, sagt Sandra Navidi. Welche Auswirkungen hätte eine Pleite auf Anleger? “Institutionelle Investoren sollten jetzt vorsichtiger sein und Risiko zurückfahren. Als Privatinvestor würde ich zur Diversifikation Investments in Fonds beibehalten. Aber Vorsicht ist geboten”, meint die Geschäftsführerin von BeyondGlobal. Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch.

Max Wienke (XTB): “Evergrande – ich gehe nicht von einem Domino-Effekt wie bei Lehman aus”

Evergrande hat zwar Hoffnungsschimmer an die Märkte gesendet, doch eine Pleite des chinesischen Immobilienkonzerns ist weiterhin nicht vom Tisch. Auch europäische Banken könnten dann zu den Opfern zählen. Sind Ängste vor einem “Lehman-Moment” überzogen? “Es gibt zwar Anzeichen dafür, dass wir hier ähnliche Entwicklungen wie bei der Finanzkrise 2008 haben. Ich gehe aber nicht von einem Domino-Effekt wie bei Lehman aus. Wichtig ist jetzt, wie auch die chinesische Regierung damit umgeht”, sagt Max Wienke. So kurz vor der Bundestagswahl – wie sollten Anleger sich verhalten? “Die Wahlen werden nicht so eine unglaublich große Auswirkung auf die Aktienmärkte haben. Ich würde mich auf die allgemeine Marktstimmung konzentrieren, z.B. auf die Wall Street”, so der Marktanalyst im XTB Market Talk. Alle Details im Interview von Manuel Koch und auf https://www.xtb.com

Inside MarketsX: “Wenn China hustet, hat die Weltwirtschaft eine Erkältung” – Empfehlungen: Apple, Öl

In China haben Corona-Sorgen die Wirtschaft erneut belastet und den privaten Konsum einbrechen lassen. Kann das den deutschen Markt auf Talfahrt schicken? “Wenn China hustet, hat die Weltwirtschaft eine Erkältung. Die konjunkturelle Entwicklung trübt sich etwas ein. Die Delta-Variante droht uns auch im Winter.” Unsere Expertenthemen bei Inside MarketsX. Manuel Koch hat zudem wieder zwei Top-Empfehlungen der trading-house Börsenakademie: Apple und Öl. Außerdem gibt es neue Bildungsangebote für Anleger. Mehr Infos auf https://www.financeschool.de

Max Wienke (XTB): “Seien Sie gierig, wenn andere Angst haben”

Dax und Wall Street auf der einen Seite, Asien und China auf der anderen Seite. Warum ist da viel Bewegung drein? “Wir haben eine starke Underperformance z.B. beim Hang Seng gesehen. Innerhalb von fünf Monaten sind wir stark nach unten gerauscht. In der letzten Wochen haben wir wieder Boden gut gemacht. Technisch gesehen ist das interessant”, sagt Max Wienke. Im Video schaut der XTB-Marktanalyst zudem auf aktuelle Strategien für den Dax. Alle Details im Interview von Manuel Koch an der Frankfurter Börse.

Robert Halver (Baader Bank): “Um den deutschen Aktienmarkt muss man sich keine Sorgen machen”

Wie nehmen die Börsen den JoJo-Lockdown auf? “Wir kennen das jetzt seit vielen Monaten. Die Weltkonjunktur läuft ja trotzdem – in Asien und Amerika. Der deutsche Aktienmarkt ist sehr industriell orientiert und das hilft jetzt. Um den deutschen Aktienmarkt muss man sich keine Sorgen machen”, sagt Robert Halver. Und was sollten Anleger jetzt tun? “Dabei bleiben und zukaufen. Geht es runter, geht man rein. In der Zwischenzeit die regelmäßigen Aktiensparpläne, um nichts zu verpassen”, so der Experte von der Baader Bank. Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch.

Burkhard Allgeier (Hauck & Aufhäuser): “Wachstumszentren in Asien – 3 Grundregeln fürs Portfolio”

China und 14 Asien-Pazifik-Staaten haben das größte Freihandelsabkommen der Welt abgeschlossen. Der Pakt verringert Zölle, legt gemeinsame Handelsregeln fest und umfasst 1/3 der weltweiten Wirtschaftsleistung mit 2,2 Milliarden Menschen. “Damit haben erstmalig auch China und Japan einen Pakt abgeschlossen. Beide Seiten werden Gewinner sein, wenn die Zölle wegfallen. Die Wachstumszentren sind in Asien. Das wird auch weiter zunehmen. Zur Abschottung der USA tun sich nun neue Gegenmächte auf. Es wird viele Profiteure geben – bis hin zu den Aktionären”, sagt Burkhard Allgeier. Chefredakteur Manuel Koch diskutiert mit dem Investmentchef von Hauck & Aufhäuser zudem über krisensichere Portfolios und den Trend Nachhaltigkeit. “Das ist ein Trend, der nicht mehr aufzuhalten ist. Auch sehr große Staatsfonds fokussieren sich da.” Alle Details im Interview und auf https://www.hauck-aufhaeuser.com

Arthur Brunner (ICF Bank): “Kein Corona-Einbruch der Märkte, aber auch keine Rekorde mehr 2020”

Wie schauen die Finanzmärkte auf die aufgeflammte Coronakrise? „Corona ist das Top-Thema. Verunsicherungen mögen Anleger gar nicht. Einen Einbruch erwarte ich aber trotzdem nicht. Man hat seitens der Politik aus den Fehlern gelernt. Es wird einen Lockdown in dieser harten Form nicht mehr geben. Deshalb rechne ich mit Kurs-Rückgängen, aber nicht mehr mit solchen Einbrüchen wie im März”, sagt Arthur Brunner. Der Experte von der ICF Bank weiter: “Deutsche Bankanalysten sehen den Dax zum Jahresende zwischen 11.500 und 14.000 Punkten. Ich denke wir haben die Höchststände an der Börse in diesem Jahr schon gesehen.”

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