DAX

Jessica Schwarzer und Manuel Koch wünschen frohe Weihnachten von der Frankfurter Börse

Finanzjournalistin Jessica Schwarzer, Chefredakteur Manuel Koch und das gesamte Inside Wirtschaft-Team wünschen Ihnen besinnliche Tage, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2026. Dieses Jahr gab es die eine oder andere Überraschung an der Börse. Was kann man sich alles unter den Baum legen: Aktien, Bitcoin, ETFs oder Gold? Darüber reden wir auch wieder 2026. Alles Gute und halten Sie uns sehr gerne die Treue! Alle Infos auch auf https://inside-wirtschaft.de

Oliver Roth (Oddo BHF): „Moderat optimistisch, Dax 2026 deutlich limitierter, KI mit Risiken”

2025 war ein bewegtes Jahr an den Finanzmärkten mit geopolitischen Spannungen, geldpolitischen Wendepunkten und Verschiebungen zwischen den Anlageklassen. „Treiber waren die Investitionen in künstliche Intelligenz, Zinsen waren ein ganz großes Thema und die geopolitischen Krisen haben eine große Rolle gespielt. Und die Amtsübernahme von Donald Trump hat die Märkte in vielerlei Hinsicht bewegt. Ganze Kapitalströme haben sich kurz- und längerfristig komplett verändert”, sagt Oliver Roth. Wie sieht es bei KI aus? „Bei der Thematik KI haben wir durchaus steigende Risiken. Ich glaube weiterhin, dass Nvidia gute Geschäfte machen wird. Wenn wir aber die hohen Erwartungen sehen, wird Nvidia irgendwann Verdopplungen nicht mehr schaffen können. Nicht jedes KI-Investment wird sich auszahlen”, so der Kapitalmarktexperte von Oddo BHF. Und 2026? „Ich sehe Potenzial beim MDax. Der Dax ist deutlich limitierter im kommenden Jahr. Ich bin moderat optimistisch. Im ersten halben Jahr könnten wir einen guten Trend haben. Aber wenn die KI 2026 nicht mehr so positiv wächst, haben wir ab Mitte des Jahres mit Schwierigkeiten zu rechnen.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Die Insider haben Vertrauen ins Unternehmen”

Trotz schwieriger Börsenlage haben Firmen-Insider wie Vorstände und Managment-Mitarbeiter im November bei einigen ausgewählten Aktien zugegriffen. Wir schauen uns an, was hinter diesen Käufen steckt. „Offensichtlich kaufen sie dann zu günstigen Preisen. Und viel wichtiger: Sie haben Vertrauen ins Unternehmen. Das ist ein grundsätzlich positives Signal für die Anlegerschaft. Die Transparenz ist auch gut so”, so Robert Halver von der Baader Bank. Um welche drei Unternehmen es geht? Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Manuel Koch (Inside Wirtschaft): „Arbeitnehmer hätten deutlich weniger Netto vom Brutto”

Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung könnten in den kommenden Jahren deutlich steigen. Wir schauen auf die finanziellen Folgen und die Auswirkungen auf Wirtschaft und Märkte. „Arbeitnehmer hätten sicherlich deutlich weniger Netto vom Brutto in der Tasche, wenn die Sätze steigen. Das könnte sich auf den Konsum auswirken. Für Unternehmen wären das deutlich steigende Lohnnebenkosten. Das könnte weniger Investitionen zur Folge haben“, sagt Manuel Koch. Der Chefredakteur von Inside Wirtschaft weiter: „Wie in vielen Bereichen sind die Kosten einfach sehr viel höher als die Einnahmen. Wir haben Kostenpunkte wie Pflege, Personal und Medikamente. Ohne Reformen wird es schwer, einfach so weiterzumachen. Es gibt Finanzierungslücken. Geplant sind Einschnitte bei Krankenhäusern, bei Ärzten und strengere Preisregeln bei Medikamenten. Die Krankenkassen hätte zudem gerne höhere Zuschüsse vom Staat – zum Beispiel bei Bürgergeld-Empfängern.” Alle Details im Interview mit BWL-Influencer David Döbele an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Wir hatten das ganze Jahr Jahresendrally”

Die Märkte sind wieder auf Erholungskurs, aber die Unsicherheiten bleiben. Wir ordnen die aktuelle Marktlage ein und blicken auf die wichtigsten Treiber. Welche Chancen gibt es jetzt? „Die Bedingungen sind durchaus positiv. In Amerika Zinssenkungsfantasie, massive Investitionen in KI und Infrastruktur. Ein möglicher Waffenstillstand – da glaube ich noch nicht dran, aber es wäre das Zuckerl obendrauf”, so Robert Halver. Der Experte von der Baader Bank über eine mögliche Jahresendrally weiter: „Ja, sie ist durchaus möglich, aber wir hatten das ganze Jahr Jahresendrally. Es war wirklich schön. Mit der Performance sollte man auch jetzt zufrieden sein. Die Blicke sind auf 2026 gerichtet.” Und was ist dann 2026 interessant? „Wir haben eine Dividendenpolitik vieler Firmen, die auf Konstanz eingestellt ist. Die stabilisieren das Kursniveau. Der Bitcoin verhält sich wie ein wildgewordener Hightech-Wert. Ich halte immer noch viel vom Hightech-Sektor, aber die zyklische Komponente wird wichtiger. Ich traue dem MDax zu, mehr auf den Dax aufzuschließen.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Jens Chrzanowski (XTB): „Wir haben Multi-Krisen: Immer wenn es unsicher wird, steigt Gold”

Gold war in diesem Jahr eines der besten Investments und hat über 50 Prozent zugelegt. Die einen Experten warnen jetzt vor Rückschlägen, die anderen sehen Gold schon bald bei 5.000 Dollar pro Unze. „Man kann sogar sagen, Gold ist explodiert. Es können ruhig noch einmal 5 bis 10 Prozent Plus werden. Die Gründe sind vielfältig. Wir haben Multi-Krisen. Und immer wenn es unsicher in der Welt wird, steigt der sichere Hafen Gold”, sagt Jens Chrzanowski. Der XTB-Deutschlandchef weiter: „Physisch kaufen würde ich nur, wenn ich wirklich Fort Knox zu Hause habe. Es gibt Wertpapiere: Xetra-Gold und auch ETFs, die man kaufen kann oder für kurzfristiges Handeln CFDs auf Gold. Xetra Gold ist eines der beliebtesten Produkte, wenn es um Gold geht. Eine Tochter der Deutsche Börse ist der Emittent. Das spricht natürlich für Solidität und ist einfach zu handeln. CFDs sind dagegen mehr fürs kurzfristige Traden. Ich kann da auf short oder long gehen.” Alle Details im Interview mit Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://www.xtb.com

Robert Halver (Baader Bank): „Abschreckung hat uns in Europa 70 Jahre Frieden beschert“

Eine Handvoll Firmen ist für fast 80 Prozent des Dax-Kursanstiegs seit Januar verantwortlich. Der wertvollste deutsche Konzern bremst den Leitindex dagegen. „Nicht nur die Amerikaner haben glorreiche Werte, wir haben sie auch. Es ist oft genug so, dass einzelne Werte einen Index bestimmen, weil die Fundamentaldaten stimmen, die Idee dahinter stimmt. Es gibt ja immer Vorreiter. Wir erleben ja keinen Leitindex, wo alle 40 Werte nach oben gehen. Das gibt es auch in Amerika nicht. Man könnte von Klumpenrisiken sprechen, aber man könnte auch von Klumpenchancen sprechen. Beides geht”, so Robert Halver. Der Experte von der Baader Bank weiter: „Bei Rheinmetall ist Power hinter, weil massiv in Rüstungsausgaben investiert wird. In allen Ländern und auch in Deutschland. Weil uns die Amerikaner im Stich lassen, müssen wir selbst zu Defence Champions werden. Das spricht für ein nachhaltiges Geschäftsmodell. Abschreckung hat uns in Europa 70 Jahre Frieden beschert.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Tim Grüger (TradingFreaks): „Muss ich wirklich zu 100 Prozent am Aktienmarkt investiert sein?“

Der DAX und vor allem auch die US-Aktien tendieren auf sehr hohen Niveaus. Experten warnen seit einiger Zeit, dass Rücksetzer und ein Einbrechen der Kurse um 20 Prozent auch jederzeit möglich sind. „Anleger müssen viel mehr auf Geld- als auf Geopolitik gucken. Was passiert bei der Fed? Wie sind die Zinserwartungen? Und es sieht so aus, dass wir weiterhin eher eine lockere Geldpolitik haben. Und das ist genau das, was dazu führt, dass die US-Indizes immer neue Höchststände erreichen. Sollte sich das mal drehen mit steigenden Zinsen, sollte man auch am Aktienmarkt aufpassen”, sagt Tim Grüger. Wie können Anleger ihr Vermögen schützen und möglichst krisenfest machen? Der Experte von TF Daytrading/ Tradingsfreaks weiter: „Die Fortgeschrittenen können über Derivate, Optionen, über Futures das klassische Hedging betreiben. Depots absichern. Das ist aber nicht für jedermann. Wenn man als Privatanleger in diese Thematik reinkommt, ist es eher ratsam, über die Investmentquoten zu gehen. Zu überlegen, muss ich wirklich zu 100 Prozent am Aktienmarkt investiert sein, aber kann ich so langsam über Teilverkäufe Cash aufbauen. Um dann, wenn diese Bewegung nach unten kommt, auch handlungsfähig zu sein. Wir gehen nicht nur über News-Trading, aber wir generieren über die News relativ schnell Trade-Ideen. Wir können jeden Tag neue Ideen aufbauen und 99 Prozent dieser Trades sind am Tagesende geschlossen. Nicht alles auf ein Pferd setzen. Es gibt die Möglichkeit ein gutes Stock-Picking zu betreiben. Auch hier würde ich Cash aufbauen. Es gibt sehr viele Leute, die durch Neobroker reingekommen sind. Die kennen das noch nicht. Da werden schnell Fehlentscheidungen getroffen.” Alle Infos im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://tradingfreaks.com

Robert Halver (Baader Bank): „Amerika wird nicht zulassen, dass das Land im Chaos versinkt“

In den USA hat der sogenannte Shutdown begonnen, und viele Anleger fragen sich jetzt, welche dramatischen Folgen das für die Wirtschaft und die Finanzmärkte haben könnte. „Wir haben jetzt einen Shutdown und wir haben noch keinen Anhaltspunkt dafür, dass er bald aufhört. Aber nein, es droht kein Crash! Amerika wird nicht zulassen, dass das Land im Chaos versinkt. Man wird sich früher oder später einigen wie es immer gewesen ist. Die Diskussion wird in Amerika nicht so scharf geführt wie bei uns. Aber wir dramatisieren immer alles. Es könnte eine vorübergehende Delle geben, aber das wird wieder aufgeholt. Es ist nicht so, dass Amerika in die Rezession gehen würde. Das sehe ich überhaupt nicht!”, so Robert Halver. Der Experte von der Baader Bank zu den Gold-Rekorden weiter: „Gold läuft in die Richtung von 5.000 Dollar je Unze, aber nicht ohne Unterbrechungen. Es gibt keine Einbahnstraßen. Gold ist ein begrenztes Gut.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Patrick Antoniou (ICF Bank): „Ein Weltuntergang wird es nicht sein, aber…”

Wachsende Unruhe an den Anleihemärkten in Europa. Welche Folgen hat das für Investoren, Staaten und Märkte? „Spannend zu sehen, dass wir das gerade europaweit sehen. Attraktive Anleihen stehen in Konkurrenz zu Aktien. Das könnte Unruhe und Vola bringen, was für Trader auch wieder interessant ist. In Frankreich sehe ich das kritischer als in Deutschland. Aber ein Weltuntergang wird es nicht sein. Gold ist schon länger vom sicheren Hafen zur Rendite-Rakete geworden. Das zeigt auch, wo aktuell Geld hinfließt – das sind ganz klar Edelmetalle wie Gold”, sagt Börsenhändler Patrick Antoniou (ICF Bank). Welche Strategien sollten Anleger jetzt verfolgen? Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch von der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

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