digitaler Euro

Prof. Max Otte: „Merz hat meine niedrigen Erwartungen grandios unterboten“

Deutschland steckt laut Prof. Max Otte mitten in der von ihm bereits 2023 prognostizierten wirtschaftlichen Abwärtsentwicklung. „Die Industriekerne brechen weg“, sagt der Ökonom, Buchautor und Fondsmanager. Besonders deutlich wird Otte bei Bundeskanzler Friedrich Merz: „Ich kenne Merz schon sehr lange. Ich hab nicht viel von ihm erwartet. Ich hatte sehr niedrige Erwartungen, aber er hat sie grandios unterboten.“ Otte spricht zudem über die wirtschaftliche Lage Deutschlands und die zunehmende politische Unzufriedenheit und die Frage, ob Deutschland in eine neue wirtschaftliche Phase eintritt. Außerdem geht es um den KI-Boom und die Börse: „Der KI-Trend ist real, aber wir sehen da mittlerweile auch eine Überbewertung.“ Otte erklärt auch, warum er derzeit weniger auf Big Tech und stärker auf Value-Aktien, Energie und andere günstig bewertete Bereiche setzt. Auch Gold spielt für ihn eine Rolle: „Ich würde keinem jetzt raten, da Vollgas reinzugehen. Wer’s hat, freut sich drüber.“ Im Gespräch geht es außerdem um Bargeld (sein aktuelles Buch: „Rettet unser Bargeld”), den digitalen Euro, ein mögliches Vermögensregister, Altersvorsorge und Ottes Einschätzung zum neuen Altersvorsorgedepot. Alle Details im Interview mit Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch und auf https://inside-wirtschaft.de

Manuel Koch (Inside Wirtschaft): Löst der digitale Euro bald das Bargeld ab?

Die Europäische Zentralbank will den digitalen Euro weiter vorantreiben. Dafür geht sie jetzt den nächsten Schritt. Was hat der EZB-Rat aktuell entschieden? “Ab 1. November startet die nächste Phase – die Vorbereitungsphase. Da sollen in den kommenden zwei Jahren alle Regeln aufgestellt werden”, sagt Manuel Koch. Der Chefredakteur von Inside Wirtschaft weiter: “Der digitale Euro wäre ein gesetzliches Zahlungsmittel überall in der Euro-Zone und müsste auch überall in Läden und beim Online-Kauf akzeptiert werden. Die EZB will ihn einführen, weil immer weniger Menschen noch bar bezahlen, aber sie hat vor allem vor der Bedeutungslosigkeit des Euro Angst. Denn Kryptowährungen könnten dem Euro den Rang ablaufen. Eine Einführung wäre frühestens 2027 möglich, aber vorher müssen noch alle EU-Mitgliedsstaaten zustimmen und da gibt es auch viel Kritik.” Alle Details im Interview von der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

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