ETFs

Jessica Schwarzer: „Klumpenrisiko: 10 Unternehmen machen 40 Prozent des S&P 500 aus”

Die New York Stock Exchange ist das Finanzherz der Welt und der S&P 500 einer der wichtigsten US-Aktienindizes. Wer also einen ETF auf diesen Index kauft, investiert in die 500 größten börsennotierten US-Unternehmen. Ist das aber automatisch auch eine gute Risikostreuung? „500 Unternehmen klingt erst einmal wahnsinnig viel, aber wenn man mal genau hinschaut, machen die zehn größten Positionen etwa 40 Prozent des Index aus und stehen für 80 Prozent des Kurzpluses. Das heißt die anderen 490 machen des Rest aus. Das ist natürlich schon ein gewisses Klumpenrisiko. Und allein Nvidia macht acht Prozent Anteil aus. Man muss da schon genauer hinschauen”, sagt Jessica Schwarzer an der Wall Street. „Man setzt auf den ganzen amerikanischen Aktienmarkt, aber das Tech-Übergewicht ist schon massiv. Amazon wird ja dabei nicht mal als Tech-Unternehmen gezählt.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der New York Stock Exchange an der Wall Street und mehr Infos auch auf https://inside-wirtschaft.de

Peter Csaszar (Allianz): „Minimierung von finanziellen und rechtlichen Risiken”

Wie profitieren Unternehmen mit Sitz in Deutschland von der internationalen Ausrichtung der Allianz? „Deutsche Unternehmen mit Firmensitz auch im Ausland und Muttergesellschaften beruhen sich darauf, dass wir als Allianz internationale Deckungskonzepte anbieten können”, sagt Peter Csaszar. Der Inhaber einer Allianz-Agentur in Berlin und Frankfurt weiter: „Nehmen wir mal das Beispiel eines Maschinenbau-Unternehmens: Das installiert weltweit zahlreiche Anlagen. Dafür haben wir einen speziellen Sach-Versicherungsbereich. Hier geht es nicht nur um die Absicherung der Produkthaftung, sondern auch um Schäden in gewissen Rechtsgebieten und die Minimierung von finanziellen und rechtlichen Risiken.” Alle Infos im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der New York Stock Exchange an der Wall Street und auf https://vertretung.allianz.de/peter.csaszar

Robert Halver (Baader Bank): „Merz-Regierung ein Jahr im Amt. Note sechs, weil es keine sieben gibt?”

Ein Jahr nach Amtsantritt von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und seiner Bundesregierung richtet sich der Blick der Märkte auf Deutschland. Wie schätzen internationale Investoren die Lage ein? „Der Aktienmarkt wird sehr positiv gesehen, weil Unternehmen weltweit tätig sind und nicht auf den deutschen Standort angewiesen sind. Viele große Konzerne fahren hier runter und bauen woanders auf”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Und bezogen auf die Reformbewegungen. Was soll man sagen? Welche Note soll man geben? Eine sechs, weil es keine sieben gibt? Die Reformen müssen kommen, weil alle anderen Länder die Reformen machen und damit wettbewerbsfähiger sind als wir. Wenn knapp 10.000 Arbeitsplätze jeden Monat abgebaut werden – und zwar Facharbeiter -, müssen wir da ran. Der Staatshaushalt, diese fette Henne, die muss geschlachtet werden. Jedes Jahr Rekordeinnahmen und dann immer mehr auszugeben. Schulden als Sondervermögen zu machen und die nicht zielgerichtet zu investieren. Die Bürokratie… das funktioniert einfach nicht!” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Jessica Schwarzer: „Es gibt keine sicheren Häfen”

Das Börsenjahr 2026 ist nichts für schwache Nerven. Anleger wünschen sich mehr Sicherheit und steuern vermeintlich sichere Häfen an. Aber gibt es wirklich sichere Häfen? „Es ist immer dieser Trugschluss, dass manche Anlageklassen immer funktionieren und immer als sicherer Hafen. Das gibt es nicht! Wenn ich Bundesanleihen oder US-Anleihen kaufe und halte, kann ich davon ausgehen, dass ich mein Geld bekomme. Aber auch die schwanken, wenn ich sie zum Beispiel früher verkaufe. Es gab Zeiten, da sind auch Anleihen unter die Räder gekommen. Der sichere Hafen Fest- oder Tagesgeld funktioniert auch nur bedingt, vor allem mit Blick auf Vermögensaufbau. Auch die Witwen- und Waisenpapiere sind nicht immer sicher. Teilweise sichere Dividendenzahler, aber auch sie schwanken. Da passiert oft auch eine Branchenrotation“, so Jessica Schwarzer. „Gold ist auch kein sicherer Hafen. Ganz häufig, wenn es an der Börse zur Sache geht, fällt der Goldpreis erst einmal, weil dann viele Liquidität brauchen. Dann erwischt es auch Gold. Lösung: Risikostreuung und dann der Strategie treu bleiben.” Alle Details verrät die Buchautorin und Finanzjournalistin im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Jessica Schwarzer: „Frauen gehen mal nicht shoppen – sie gehen auf die Finanzmesse“

Was hat die Anglerinnen und Anleger auf der Invest in Stuttgart 2026 bewegt? „Es war an beiden Tagen extrem voll. Ich habe ganz viele Edelmetall-Stände gesehen. Auch teilweise von Minen-Unternehmen, in die man investieren könnte.Ganz groß auch Xetra-Gold und die Börse Stuttgart. Dann gibt es viele Bühnen, auf denen tolle Themen diskutiert werden. Da ist das Programm dann breiter. Und natürlich sind Kryptos immer noch ein ganz großes Thema“, so Jessica Schwarzer. Auch Female Finance war erneut ein wichtiges Thema: „Es waren deutlich mehr Frauen als in den letzten Jahren da. Es gibt eine Area, wo man netzwerken kann und unheimlich viele Frauen sind auch auf den Bühnen. Und bei den Zuschauern sieht man ganze Gruppen von Frauen, die nicht shoppen gehen, sondern auf die Finanzmesse. Wir brauchen zwar keine rosa Fonds, aber es ist eine andere Ansprache.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch vom Finanzevent Invest aus Stuttgart und auf https://inside-wirtschaft.de

Das neue Buch von Jessica Schwarzer: „Über die Psychologie der Börse: 20 zeitlose Lektionen über Börsenpsychologie – So wirst Du ein besserer (und entspannterer) Anleger” jetzt auf Amazon: https://www.amazon.de/Über-Psychologie-Börse-Börsenpsychologie-entspannterer/dp/3690661188/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&dib=eyJ2IjoiMSJ9.4oWZG3i-EV137moZW066rx7m0kxtJ5IHY4zmEARuoVtUt72qaF95aZFnCeBEe2mnSHxAmTlgc8S4otbBlojfsRmCCQKN1N0JVo40g_Xpc-A4-3pM8BLh-rBFtlEDXOgjzeDi3xr3g3eublUqfcLsECINHvovrcuNWZg59vQsgDVhe-KIGHT3XC21J1rXbBzuhH214lsI8FTKrF5MpAgGxH37JusjSdoTFdv2oMSE-x8.hMlIa1wR39AWnmQlE-HzQTEpKtL90KiErOUqmAlNp8w&dib_tag=se&keywords=jessica+schwarzer&qid=1776538429&sr=8-1

Julian Pappe (Signal Iduna): „Schwankungen gehören dazu”

Für die private und betriebliche Altersvorsorge sind Aktien ein wichtiger Baustein. Worauf Anleger achten sollten? „Wir sehen ganz klar, die Menschen beschäftigen sich heute intensiver mit ihrer Altersvorsorge. Klassische, sicherheits-orientierte Anlagen sind zwar weiterhin wichtig und solide, aber sie liefern nicht das nötige Wachstum, was wir jetzt bei Aktien und ETFs sehen. Und die Hürden sind gering, ab 20 Euro kann man schon investieren”, sagt Julian Pappe. Der Berater von der Signal Iduna weiter: „Schwankungen gehören dazu. Das ist der Preis, den man dafür bezahlt. Aber man kauft mal zu teureren Kursen, dann wieder zu günstigen Kursen. Im Endeffekt kriegst du dann einen guten Durchschnittskurs, der sich über die Jahre bemerkbar macht. Das gilt auch für die betriebliche Altersvorsorge. Gerade wenn der Chef auch noch etwas dazugibt.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://signal-iduna-agentur.de/julian.pappe/

Manuel Koch (Inside Wirtschaft): „Viele Welt-ETFs reichen nicht aus”

2026 hat teilweise extrem turbulent an den Finanzmärkten begonnen. Wie Anleger ihr Portfolio jetzt aufstellen können, um auch Krisen zu überstehen? „Zu Beginn des Jahres treffen viele Unsicherheiten gleichzeitig aufeinander. Geopolitische Spannungen, politische Entscheidungen in den USA, starke Währungsschwankungen und extreme Bewegungen bei Aktien und Rohstoffen sorgen für Nervosität. Die Basis sollten breit gestreute ETFs sein, die ganze Märkte abbilden. Viele Welt-ETFs wie der MSCI World sind aber inzwischen stark von US-Technologieaktien geprägt. Läuft dieser Sektor schlecht, leidet das gesamte Portfolio. Ergänzungen durch europäische Aktien, Nebenwerte, Schwellenländer und andere Regionen machen das Portfolio stabiler. Ich selbst habe zum Beispiel fünf ETFs, die in unterschiedliche Branchen, Währungen und Länder investieren”, sagt Manuel Koch. Der Chefredakteur von Inside Wirtschaft weiter: „Zunächst sollte jeder seine persönliche Risikotoleranz kennen. Danach gilt es, Aktien und andere Investments sinnvoll zu gewichten und regelmäßig zu überprüfen. Ein bis zwei Rebalancings pro Jahr reichen meist aus. ” Alle Details im Interview von Buchautorin & Finanzjournalistin Jessica Schwarzer an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Die fette Henne des Staatshaushalts muss zu Weight Watchers”

Der 500-Milliarden-Bluff der Bundesregierung: 86 Prozent der Gelder aus dem Sondervermögen für Infrastruktur seien 2025 zweckentfremdet worden, stellt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln fest. Das Münchner Ifo-Institut kommt sogar auf 95 Prozent. Steht man sich selbst beim Aufschwung im Weg? Wohin steuert Deutschland? „Die Gelüste sind groß, diese Haushaltslöcher mit diesem Sondervermögen zu füllen. Das ist aber völlig daneben. Das darf nicht passieren. Erstens: Es wäre ein Etikettenschwindel. Wenn man schon Schulden macht, dann gute Schulden für Infrastruktur. Und nicht Schulden zum Verjuchsen. Wir versaufen der Oma ihr klein Häuschen. Das Zweite: Die fette Henne des Staatshaushalts muss zu Weight Watchers. Das sollte ich vielleicht nicht so sagen, aber es ist wirklich wahr. Wir können nicht einfach sagen, dass das Fixkosten sind, die unbedingt gehalten werden müssen. Nein, da muss man eben ran! Aber welche Partei wills denn machen? Die haben die Hosen voll”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Wenn wir so weitermachen, wird notgedrungen der Wohlstand fallen. Die jüngere Generation wird das dermaßen treffen. Die Politik hat ihre Hausaufgaben zu machen. Der Fisch stinkt immer vom Kopf.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Manuel Koch (Inside Wirtschaft): „Wenn es um Krieg und Frieden geht”

Der Krieg in Nahost hat die weltweiten Finanzmärkte durchgerüttelt. Wie sollten sich Anleger aufstellen, um möglichst unbeschadet durch Krisen- und Kriegszeiten zu kommen? „Die richtige Vorbereitung generell ist, das Depot breit zu streuen und sich Gedanken zu machen. Nicht nur in den Momenten, wo es um Krieg und Frieden geht”, sagt Manuel Koch. Der Chefredakteur von Inside Wirtschaft weiter: „Man muss jetzt antizyklisch denken. Viele Aktien haben ordentlich verloren. Wenn die ins Portfolio passen, könnte man überlegen, da nachzukaufen.” Welche genauen Empfehlungen hat der Experte? Alle Details im Interview von Buchautorin & Finanzjournalistin Jessica Schwarzer an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Jessica Schwarzer: „Weltfrauentag – das ist einfach bitter und ungerecht”

Dieses Interview hat schon Tradition – im Rheinland würde man sogar von Brauchtum sprechen: zum Weltfrauentag, der bereits am 8. März war, sprechen wir mit der Börsenexpertin und Buchautorin Jessica Schwarzer über Frauen und Finanzen. Darüber, warum immer noch so viele Frauen nicht investieren, und das, obwohl Frauen die besseren Anlagerinnen sind. „Der bereinigte Gender Pay Gap liegt immer noch bei sechs Prozent – das heißt bei gleicher Ausbildung, gleicher Stelle, gleicher Position verdienen Frauen noch immer sechs Prozent weniger. Das ist einfach bitter und ungerecht. Lange Jahre ging es vorwärts, jetzt stagniert es“, so Jessica Schwarzer. Eine gute Nachricht dann doch: „Bei den Aktionärinnen geht es voran. Eine Million Frauen sind jetzt mehr an der Börse. Wir sind jetzt bei 5,4 Millionen. Das ist ein Plus von 24 Prozent. Zu den Männern gibt es aber weiterhin eine riesen Lücke.” Alle Details verrät die Buchautorin und Finanzjournalistin im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

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