EZB

Max Wienke (XTB): “Es ist noch zu früh, von einem Sieg gegen die Inflation zu sprechen”

Die Inflation hat in den USA im Juli auf hohem Niveau an Fahrt verloren. Die Teuerungsrate lag bei 8,5 Prozent, in Deutschland bei 7,5 Prozent. Ist damit der Höhepunkt erreicht? “Das ist noch kein eindeutiges Zeichen und es ist auch noch zu früh, um von einem Sieg gegen die Inflation zu sprechen”, sagt Marktanalyst Max Wienke. “Es gibt noch viele Hürden. Ich glaube, dass da zu viel Optimismus eingepreist ist und wir noch einmal nach unten gehen könnten. Zudem sind stärkere Schwankungen während der Sommerphase üblich.” Alle Details im XTB Market Talk mit Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch und auf https://www.xtb.com

Max Wienke (XTB): “Die EZB hinkt massiv mit der Inflationsbekämpfung hinterher”

Die EZB läutet die Zinswende ein: Zum ersten Mal seit 2011 werden die Leitzinsen erhöht. Ein längst überfälliger Schritt? “Überfällig ist denke ich da das richtige Stichwort. Die EZB hinkt massiv mit der Inflationsbekämpfung hinterher – insbesondere wenn wir schauen, was in den USA passiert. Es gibt Herausforderungen wie die imensen Staatsverschuldungen in den südlichen Euro-Ländern”, sagt Max Wienke. Der XTB-Marktanalyst schaut auf die Charttechnik – haben wir die Talsohle beim Dax bereits erreicht oder kommt noch ein Crash? Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse.

Salah Bouhmidi (IG): “Dax40-Buchwert liegt bei 8.900 Punkten – das könnten wir im Sommer sehen”

“Der Abwärtstrend hat sich leider etabliert. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir eher fallen ist höher als dass wir steigen. Die Marke von 12.800 Punkten ist unter Beschuss. Es ist ein Indiz dafür, dass wir im Spätsommer noch die Marke von 11.500 Punkten sehen könnten. Aber der Buchwert des Dax40 liegt aktuell bei rund 8.900 Punkten. Für die Anleger sind das dann Kaufkurse”, sagt Salah Bouhmidi. Der Head of Markets analysiert im IG Trading Talk zudem, welche Aktien Inflations- und Rezessionsschutz bieten könnten. Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch und auf https://www.ig.com

Max Wienke (XTB): “EZB hat nichts getan, um eine Euro-Abwertung zu verhindern”

Das Währungspaar Euro-Dollar hat in dieser Woche erstmals seit 20 Jahren wieder gleichauf tendiert. Diese Parität zeichnete sich bereits seit einiger Zeit ab. Droht jetzt ein Euro-Desaster? “Die Gründe sind nicht neu. Wir haben die geldpolitische Divergenz und auf der anderen Seite die Rezessionsangst durch die Energiekrise. Wir könnten auch schnell die Marke von 0,96 anpeilen. Die EZB hat nichts getan, um eine Euro-Abwertung zu verhindern”, sagt Marktanalyst Max Wienke. “Die nächste Woche wird für den Euro ganz entscheidend sein. Wir haben die EZB-Sitzung. Da wird eine Leitzinsanhebung um 25 Basispunkte erwartet.” Alle Details im XTB Market Talk mit Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch und auf https://www.xtb.com

Salah Bouhmidi (IG): “Große Markt-Schwankungen – Anleger sollten Risiko rausnehmen”

“Es war erwartbar, dass die Zinsen von der EZB im Juli erhöht werden. Die Frage ist noch wie schnell das Tempo sein wird. Viel wichtiger ist aber auch noch das Stoppen des Anleihekaufprogramms. Da gibt es jetzt den ersten Druck auf z.B. italienische Staatsanleihen. Und am Freitag stieg die Inflation in den USA auf 8,6 Prozent. Also ist auch die US-Notenbank Fed unter Druck”, sagt Salah Bouhmidi. Der Head of Markets analysiert im IG Trading Talk weiter: “Nichts tun ist für die Notenbanken also keine Strategie. Es bleibt denen nichts anderes übrig, als mit den Zinsen weiter voranzugehen. Dieses Jahr könnte noch volatiler werden. Man sollte als Anleger das Risiko rausnehmen. Aber auch in einem Bärenmarkt gibt es interessante Sektoren.” Außerdem besprechen die beiden Experten die Dax40-Zusammensetzung und den Krypto-Winter beim Bitcoin. Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch und auf https://www.ig.com

Arthur Brunner (ICF Bank): “Die EZB steht blank da und Märkte preisen schon eine Stagflation ein”

Die Inflation ist im Mai weiter gestiegen – um 7,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Energiepreise sind sogar um über 38 Prozent gestiegen. Werden die Notenbanken jetzt schneller handeln müssen, und zwar ohne die Wirtschaft in eine Rezession zu treiben? Und was bedeutet das für die Finanzmärkte? “Die EZB ist im Moment nicht handlungsfähig. Man hat es verpasst, in guten Zeiten den Leitzins anzupassen. Jetzt steht die EZB blank da, weil Inflation herrscht und die wirtschaftliche Situation in Europa bei weitem nicht so stabil ist wie in den USA. Die Märkte nehmen es schon vorweg, dass wir eine Stagflation einpreisen”, sagt Arthur Brunner von der ICF Bank. Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch von der Frankfurter Börse.

Max Wienke (XTB): “Öl könnte noch weiter deutlich nach oben gehen”

Durch das Teil-Embargo gegen russisches Öl sind die Ölmärkte deutlich stärker in Bewegung. Was bedeutet das für die Finanzmärkte und welche Chancen gibt es für Anleger? “Ein Embargo wurde schon eingepreist. Öl ist kurzzeitig mal nach oben geschossen, dann aber gab es Gewinnmitnahmen. Wir haben charttechnisch eine gute Chance, diese Marke von 128 Dollar wieder zu erreichen. Danach könnte es sogar noch weiter deutlich nach oben gehen”, sagt Max Wienke. Der XTB-Marktanalyst schaut auf die genaue Charttechnik und erklärt mögliche Anlagestrategien. Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse.

Rolf B. Pieper (IEM): “Veränderte Welt-Finanzordnung in allen Lebensbereichen – Sachwerte gefragt”

“Die Inflation ist gekommen, um zu bleiben. Es ist ein Angriff auf unseren Wohlstand. Es ist eine schleichende Enteignung. Viele werden die langfristigen Folgen merken. Ich sehe zudem bei den Banken systemische Risiken. In solchen Zeiten sind Sachwerte die Fluchtwährung Nummer eins”, sagt Rolf B. Pieper. Mit Blick auf die Märkte macht sich Pieper Sorgen. “Wir haben eine Volatilität, die wir uns nicht haben vorstellen können und die nicht eingepreist werden kann. Wir müssen uns auf eine veränderte Welt-Finanzordnung in allen Lebensbereichen einstellen”, so der Finanzexperte der Internationalen Expertenmanufaktur (IEM). Pieper rät zur Vermögenssicherung in Sachwerte. Alle Infos im Interview und die Anmeldung zum großen Kongress mit Markus Krall, Thorsten Polleit und Ernst Wolff am 9. April 2022 auf https://iem-experten.de/event. Termine bei Rolf Pieper: service@iem-experten.de

Christian Henke (IG): “Steigende Zinsen sind Gift für Tech, Profiteure sind Bank- und Finanzbranche”

Zinsen, Zinsen, Zinsen – ob die Fed in den USA oder die EZB in Europa. Wie oft könnten in diesem Jahr die Leitzinsen erhöht werden und welchen Einfluss hätten steigende Zinsen am Aktienmarkt? “Steigende Zinsen sind Gift für Tech-Aktien. Das haben wir bei der Nasdaq und dem TecDAX gesehen. Aber auch der Gesamtmarkt wird abgestraft. Nur wohin dann mit dem Geld? Da gibt es zwei Branchen, die profitieren: der Banken- und Finanzsektor mit Versicherungen. Außerdem ist der Ölsektor auf der Überholspur”, sagt Christian Henke. Im IG Trading Talk analysiert der Senior Marktanalyst weiter: “2022 kann es wieder ein sehr gutes Jahr für Rohstoffe werden – auch durch die Zinsen und geopolitischen Risiken. Anleger könnten also Rohstoffe wiederentdecken.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch und auf https://www.ig.com

Inside Markets: “Turbulente Wochen – EZB könnte Kurs zu Jahresende ändern – jetzt Cash einsacken”

Der Dax ist in den Februar gestartet und hat gleich schon wieder mit Gegenwind zu kämpfen. “Wir haben auf jeden Fall turbulente Wochen. Es herrscht große Unsicherheit, inwieweit die Inflation die Notenbanken vor sich hertreibt”, so Oliver Roth. Am Donnerstag hat die EZB erst einmal die Märkte vor sich hergetrieben. Weil die Notenbank keine klaren Signale gesendet hat, ging der deutsche Leitindex richtig ins Minus. “Der Druck wird größer und es ist nicht auszuschließen, dass die EZB ihren Kurs zu Jahresende früher als vorhergesagt ändert. Also ich bleibe dabei: Jetzt Positionen abbauen und Cash einsacken”, so der Experte von Oddo BHF Corporate & Markets. Unsere Themen bei Inside Markets mit Manuel Koch von der Frankfurter Börse.

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