Fed

Robert Halver (Baader Bank): “Wir haben zwar Inflationsangst, aber keine Zinsangst”

Die US-Technologiebörse Nasdaq hat zuletzt wieder einen Rekord nach dem anderen erzielt. “Wir haben zwar Inflationsangst, aber keine Zinsangst. Eine Gefahr nach dem Motto die Zinsen steigen und die Tech-Werte werden rasiert sehen wir nicht. Der Hightech-Sektor ist ein Dauerbrenner”, sagt Robert Halver. Und wie sieht es an den deutschen Märkten aus? “Das zweite Halbjahr wird die Renaissance vor allem der zweiten Reihe im MDax, TecDax, SDax. Zum Beispiel haben wir die Luftfahrt und die Flughafenbetreiber und Touristikwerte. Das sind für mich gefallene Engel”, so der Kapitalmarktstratege der Baader Bank. Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch.

Max Wienke (XTB): “Trotz Sommerflaute können Anleger von Schwankungen wie bei Gold profitieren”

Experten und Marktteilnehmer diskutieren und interpretieren weiter die Worte von US-Notenbank-Chef Jerome Powell. Könnte es schon vor 2023 zu Maßnahmen der Fed kommen? “Die Fed scheint die Märkte so langsam aber sicher auf eine mögliche Straffung der Geldpolitik vorzubereiten. Einerseits könnte es eine Überhitzung der Wirtschaft sein. Andererseits wenn die Inflation nachhaltig über das Ziel der Fed von zwei Prozent hinausschießt. Die Sorgen über einen geldpolitischen Richtungswechsel haben aber abgenommen”, sagt Max Wienke. Welche Strategie könnten Anleger jetzt fahren? “In der Sommerflaute sind wir definitiv. Ganz große Bewegungen sollte man jetzt nicht erwarten. Man kann aber von Schwankungen profitieren. Die Nasdaq ist z.B. auf Rekordjagd und der Goldpreis hat relativ stark korrigiert”, so der Marktanalyst im XTB Market Talk. Alle Details im Interview von Manuel Koch und auf https://www.xtb.com

Max Wienke (XTB): “Korrekturen sind auch mal gesund und können zum Nachkaufen genutzt werden”

Es ist die Entscheidung der Woche: Die US-Notenbank Fed bleibt bei ihrer ultra-lockeren Geldpolitik, bereitet die Marktteilnehmer aber auf mindestens zwei Zinserhöhungen bis Ende 2023 vor. “Alle US-Indices sind erst einmal gefallen. Die Tech-Werte könnte es am stärksten treffen. Wer in die Zukunft blickt, sollte sich am Anleihen-Markt orientieren”, sagt Max Wienke. Eine Bank of America-Umfrage unter Portfoliomanagern ergab, dass rund die Hälfte im kommenden halben Jahr Korrekturen von fünf bis zehn Prozent für möglich halten. “Wann eine Korrektur beginnt, ist natürlich schwer vorherzusagen. Grundsätzlich sind Korrekturen auch mal gesund und können genutzt werden, um nachzukaufen. Jetzt im Sommer wird es wohl etwas ruhiger. Ich würde jetzt defensiver sein”, so der Marktanalyst im XTB Market Talk. Alle Details im Interview von Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://www.xtb.com

Max Wienke (XTB): “Dax mit Rekorden im Sommer – Volatilität & Ausschläge könnten größer werden”

Der Dax sucht auf hohem Niveau Orientierung. Wie wirken sich die Themen Inflation und Konjunkturdaten aus? “Der Aufschwung hat noch gar nicht richtig begonnen. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte wird sich die Wirtschaft wohl deutlich erholen. Aber eine gutlaufende Wirtschaft bedeutet nicht, dass auch die Aktienmärkte steigen. Das ist z.B. der Fall, wenn die Inflation zu stark anzieht”, sagt Max Wienke. Wohin gehts dann im Sommer für den Dax? “Wir könnten in eine etwas ruhigere Phase an den Märkten eintreten. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass sich der Dax weiter nach oben arbeitet. Die Volatilität könnte dann wieder zunehmen und die Ausschläge würden größer”, so der Marktanalyst im XTB Market Talk. Alle Details im Interview von Manuel Koch und auf https://www.xtb.com

Peter Tuchman (IG): “Es geht um die Sicherheit der globalen Wirtschaftslage”

Eine Kryptowährung wie ein digitaler Dollar, der von der US-Zentralbank unterstützt wird, könnte viele Vorteile bieten. Die Fed hat noch keinen Zeitplan festgelegt, aber die Währung wird voraussichtlich in etwa zwei Jahren an den Start gehen. Wird der Greenback verschwinden? “Der digitale Dollar ist sicherlich eine andere Kategorie als eine Kryptowährung als Investitionsobjekt. Ich denke, jedes Zahlungssystem, das digital abgewickelt werden kann, die Zukunft zu sein scheint”, sagt Peter Tuchman. Die Banken haben einen Rekordbetrag von 485 Milliarden US-Dollar in die Reverse-Repo-Fazilität der US-Notenbank Fed über Nacht gesteckt, während sich die Wall Street weiterhin mit der Frage auseinandersetzt, wo sie ihr Geld parken kann. “Es geht um die Sicherheit der globalen Wirtschaftslage. Es gibt Fragen, wann die Wirtschaft wieder ein profitables Geschäftsmodell sein wird. Sie fragen sich, was die Zukunft bringen wird”, sagt der Einstein of Wall Street. Salah-Eddine Bouhmidi (Head of Markets IG) zeigt im “Chart der Woche” einige Investitionsmöglichkeiten für EUR / USD. Die beiden Experten diskutieren mit Manuel Koch auch über die Inflation und die aktuelle Marktsituation. Weitere Informationen unter https://www.ig.com

Inside MarketsX: “Geldpolitische Rettungsnummer und Liquiditäts-Hausse gehen weiter”

Vor einem Börsencrash müssen Anleger keine Angst haben. Die US-Notenbank macht mit ihrer ultralockeren Geldpolitik auf unbestimmte Zeit weiter. Doch der Preis dafür sind hohe Schulden. “Die geldpolitische Rettungsnummer muss weitergehen. Wir sind weltweit verschuldet und die Welt verträgt keine Zinserhöhungen mehr. Deshalb müssen sich Anleger keine Sorgen machen, dass die Liquiditäts-Hausse austrocknet.” Unser Expertenthema bei Inside MarketsX. Manuel Koch schaut zudem wieder auf Top-Empfehlungen der trading-house Börsenakademie: Deutsche Bank (kommt der alte Glanz zurück?)und Moderna. Mehr Infos auf https://www.trading-house.de

Max Wienke (XTB): Ist REFLATION der neue Anlagetrend?

Anleger an den Finanzmärkten nehmen zurzeit die „Reflation Trades“ ins Visier. Dahinter verbirgt sich das Ziel, von einem gleichzeitigen Anstieg der Wirtschaftsleistung (engl. REcovery) und der Preise (engl. inFLATION) zu profitieren. Diese Reflation Trades funktionieren besonders gut in einer frühen Aufschwungphase nach einer Rezession wie z.B. der Corona-Pandemie. “Anleger setzen auf das Ende der Pandemie. Zyklische Werte stehen dann im Fokus. Das sind z.B. Banken oder Energieversorger oder Fluggesellschaften und Reiseunternehmen”, sagt Max Wienke. “Vor allem Industriemetalle wie Kupfer haben outperformt. Gold hat sehr schlecht abgeschnitten. Wachstumsaktien sind besser als Value-Aktien gelaufen”, so der XTB-Marktanalyst. Alle Details auch zur Kritik an den Notenbanken im Interview von Manuel Koch im XTB Market Talk und auf https://www.xtb.com

Rohstoff-Talk mit Michael Blumenroth: Warum Gold steigt und Platin und Palladium nachgefragt sind

Die Aktienmärkte sind weltweit auf Rekordniveau und auch Gold konnte nach einer Schwächephase zuletzt wieder zulegen. Warum? “Zwei Gründe: Je höher die Aktienmärkte sind, wächst bei vielen Anlegern und Investoren die Furcht, dass sie heiß laufen könnten. Wir wissen ja, wie sowas enden kann und da hätte Gold einen Versicherungscharakter. Und dann hatten wir kürzlich eine Fed-Sitzung. Die Notenbank plant nicht vor 2024 die Zinsen zu erhöhen. Also noch gut drei Jahre Nullzinsen. Diese Botschaft hat den Goldanhängern sehr gefallen”, sagt Michael Blumenroth im Rohstoff-Talk. Ist Gold jetzt interessant? “Wer mittel- und langfristig denkt, kann darüber nachdenken in Gold zu investieren. ETFs sind da ein gutes Mittel.” Welche Rohstoffe sind sonst im Fokus? “Platin und Palladium sind stark ins Jahr gestartet. Da gibt es eine starke Nachfrage der Industrie”, so der Experte der Deutschen Bank bei Manuel Koch im Interview an der Frankfurter Börse. Mehr Infos auch auf https://www.xetra-gold.com

Max Wienke (XTB) zu Dax-Rekord: “Gute Chancen, dass wir den Aufwärtstrend fortsetzen”

Mit 1,9 Billionen Dollar will US-Präsident Biden der heimischen Wirtschaft unter die Arme greifen. Die einen sehen es als Rettung, die anderen warnen vor enormen Schulden. “Die Hilfspakete aus Washington haben auch ihre Schattenseiten. Wenn man zu viel stimuliert, dann hätten wir möglicherweise eine Inflation, die übers Ziel hinausschießt. Wenn wir zu wenig Stimulus haben, könnte die Wirtschaft schwächeln. In Frage steht aber auch die Schuldenlast”, sagt Max Wienke kritisch. Der Dax hat in dieser Woche neue Allzeithächststände erreicht – sollten Anleger jetzt noch in die Märkte? “Technisch gesehen ist das der Befreiungsschlag, auf den viele Anleger gewartet haben. Aber auch hier vorsichtig sein mit einem Kauf ohne Struktur. Solange wir nicht unter die Marke von 14.000 Punkten rutschen, sehe ich gute Chancen, dass wir diesen Aufwärtstrend fortsetzen könnten”, so der XTB-Marktanalyst. Apple, Tesla und die Nasdaq sind ebenfalls Thema. Alle Details im Interview von Manuel Koch im XTB Market Talk und auf https://www.xtb.com

Robert Halver (Baader Bank) zum Crash: “Notenbanken werden zur Mülldeponie, Schulden werden nie zurückgezahlt”

“Es ist die Frage, ob die großen Preise für die Staatsanleihen-Märkte gerechtfertigt sind, wenn man weiß, dass die Überschuldung so dramatisch ist, dass man sie nicht mehr zurückzahlen kann. Natürlich ist der Aktienmarkt teuer, aber wenn die Alternative noch teurer ist, muss man keine Angst haben, dass der Crash vor der Haustür steht”, sagt Robert Halver. Zur Schuldensituation sagt der Börsenexperte der Baader Bank weiter: “Man kann es nicht mehr zurückzahlen. Das heißt die Notenbank ist gezwungen, die Zinsen günstig zu halten. Die Notenbanken werden zur Mülldeponie. Man wird es nicht mehr hinbekommen mit Steuererhöhungen oder nachkommenden Generationen, dass die Staatsschulden einigermaßen wieder ausgeglichen sind. Der Zug ist einfach abgefahren.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch.

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