Finanzen

Robert Halver (Baader Bank): „Die Aktienmärkte sind intelligenter, weil sie den Braten riechen”

Die enorme Korrektur bei Silber und Gold hat viele Anleger überrascht. Kommt jetzt sogar ein Edelmetall-Crash? „Klar ein massiver Absturz, der vielleicht auch weh getan hat, weil die Buchgewinne geschmolzen sind. Es ist aber eine sehr gesunde Korrektur. Das gehört zum Spiel dazu – es gibt keine Einbahnstraßen. Die Gelegenheit Gold weiter zu kaufen, sollte genutzt werden, weil die Gemengelage sehr, sehr schwierig ist. Überschuldung, geopolitische Probleme”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Auch der Aktienmarkt ist schwächer und volatiler geworden. Aber die Aktienmärkte sind intelligenter, weil sie den Braten riechen.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Manuel Koch/ Jessica Schwarzer: „Irgendwann wird der schwarze Schwan um die Ecke kommen”

Während Edelmetalle wie Gold und Silber gerade einen Ausverkauf erlebt hatten, haben sich die Aktienmärkte sehr stabil gezeigt. Wo stehen wir gerade an den Märkten? Die Finanzjournalisten Manuel Koch und Jessica Schwarzer diskutieren darüber. „Bei Gold sind wir gerade so an einem Crash vorbeigeschrammt. Beim Dax kann man sich fragen, ob er nicht zu unbeeindruckt ist. Man könnte schon denken, dass der Dax nach drei sensationellen Jahren, mal Luft rauslassen könnte. Irgendwann wird der schwarze Schwan um die Ecke kommen. Da ist eine Risikostreuung umso wichtiger”, so die Buchautorin und Finanzjournalistin Jessica Schwarzer. „Gold ist für mich das Fundament meiner Investments und etwas total Langfristiges. Darauf steht mein Haus mit Aktien. Die Gründe, die für Gold sprechen, sind weiterhin alle da. Dips beim Dax könnten Chancen zum Nachkaufen sein”, sagt Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch. Wie sieht es bei Bitcoin und ETFs aus? Alle Details im Interview von Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Mercosur – vor allem kommt es Deutschland zugute”

Die EU und die Mercosur-Staaten haben mehr als 25 Jahre verhandelt und gerade ein historisches Freihandelsabkommen unterzeichnet. Die neue Wirtschaftszone umfasst über 700 Millionen Menschen und gilt auch als klares Signal gegen protektionistische Tendenzen weltweit. Doch es gibt bereits enormen Gegenwind. Was bedeutet das Abkommen für die Börsen und die weltweite Wirtschaft? „Das Abkommen ist sehr, sehr wichtig. Europa ist ja lange Zeit sehr mit Amerika verbandelt gewesen. Aber da wird eine „America first”- bzw. eine „America alone”-Politik betrieben. Als Exportnation müssen wir schauen, mit wem wir zusammenarbeiten können. Da ist ein Abkommen mit den Mercosur-Staaten wichtig, um unseren Export zu beflügeln. Was auch heißt, dass wir importieren, was nicht jedem französischem Landwirt gefällt”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Profitieren würden unsere klassischen Branchen. Die Industrie-Branchen, die Auto-Branche, die Maschinenbau-Branche, Chemie – also vor allem kommt es Deutschland zugute. Das ist auch das Problem, warum die Franzosen die Nase rümpfen.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Rolf B. Pieper (TRI Concept): „Wir haben eine neue Welt-Unordnung und in Berlin sind die Narren los”

„Wir haben eine neue Welt-Unordnung. Wir haben eine vier Brillen-Betrachtung die USA, China, Russland und die kleinste Brille ist Europa. Donald Trump macht die Welt unterwürfig und wir haben einen Kanzler ohne Kreuz. Seine Rede in Davos war ja unterirdisch. Europa ist zurzeit der große Verlierer. Wir haben enorm an Wettbewerbsfähigkeit verloren. Es gibt aktuell keine Partei, die Wirtschaft kann. Man hat ja dem Merz unterstellt, dass er Wirtschaft kann, aber ich fühle es nicht. Ich würde gerne für eine Brandmauer auf der linken Seite plädieren. In Berlin sind permanent die Narren los. Da herrscht Dauerfrost”, sagt Rolf B. Pieper. Der CEO der TRI Concept AG weiter: „Das Vertrauen in die Finanzwirtschaft, in die Politik und die Währungen ist weg und die Leute gehen halt in die Edelmetalle. Wir haben eine Trump-Gold-Korrelation. Wie es aussieht werden wir wieder ein Jahr der Edelmetalle haben. Und wir brauchen auch maximale Diskretion.” Pieper empfiehlt die Triversifikation als Strategie. In den kommenden zwei Wochen ist der Finanzexperte zudem wieder auf Investoren-Reise in Thailand. Alle Infos – auch zum neuen Buch und dem Kongress (28.2. „Pieper und Friends” in Würzburg) – im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch und auf https://rolf-pieper.com

Kapitalmarktexperte Tim Oechsner (Steubing AG): „Darauf sollten Anleger beim Aktienkauf achten”

Worauf sollten Anleger beim Aktienkauf achten? „Es ist wichtig, dass man die Marktphasen kennt. Man sollte auch ein Verständnis von Liquidität und Order-Aufkommen haben. Also wann handle ich am besten? Außerdem sollte man die makroökonomischen Faktoren wie Geopolitik beobachten, auch die Zentralbanken und der Handelskalender sind besonders wichtig”, sagt der Senior Börsenhändler und Kapitalmarktexperte Tim Oechsner (Steubing AG). Alle Details erklärt der Experte im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und mehr Infos auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Puff, peng, paff – wenn sowas passiert, muss man kaufen”

Dieses Jahr hätte das Weltwirtschaftsforum auch in Trump-Forum umbenannt werden können. Alle Augen waren auf den US-Präsidenten gerichtet, verbunden mit Grönland und erneuten Zollsorgen. Die Märkte im Fall, Gold mit neuem Rekord. Was nehmen wir mit für die Märkte? „Unser täglich Trump gib uns heute. Die Katze wird auch in Zukunft das Mausen nicht sein lassen. Wir haben jetzt eine Situation, wo Grönland nicht dem Staatsgebiet der Amerikaner einverleibt wird. Aber die Amerikaner haben die Hand drauf. Sie können verhindern, dass russische und chinesische Ambitionen in Grönland stattfinden. Das ist positiv – auch für Europa und die NATO. Unterm Strich können alle damit zufrieden sein”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Wir sehen kein Crash-Potenzial. Seit dem Liberation Day wissen wir, wenn sowas passiert, muss man kaufen.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Patrick Antoniou (ICF Bank): „Die Metalle waren die Rendite-Raketen”

Wir wollen zu Jahresbeginn noch einmal auf die besten Investments 2025 schauen, um zu sehen, was für 2026 interessant sein könnte. Einer der größten Gewinner war Silber. „Gerade Silber und Platin waren die Rendite-Raketen überhaupt. Und Silber ist immer noch interessant. Da wird immer noch viel reingekauft. Platin hat eine ähnliche Entwicklung und Gold gilt als der sichere Hafen”, sagt Patrick Antoniou. Der Börsenhändler der ICF Bank weiter: „Der Dax ist schon interessant, was die Performance angeht. Aber gerade die globalen Züge haben diese Performance gebracht. Bei den US-Werten bzw. bei den Indizes gibt es viele Warnsignale. Da muss man schauen, ob die Luft raus ist. Auch Kakao hat sich ausgetrunken. Wer da investiert hat, hat stark verloren. Beim Bitcoin-Rutsch nach unten muss man schauen, wie es weitergeht. Wir haben eine kleine Pause.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch von der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Manuel Koch (Inside Wirtschaft): „Dividenden sind der entscheidende Renditetreiber im Dax”

Der Dax hat zu Jahresbeginn erstmals die Marke von 25.000 Punkten überschritten. Wir schauen auf wichtige Punkte, die Anleger jetzt wissen sollten. „Der absolute Punktestand sagt wenig über eine Überbewertung aus. Entscheidend ist das Verhältnis zwischen Aktienkursen und Unternehmensgewinnen. Aktuell liegt das Dax-KGV bei rund 15,7. Damit ist der Index höher bewertet als im historischen Durchschnitt. Unter den Unternehmen, die seit Beginn im Dax vertreten sind, hat sich Siemens am besten entwickelt. Der Kurs ist seit 1988 um mehr als 2200 Prozent gestiegen. Rechnet man die Dividenden hinzu, ergibt sich sogar ein Plus von über 5600 Prozent. Das entspricht einer durchschnittlichen Jahresrendite von rund 11,6 Prozent. Besonders viel Börsenwert vernichtet haben die Deutsche Telekom und Volkswagen”, so Manuel Koch. Der Inside Wirtschaft-Chefredakteur weiter: „Dividenden sind der entscheidende Renditetreiber im Dax. Rund 62 Prozent des gesamten Wertzuwachses stammen aus wiederangelegten Ausschüttungen. Ohne Dividenden hätte sich der Index deutlich schwächer entwickelt. Das erklärt auch, warum der Dax als Performance-Index international besser aussieht als viele reine Kursindizes.” Alle Details im Video von der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Jessica Schwarzer: „Börsenpsychologie – emotionale Fallstricke kosten Geld”

Das Jahr 2025 war eine echte Achterbahnfahrt an den Märkten – nicht nur mit Blick auf die Kurscharts. Auch emotional war es mehr als herausfordernd. Psychologie pur! „Das Wichtige ist erst einmal, dass man merkt, wann Emotionen ins Spiel kommen. Man stolpert schnell über emotionale Fallstricke. Das kostet in der Regel Geld. Man hat Angst, welche Branchen trifft es und da ist es wichtig, dass man eine klare Strategie hat. Wenn man eh langfristig investiert, sollte man vielleicht eher zukaufen. Beispiel hier ist Corona. Ich muss da an Warren Buffett denken, der gesagt hat „Sei gierig, wenn alle ängstlich sind und ängstlich, wenn alle gierig sind.” Da ist viel dran.“, so Jessica Schwarzer. „Ich habe mein langfristiges großes Depot und dann habe ich ein Spielgeld-Depot, wo ich mit deutlich geringeren Summen unterwegs bin. Da ist Gier auch manchmal erlaubt.” Alle Details verrät die Buchautorin und Finanzjournalistin im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Das neue Buch „Über die Psychologie der Börse” ist ab 20. Januar erhältlich und bei Amazon bereits bestellbar: https://www.amazon.de/Über-Psychologie-Börse-Börsenpsychologie-entspannterer/dp/3690661188/ref=sr_1_2?crid=2TZBOIOG6V7AC&dib=eyJ2IjoiMSJ9.OgykffmD7T0jy5v0ZRtqRXV665Yw42MTkz-lBQwQ23dMBsUU04-Ndn6iT3e_ykDjq7advbSFOIt1X0SCNoRNvR-D-nHSbiQxfGQAZvGpGP1ag4tilKeGJUF0GCXXWy8g10XXCHWptmEUgDChWXzfqq48jMNNLjy0HE3hKonq-H99EJ1UUPyY2YEmb9YOEpVzpj31HECWVz3QAOFUG5kpBhJtE8IJLNIQzWKxhEGg86w.nsiZKqnK-NM8LQCmVUy8oYotZaswB4ahbXH8lPy6WAE&dib_tag=se&keywords=Jessica+Schwarzer&qid=1766149227&sprefix=jessica+schwarzer%2Caps%2C234&sr=8-2

Patrick Antoniou (ICF Bank): „Jetzt muss ich die Illusion zerstören. Dax schon lange nicht mehr…”

Der Dax hat am Mittwoch erstmals in seiner Geschichte die Marke von 25.000 Punkten überschritten. Wie kann das bei der schwachen deutschen Wirtschaft sein? Geht es jetzt weiter nach oben oder kommt jetzt erst recht der Crash? „Das ist ein lustiges Phänomen in Deutschland. Gerade war der Dax auf Rekordhoch und man fragt, ob jetzt ein Crash kommt? Der Begriff passt gar nicht. Man sieht jetzt innerhalb weniger Tage den Ausbruchsverkauf. Und wichtig: Man sieht auch die Fortsetzung danach. Denn wir haben oft beim Dax gesehen, dass es gerne nach Rekordhochs einen Abschlag gab. Außerdem ist Silber gerade das neue Gold. Sehr viele Silber- und Rheinmetall-Investments – das sehe ich jeden Tag”, sagt Patrick Antoniou. Der Börsenhändler von der ICF Bank zur deutschen Wirtschaft: „Jetzt muss ich das machen, was ein Magier nicht machen sollte: Die Illusion zerstören. Der Dax spiegelt schon lange nicht mehr die Marktwirtschaft Deutschlands wider. Der Dax wird von großen Big-Playern getragen – da geht es um globale Umsätze.” Welche Strategien sollten Anleger jetzt verfolgen? Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch von der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

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