Geldanlage

Robert Halver (Baader Bank): „Dax in stabiler Seitenlage”

Crash oder Rally: Der Dax kämpft mit der Marke von 25.000 Punkten. Da er schon länger praktisch seitwärts läuft, erwarten Experten einen starken Ausbruch. Aber was heißt das jetzt für Anleger? „An der Börse sind oft die Grautöne entscheidend. Für den Dax spricht seine zyklische Komponente. In den Schwellenländern geht die Post ab, in Deutschland nicht. Man kann auch sagen stabile Seitenlage für den Dax. In Amerika wird das Wirtschaftswachstum noch in der zweiten Jahreshälfte stärker werden”, so Robert Halver. Wo sieht der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank die Chancen für Anleger? Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader)/ Jens Chrzanowski (XTB): „Wäre die deutsche Politik an der Börse, wäre sie ein Pennystock”

Die Stimmung für die deutsche Wirtschaft hat sich diese Woche weiter eingetrübt, doch das Handelsvolumen an der Börse ist aktuell recht hoch. Welche Aktien und Branchen sind jetzt interessant? „Wenn man auf dem Rosenmontagszug ist und die Persiflage-Wagen sieht, wo die Politik durch den Kakao gezogen wird, dann weiß man, was auf den Nägeln brennt. Wir bekommen es nicht hin, weil wir keine knallharten Reformen machen. Nur Geld reinzupumpen, bringt ja nichts. Die Union hat Angst, an die AfD zu verlieren und die SPD an die Linken. Wäre die deutsche Politik an der Börse notiert, wäre sie ein Pennystock”, so Robert Halver (Baader Bank). Für die aktuelle Situation gibt Jens Chrzanowski (Deutschlandchef vom Online-Broker XTB) klare Empfehlungen: „Wirtschaft und Börse sind öfter mal getrennt. Wir haben seit drei Jahren kein wirkliches Wachstum. Ganz schön schlechte Zeiten. Trotzdem sind wir nah am Allzeithoch. Die Stimmung ist weiterhin gut. Deutschland und die Welt haben Kapital. Handelsvolumen kann ja bedeuten, dass ich kaufe oder verkaufe. Ich hab mich im November festgelegt, was ich für 2026 auf meine Watchlist packe. Das sind drei deutsche Werte: Lufthansa, Bayer und Mercedes. Lufthansa seit Jahresbeginn elf Prozent im Plus, Bayer 23 Prozent im Plus, Noch nicht ganz so performt hat mein dritter Wert: Mercedes – im Minus mit 2,5 Prozent seit Jahresbeginn.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://www.xtb.com

Jessica Schwarzer: „Der Ver-Fall des Dollars – seit Donald Trump ging es 20 Prozent abwärts”

Der Fall des Dollars: Welche Folgen bringt eine schwache Währung? „Was passiert mit dem Dollar? Wir haben im vergangenen Jahr einen Ver-Fall beim Dollar gesehen. Seit Amtsantritt von Donald Trump ging es 20 Prozent abwärts. Das ist mal eine Ansage. Trumps Ziel ist es, America great zu machen. Die amerikanische Industrie zu beleben. Da hilft ihm dieser schwache Dollar. Einen zu starken Absturz kann er sich aber auch nicht wünschen“, so Jessica Schwarzer. „Uns trifft das doppelt. Deutsche Autos werden teurer und im Zweifel nicht mehr so stark nachgefragt. Für uns ist das so eine Art doppelter Zoll.” Alle Details verrät die Buchautorin und Finanzjournalistin im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Die Lage war noch nie so ernst – sie war immer ernst”

Die Turbulenzen bei Aktien, Bitcoin und Edelmetallen haben Anleger verunsichert. Aber ist die Lage wirklich so besonders? „Die Lage war noch nie so ernst, pflegte Altkanzler Adenauer zu sagen. Sie war offensichtlich immer ernst. Jedes Jahr ist herausfordernd. Es gibt seit 2008 keine einfachen Jahren. Da ist ja keine Ruhe dabei gewesen. Wir haben immer Aufreger, aber auch die mediale Aufbereitung ist gewaltig. Die Medien haben ein eigenes Interesse wie Klicks und Quoten, die mit den Anleger-Interessen oft genug kollidieren”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Die Sicherheit ist ja gerade für uns Deutsche eine diffizile Sache. Wer keine Aktien hat, ist gegenüber dem Anleger bei Zinsen ein Spekulant.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Jessica Schwarzer: „Börsenbeben – viele Investoren haben Höhenangst”

Börsen-Psychologie: Wie umgehen mit hochvolatilen Märkten? Die Nervosität steigt und mit ihr die Schwankungen an den Aktienmärkten. „Diese Ausschläge, die wir in letzter Zeit gerade bei Edelmetallen und Einzelaktien gesehen haben, waren zum Teil extrem. Man merkt, dass viele Investoren Höhenangst haben“, so Jessica Schwarzer. Was können Anleger tun? Alle Details verrät die Buchautorin und Finanzjournalistin im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Die Aktienmärkte sind intelligenter, weil sie den Braten riechen”

Die enorme Korrektur bei Silber und Gold hat viele Anleger überrascht. Kommt jetzt sogar ein Edelmetall-Crash? „Klar ein massiver Absturz, der vielleicht auch weh getan hat, weil die Buchgewinne geschmolzen sind. Es ist aber eine sehr gesunde Korrektur. Das gehört zum Spiel dazu – es gibt keine Einbahnstraßen. Die Gelegenheit Gold weiter zu kaufen, sollte genutzt werden, weil die Gemengelage sehr, sehr schwierig ist. Überschuldung, geopolitische Probleme”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Auch der Aktienmarkt ist schwächer und volatiler geworden. Aber die Aktienmärkte sind intelligenter, weil sie den Braten riechen.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Manuel Koch/ Jessica Schwarzer: „Irgendwann wird der schwarze Schwan um die Ecke kommen”

Während Edelmetalle wie Gold und Silber gerade einen Ausverkauf erlebt hatten, haben sich die Aktienmärkte sehr stabil gezeigt. Wo stehen wir gerade an den Märkten? Die Finanzjournalisten Manuel Koch und Jessica Schwarzer diskutieren darüber. „Bei Gold sind wir gerade so an einem Crash vorbeigeschrammt. Beim Dax kann man sich fragen, ob er nicht zu unbeeindruckt ist. Man könnte schon denken, dass der Dax nach drei sensationellen Jahren, mal Luft rauslassen könnte. Irgendwann wird der schwarze Schwan um die Ecke kommen. Da ist eine Risikostreuung umso wichtiger”, so die Buchautorin und Finanzjournalistin Jessica Schwarzer. „Gold ist für mich das Fundament meiner Investments und etwas total Langfristiges. Darauf steht mein Haus mit Aktien. Die Gründe, die für Gold sprechen, sind weiterhin alle da. Dips beim Dax könnten Chancen zum Nachkaufen sein”, sagt Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch. Wie sieht es bei Bitcoin und ETFs aus? Alle Details im Interview von Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Manuel Koch (Inside Wirtschaft): „Aktienanlagen sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen”

Aktien sind in Deutschland so beliebt wie nie zuvor. Neue Zahlen zeigen, wie stark das Interesse gewachsen ist. In Deutschland gibt es zwei Millionen neue AnlegerInnen und Anleger. „Die wichtigste Botschaft ist, dass Aktienanlagen in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind. Rund 14,1 Millionen Menschen investieren inzwischen in Aktien, Aktienfonds oder ETFs. Das sind zwei Millionen mehr als im Jahr zuvor. Vor allem ETFs und Sparpläne waren die Wachstumstreiber. Die Jüngeren unter 40 gehen stark in ETFs, die Älteren haben noch eher Aktienfonds”, so Manuel Koch. Der Inside Wirtschaft-Chefredakteur weiter: „Junge Menschen denken langfristiger und nutzen Aktien gezielt für den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge. ETFs und Sparpläne passen gut zu ihrem Lebensstil, weil sie flexibel sind und schon mit kleinen Beträgen funktionieren. Außerdem wächst das Bewusstsein, dass die gesetzliche Rente allein nicht ausreichen wird. Und: Neobroker wie TradeRepublic haben für eine Demokratisierung und sinkende Preise gesorgt. Und: Die Zahl der Anlegerinnen ist deutlich stärker gestiegen als die der Männer. Zwar investieren Männer insgesamt noch häufiger, aber die Lücke wird kleiner. ” Alle Details im Video von der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Mercosur – vor allem kommt es Deutschland zugute”

Die EU und die Mercosur-Staaten haben mehr als 25 Jahre verhandelt und gerade ein historisches Freihandelsabkommen unterzeichnet. Die neue Wirtschaftszone umfasst über 700 Millionen Menschen und gilt auch als klares Signal gegen protektionistische Tendenzen weltweit. Doch es gibt bereits enormen Gegenwind. Was bedeutet das Abkommen für die Börsen und die weltweite Wirtschaft? „Das Abkommen ist sehr, sehr wichtig. Europa ist ja lange Zeit sehr mit Amerika verbandelt gewesen. Aber da wird eine „America first”- bzw. eine „America alone”-Politik betrieben. Als Exportnation müssen wir schauen, mit wem wir zusammenarbeiten können. Da ist ein Abkommen mit den Mercosur-Staaten wichtig, um unseren Export zu beflügeln. Was auch heißt, dass wir importieren, was nicht jedem französischem Landwirt gefällt”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Profitieren würden unsere klassischen Branchen. Die Industrie-Branchen, die Auto-Branche, die Maschinenbau-Branche, Chemie – also vor allem kommt es Deutschland zugute. Das ist auch das Problem, warum die Franzosen die Nase rümpfen.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Puff, peng, paff – wenn sowas passiert, muss man kaufen”

Dieses Jahr hätte das Weltwirtschaftsforum auch in Trump-Forum umbenannt werden können. Alle Augen waren auf den US-Präsidenten gerichtet, verbunden mit Grönland und erneuten Zollsorgen. Die Märkte im Fall, Gold mit neuem Rekord. Was nehmen wir mit für die Märkte? „Unser täglich Trump gib uns heute. Die Katze wird auch in Zukunft das Mausen nicht sein lassen. Wir haben jetzt eine Situation, wo Grönland nicht dem Staatsgebiet der Amerikaner einverleibt wird. Aber die Amerikaner haben die Hand drauf. Sie können verhindern, dass russische und chinesische Ambitionen in Grönland stattfinden. Das ist positiv – auch für Europa und die NATO. Unterm Strich können alle damit zufrieden sein”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Wir sehen kein Crash-Potenzial. Seit dem Liberation Day wissen wir, wenn sowas passiert, muss man kaufen.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

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