Jerome Powell

Peter Tuchman (IG): „Black Friday – viele Händler wurden abgestraft“

Das Thanksgiving-Wochenende liegt hinter uns und auch der Black Friday. Der wichtigste Einkaufstag des Jahres in den USA. Haben die Amerikaner in Krisenzeiten Geld ausgegeben? “Wir haben letztes Jahr gesehen, dass die Leute nicht mehr in die Läden gegangen sind. Es war alles online. Kurz vor Thanksgiving in diesem Jahr kamen viele Berichte über Einzelhandelsunternehmen. Viele von ihnen wurden abgestraft. In diesem Jahr sind viele Leute aber wieder in die Geschäfte gegangen”, sagt Peter Tuchman (Einstein of Wall Street). Der Experte bespricht mit Manuel Koch auch die aktuelle Marktsituation und ob jemand Olaf Scholz in den USA kennt? Weitere Informationen auf https://www.ig.com

Max Wienke (XTB): “Denkbar wären drei Zinsanhebungen der Fed 2022”

US-Präsident Biden hat den bisherigen republikanischen US-Notenbankchef Jerome Powell für eine zweite Amtszeit nominiert. Wie reagieren die Märkte? “Sie haben insgesamt nicht allzu positiv in einer volatilen Woche reagiert. Der Russell 2000 und auch die Technologie-Werte haben sich schlechter entwickelt als der Markt und auch der Goldmarkt ist unter Druck geraten. Gewinner waren die Bank-Aktien und der US-Dollar”, sagt Max Wienke. Was bedeutet das für die Notenbankpolitik? “Die Märkte denken über drei Zinsanhebungen 2022 nach und beginnen das einzupreisen. Wichtig ist aber erst einmal die erste Anhebung und da sind wir möglicherweise bei Juni 2022”, so der Marktanalyst im XTB Market Talk. Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch und auf https://www.xtb.com.

Robert Halver (Baader Bank): “Wir haben zwar Inflationsangst, aber keine Zinsangst”

Die US-Technologiebörse Nasdaq hat zuletzt wieder einen Rekord nach dem anderen erzielt. “Wir haben zwar Inflationsangst, aber keine Zinsangst. Eine Gefahr nach dem Motto die Zinsen steigen und die Tech-Werte werden rasiert sehen wir nicht. Der Hightech-Sektor ist ein Dauerbrenner”, sagt Robert Halver. Und wie sieht es an den deutschen Märkten aus? “Das zweite Halbjahr wird die Renaissance vor allem der zweiten Reihe im MDax, TecDax, SDax. Zum Beispiel haben wir die Luftfahrt und die Flughafenbetreiber und Touristikwerte. Das sind für mich gefallene Engel”, so der Kapitalmarktstratege der Baader Bank. Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch.

Robert Halver (Baader Bank) zum Crash: “Notenbanken werden zur Mülldeponie, Schulden werden nie zurückgezahlt”

“Es ist die Frage, ob die großen Preise für die Staatsanleihen-Märkte gerechtfertigt sind, wenn man weiß, dass die Überschuldung so dramatisch ist, dass man sie nicht mehr zurückzahlen kann. Natürlich ist der Aktienmarkt teuer, aber wenn die Alternative noch teurer ist, muss man keine Angst haben, dass der Crash vor der Haustür steht”, sagt Robert Halver. Zur Schuldensituation sagt der Börsenexperte der Baader Bank weiter: “Man kann es nicht mehr zurückzahlen. Das heißt die Notenbank ist gezwungen, die Zinsen günstig zu halten. Die Notenbanken werden zur Mülldeponie. Man wird es nicht mehr hinbekommen mit Steuererhöhungen oder nachkommenden Generationen, dass die Staatsschulden einigermaßen wieder ausgeglichen sind. Der Zug ist einfach abgefahren.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch.

Peter Tuchman (IG): “Historisch gesehen ist der Februar ein Monat der Konsolidierung – der Markt ist sehr ADD”

Die US-Märkte haben Schwierigkeiten, sich von den Verlusten zu erholen, die durch steigende Zinsen bei den Staatsanleihen ausgelöst wurden. Beeindruckt das aber wirklich die Wall Street? “Wir sind hier in wilden stürmischen Gewässern. Historisch gesehen ist der Februar ein Monat der Konsolidierung”, sagt Peter Tuchman beim IG Trading Talk. “Wir haben Marktbewegungen aus irrationalen Gründen gesehen. Jetzt ist der Markt transparenter, aber in gewisser Weise sehr ADD”, sagt der Einstein der Wall Street. Salah-Eddine Bouhmidi (Head of Markets IG) und Manuel Koch besprechen mit dem legendären Wall Street-Broker die aktuellen Märkte und wie sich NYC und die Wall Street nach der Pandemie verändern könnten. Mehr Infos auf https://www.ig.com

Max Wienke (XTB): “Sorgen vor Inflation berechtigt – Dax könnte Marke von 15.000 Punkte knacken”

In den vergangenen Tagen geisterte das Schreckgespenst der Inflation durch die Märkte. Könnte die Zeit der Niedrigzinsen womöglich bald vorbei sein? Die Worte von US-Notenbank-Chef Jerome Powell beruhigten am Dienstag jedoch erst einmal wieder. “Wie stark die Inflation anziehen wird, kann keiner wirklich sagen, aber die Sorgen sind durchaus berechtigt. Denn die Märkte setzen auf ein Ende der Krise”, sagt Max Wienke. Der XTB-Marktanalyst weiter: “Die ersten Termine wären frühestens Ende 2022, Anfang 2023.” Was können wir vom Jahr 2021 erwarten? “Ich bin recht optimistisch, dass wir dieses Jahr neue Rekordhochs an den Aktienmärkten erreichen könnten. Wenn der Dax die 15.000-Punkte-Marke knacken würde, wäre das nicht unrealistisch.” Alle Details im Interview von Manuel Koch im XTB Market Talk und auf https://www.xtb.com

Max Wienke (XTB): “Notenbanken stellen Nullzinsen sicher – Aktienbewertungen hoch – Gold & Silber”

Milliarden und Billionen werden durch die Notenbanken ins Finanzsystem gepumpt. Das wird immer häufiger kritisiert. “Die Politik der US-Notenbank soll sicherstellen, dass man die Nullzinsen für sehr lange Zeit fortführen kann. Einige Ökonomen sind aber skeptisch”, gibt Max Wienke zu bedenken. Der Marktanalyst vom Broker XTB ist aber weiter auf “long” für die Märkte eingestellt: “Die Aktienbewertungen sind extrem hoch. Aber auf den nächsten Crash zu warten, ist nicht der richtige Ansatz.” Im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse spricht der Experte zudem über die Chancen bei Gold und Silber.

Robert Halver: “Der Staat macht Schulden und das darf die Notenbank finanzieren. Deren Unabhängigkeit ist ein Märchen”

Fed-Chef Jerome Powell hat ein neues Inflationsziel angekündigt und rückt den Arbeitsmarkt in den Fokus. “Die Sparer zahlen die Zeche der geldpolitischen Rettung der Konjunktur und der Beschäftigung. Ich sehe nicht, wie wir auf absehbare Zeit vernünftige Zinsen wieder bekommen sollten. Es geht auch gar nicht – die Schulden sind so groß. Wir haben weiterhin die Happy Hour der internationalen Geldpolitik”, sagt Robert Halver kritisch. Der Finanzexperte der Baader Bank erwartet, dass die Aktienmärkte profitieren werden: “Die Liquiditätshausse ist quicklebendig. Der Anlagenotstand ist weiterhin da und wird sich Bahn brechen in Aktien.” Sind die Notenbanken eigentlich noch unabhängig? “Die Unabhängigkeit der Notenbank ist ein Märchen, das nicht sicherlich mehr tragbar ist. Staatswirtschaft arbeitet ganz klar zusammen mit der Geldpolitik. Der Staat macht Schulden und das darf die Notenbank finanzieren.”

Inside MarketsX: Neue Corona-Maßnahmen – historischer Fed-Schwenk – Dax seitwärts – Empfehlungen: Alphabet, Deutsche Post

Bund und Länder haben sich auf neue Maßnahmen und Bußgelder verständigt. „Corona ist wieder voll da in Deutschland, deshalb müssen wir uns dieser Herausforderung stellen“, so der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Bei Inside MarketsX gehts außerdem um den historischen Schwenk der US-Notenbank Fed. Niedrige Leitzinsen werden die Börsen wohl noch lange tragen. Manuel Koch schaut zudem wieder auf zwei Top-Empfehlungen der trading-house Börsenakademie: Alphabet und Deutsche Post. Mehr Infos auf https://www.trading-house.de

Robert Halver: “Notenbanken sind Haupt-Schauspieler an Aktienmärkten – keine Alternative zu Aktien”

Die US-Notenbank macht sich Sorgen um die Schwächephase am Arbeitsmarkt und die konjunkturelle Entwicklung – das belastete auch die Märkte. Positiv wirkt sich hingegen wohl für Anleger aus, dass die Fed Zinsen noch über Jahre bei nahe null halten wird. “Die Notenbanken sind die Haupt-Schauspieler in diesem Spiel an den Aktienmärkten. Sie sorgen dafür, dass die Konjunkturpakete munter finanziert werden können. Sie sorgen aber auch dafür, dass Alternativen zu Aktien kaum noch Renditen abwerfen”, sagt Robert Halver. Der Experte der Baader Bank ist kritisch bei diesen Billionen-Programmen: “Das Problem ist wie können wir diese Schulden jemals zurückzahlen? Wir können sie nicht zurückzahlen. Das muss man klar postulieren. Entscheidend ist, dass man diese Schulden in die Zukunft investiert.” Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch spricht im Interview mit Halver zudem über VW und den angeschlagenen CEO Herbert Diess.

Scroll to top