Manuel Koch

Stephan Frucht im Salon Schinkelplatz: „Berlin ohne Kultur ist wie Kuwait ohne Öl“

Prof. Dr. Stephan Frucht ist Dirigent, Musiker, Kulturmanager und Leiter des Siemens Arts Program. Er bewegt sich ebenso selbstverständlich in Konzertsälen wie in Vorstandsetagen und gilt als einer der wichtigsten Brückenbauer zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur in Deutschland. Im Salon Schinkelplatz spricht Gastgeber Manuel Koch mit ihm über die Frage: Wie viel Kultur können und müssen wir uns leisten? Frucht macht dabei früh deutlich: „Welche Gesellschaft können wir uns denn vorstellen ohne Kunst und Kultur?“ Für ihn geht es nicht nur um Budgets und Subventionen, sondern um die geistigen Grundlagen einer offenen Gesellschaft.

Dabei verteidigt er die kulturelle Vielfalt Deutschlands: „Die Frage ist nicht, ob wir uns Kultur leisten können, sondern ob wir sie wollen.“ Besonders deutlich wird er mit Blick auf Berlin: „Berlin ohne Kultur ist wie Kuwait ohne Öl.“ Kultur sei neben Wissenschaft unsere wichtigste Ressource.

Auch über Bildung und Nachwuchsförderung spricht Frucht ausführlich. Er ist überzeugt: „Das Beste, was man tun kann, ist, Kindern einen Zugang zu ästhetischer Bildung zu verschaffen.“ Musik und Kunst würden Menschen prägen, Disziplin fördern und neue Perspektiven eröffnen. Deshalb fragt er bei Bewerbungen sogar nach der Kindheit: „Warum haben die Leute die ersten zwanzig Jahre ihres Lebens verschwiegen?“

Besonders eindringlich wird das Gespräch beim Blick auf die Situation vieler Künstler. Das durchschnittliche Jahreseinkommen liege laut Studien bei nur rund 12.000 Euro. Gleichzeitig fordert Frucht mehr Eigeninitiative: „Künstler sind Unternehmer. Man muss sich um alles kümmern – auch um die eigene Marke.“

Auch die Rolle von Künstlicher Intelligenz, privater Kulturförderung und die Verantwortung großer Unternehmen werden diskutiert. Frucht sieht Kultur nicht als Luxus, sondern als Investition in Kreativität und gesellschaftlichen Zusammenhalt: „Wenn man Kunst und Kultur kappt, kappt man auch die kreative Ader, die eine Gesellschaft am Leben erhält.“

Der gesamte Talk von Salon-Gastgeber Manuel Koch und mehr Infos zum Salon Schinkelplatz auf https://www.salon-schinkelplatz.de

Wir danken dem Siemens Arts Program: https://www.siemens.com/de-de/company/about/partnerships/arts-program/

Echte Werte: Der Salon Schinkelplatz wird unterstützt von https://www.proaurum.de

Manuel Koch wurde eingekleidet von https://brummer-berlin.de

Manuel Koch (Inside Wirtschaft): „SpaceX-Börsengang ist bereits jetzt ein Stück Börsengeschichte”

SpaceX ist am Freitag in New York an die Börse gegangen – und der Start an der Nasdaq hätte kaum spektakulärer laufen können. Das Unternehmen wurde auf einen Schlag über zwei Billionen Dollar wert. „Die Aktie war zu einem Kurs von 135 Dollar ausgegeben worden. Den ersten Handelstag schloss die Aktie dann am Freitag mit einem Plus von 19 Prozent bei rund 161 Dollar ab. Zwischenzeitlich lag sie sogar bei 176 Dollar”, sagt Manuel Koch. Der Chefredakteur von Inside Wirtschaft weiter: „Der größte Gewinner? Elon Musk. Durch seinen Anteil von rund 40 Prozent an SpaceX ist sein Vermögen weiter explodiert. Damit wird er zum ersten Menschen mit einem Vermögen von mehr als einer Billion Dollar – zumindest auf dem Papier. Der Börsengang brachte SpaceX außerdem 75 Milliarden Dollar ein. Fest steht: Der SpaceX-Börsengang ist bereits jetzt ein Stück Börsengeschichte.” Alle Details im Video von der New York Stock Exchange und auf https://inside-wirtschaft.de

Peter Tuchman (Einstein of Wall Street): “Technologies caused the real change”

Peter Tuchman has spent more than 41 years on the floor of the New York Stock Exchange. Today, the Einstein of Wall Street is a true Wall Street star, with 1.2 million followers on Instagram. But what has changed? “Technology caused the real change. There used to be 7,000 people on the floor. Once we got the first computer, there was no longer a need for so many people. But we are still the last human-based marketplace,” says Peter Tuchman. All details about the stock market rollercoaster in the interview with Inside Wirtschaft’s Manuel Koch from the New York Stock Exchange on Wall Street and on https://inside-wirtschaft.de

Die Cashflow Conference am Ende? Statt von “Null auf Scheich” jetzt aus die Maus?

Die Cashflow Conference am Ende? Statt von “Null auf Scheich” jetzt aus die Maus?

Wer jetzt auf die Webseite Cashflow-Conference.de geht, findet:

– Kein Veranstaltungsdatum (es war mal der 3. und 4.7. geplant)

– Keinen Veranstaltungsort (es war die Messe Frankfurt geplant)

– Keinen Ticketverkauf mehr

Eine offizielle Absage oder Stellungnahme der Veranstalter gibt es bisher nicht, aber selbst im Eventkalender der Messe Frankfurt taucht das “größte Finanz-Event Deutschlands” – wie man sich gerne selbst inszenierte – nicht mehr auf. Bisher haben auch noch keine seriösen Medien über ein mögliches Ende berichtet. Das wird den Veranstaltern sicher recht sein, denn die müssen mit einem Ansturm bei der Rückabwicklung der Ticketverkäufe rechnen, wenn es da in den AGBs überhaupt Möglichkeiten gibt und noch etwas zu holen ist.

Denn im Internet machen Gerüchte die Runde, dass der Ticketverkauf erheblich hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei. Also noch schnell den Stecker gezogen? Schon im letzten Jahr wurden die anvisierten Teilnehmerzahlen deutlich verfehlt. Einige seriöse Speaker und Sponsoren sagten kurz vorher ab. Branchenkenner sprachen von einem dicken Minus für die Veranstalter. Gelästert wurde letztes Jahr auch über die Klopapierrollen als Messegeschenke. Jetzt ist das ganze Event wohl fürn A….

Ich hatte das Event vergangenes Jahr im Vorfeld scharf kritisiert und Abzock-Methoden öffentlich gemacht. So wurde ich damals als Speaker angefragt: Bezahlung: 0 Euro. Man würde Reichweite und ein tolles VIP-Networking-Event am Vorabend bieten (das dann ausfiel). Zudem sollte für Foto-Pakete bis zu 5.000 Euro netto gezahlt werden. Für mich war klar: Diese Konferenz will nur eines – ABZOCKEN! (Business Insider und Investment Week nahmen meine Kritik in ihren Artikeln auf.)

Und dieses Jahr? Bekam ich am 8. Mai von einem der Mitarbeiter eine WhatsApp: “Hallo Manuel. Mir ist bewusst, dass es im vergangenen Jahr den ein oder anderen kritischen Punkt (aus den ein oder anderen Ecken) zu unserem Eventformat gab. Da wir letztes Jahr terminlich nicht zusammengekommen sind, hattest du leider keine Gelegenheit, dir das Ganze einmal selbst vor Ort anzuschauen. Da ich ein Freund davon bin, sich immer ein eigenes Bild der Lage zu machen, möchte ich dich für dieses Jahr ganz offiziell als unseren VIP-Gast einladen.” Ich habe darauf nie reagiert! Anscheinend hatte man aber VIP-Gäste dringend nötig.

Dieses Event mit seinen Vorträgen wie letztes Jahr “Von Null auf Scheich” wollte vielleicht eine junge Zielgruppe ansprechen, doch es spielte von Anfang an mit der Reputation einer ganzen Branche, die in Deutschland sowieso immer schnell in die Ecke von Spekulanten gedrängt wird. Und so muss ich sagen: Der Versuch, die Social Media-Fake-Welten auf ein Event übertragen zu wollen, ist krachend gescheitert. Das nächste Kapitel heißt jetzt vermutlich: Aus die Maus. Und hoffentlich haben alle daraus gelernt: Wir brauchen Substanz!

#cashflowconference #manuelkoch

Manuel Koch (Inside Wirtschaft): „So habt ihr die New York Stock Exchange noch nie gesehen”

Die New York Stock Exchange ist das Finanzherz der Welt an der weltberühmten Wall Street. Aufs Parkett kommt aber kaum einer und hinter die Kulissen kann fast niemand schauen. Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch – der 2011 bis 2014 täglich live fürs deutsche Fernsehen vom Parkett der NYSE berichtet hat – nimmt euch mit. Alle Details im Video und mehr Infos auch auf https://inside-wirtschaft.de

Manuel Koch (Inside Wirtschaft): „Digitale Identität – die EUDI-Wallet kommt in Deutschland”

Ein neues Gesetz zur digitalen Identität soll Deutschland moderner machen. Die EUDI-Wallet soll Behördengänge vereinfachen, Zeit sparen und Millionen Bürger digital vernetzen. Doch wie groß sind die Chancen und welche Risiken gibt es? „Die EUDI-Wallet ist eine digitale Brieftasche auf dem Smartphone. Dort können Bürger künftig wichtige Nachweise wie Personalausweis, Führerschein oder andere Dokumente sicher speichern und digital verwenden. Die Bundesregierung sieht darin eines der wichtigsten Digitalprojekte der kommenden Jahre. Der größte Vorteil ist die Zeitersparnis. Denkbar sind Anwendungen bei Banken, Versicherungen, im Gesundheitswesen oder sogar bei Alterskontrollen auf Social-Media-Plattformen”, so Manuel Koch. Der Inside Wirtschaft-Chefredakteur weiter: „Die Wallet wird nicht als komplett neues System aufgebaut, sondern ergänzt bestehende Plattformen wie die Bund-ID oder Verwaltungsportale. Viele Menschen haben die Onlinefunktion ihres Personalausweises aber bisher gar nicht aktiviert oder kennen ihre PIN nicht mehr. Außerdem gibt es Kritik an den langen Umsetzungsfristen für Behörden und Ängste, ob das System wirklich sicher ist.” Alle Details im Video von der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Manuel Koch (Inside Wirtschaft): „Wer in solchen Situationen investiert, hat eine Rendite von 18%”

Starke Kursschwankungen haben viele Anleger zuletzt verunsichert. Doch genau in diesen Phasen könnten die größten Chancen liegen. „In schwierigen Marktphasen haben Anleger Angst – und zwar Angst vor Verlusten. Viele verkaufen dann einfach. Das sollte man nicht machen. Besser ist es abzuwarten und zu gucken, wie sich die Situation entwickelt. Noch besser: Antizyklisch denken. Also in schlechten Marktphasen überlegen, ob es Kaufchancen sind. Wer in solchen Situationen investiert hat und zwölf Monate im Markt blieb, hat eine Rendite von 18 Prozent erreicht. Das ist sehr ordentlich!”, so Manuel Koch. Der Inside Wirtschaft-Chefredakteur weiter: „Umso mehr Stress und Unsicherheiten da waren, desto mehr Chancen gab es. Das prägendste war zuletzt wohl die Corona-.Phase, wo wir eine schnelle Erholung sahen.” Alle Details im Video von der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Manuel Koch (Inside Wirtschaft): „Andere sind auf der Überholspur und wir tuckern mit 50″

Das Konzept für eine große Steuerreform nimmt Formen an: Der Spitzensteuersatz soll später greifen, der Soli könnte wegfallen und die Reichensteuer steigen. Ist das der richtige Weg? „Wir sind jetzt bei einem Spitzensteuersatz von 42 Prozent und der greift bei 70.000 Euro Jahresgehalt. Da sind die Überlegungen, dass er erst später bei 85.000 Euro greifen könnte. Die Inflation und Gehälter sind gestiegen, aber man kann sich davon nichts mehr leisten. Also das ist gut. Aber wenn man hört, dass die SPD den Spitzensteuersatz gerne von 42 auf 47 Prozent steigen lassen möchte, platzt mir die Hutschnur. Das ist an der Realität der Menschen vorbei und das ist bei der SPD noch nicht angekommen. Beim Soli gibt es Überlegungen, den endlich mal ganz abzuschaffen. Das wird auch Zeit. Denn der wurde mal 1991 für die Deutsche Einheit eingeführt”, sagt Manuel Koch. Der Chefredakteur von Inside Wirtschaft weiter: „Wer mehr als 277.000 Euro verdient, zahlt aktuell den Reichensteuersatz, der bei 45 Prozent liegt. Jetzt gibt es Überlegungen diesen Satz auf 47,5 Prozent zu erhöhen, der dan eventuell auch schon bei 210.000 Euro greifen könnte. Immer nur rumdoktern ist nicht der große Wurf.” Alle Details im Interview von Buchautorin & Finanzjournalistin Jessica Schwarzer an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Manuel Koch (Inside Wirtschaft): „Crash nein, Krise ja – eine Dauerkrise”

Die Börsen haben zuletzt mal wieder diverse Unsicherheiten verarbeitet. Der Dax schwankte alleine in diesem Jahr um 3.000 Punkte. Was sollten Anleger jetzt beachten? „3.000 Punkte in einem Quartal sind auch nicht normal. Ende Februar war das Hoch bei knapp 25.300 Punkten, Ende März das Tief bei 22.300 Punkten. Der Iran-Krieg hat für enorme Verwerfungen gesorgt. Anleger sollten da antizyklisch denken und das als Chance sehen”, so Manuel Koch. Der Inside Wirtschaft-Chefredakteur weiter: „Auf jeden Fall weiter in die Aktien-Anlagen investieren. Auch Gold gehört in jedes Depot rein. Beim Bitcoin sehe ich mehr Chancen als Risiken.” Alle Details im Video von der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Cornelia Schleime im Salon Schinkelplatz: „Unabhängig vom Staat, von Männern und vom Kunstbetrieb”

Cornelia Schleime (72) ist Malerin, Filmemacherin, Autorin – und, wenn man so will, auch Überlebenskünstlerin. Sie ist 1984 aus der DDR mit ihrem kleinen Sohn Moritz an der Hand ausgereist, hat ihr gesamtes Frühwerk von 100 Arbeiten verloren und ist sich bei der Neufindung immer treu geblieben. Eine Frau, die sich nie hat kleinmachen lassen — nicht vom DDR-Staat, nicht von Männern und auch nicht vom Kunstbetrieb.

Im Salon Schinkelplatz spricht Gastgeber Manuel Koch über ihre Zeit in der DDR. Gleich zu Beginn wird deutlich, wie hart die Jahre vor der Ausreise waren: „Ich hatte ja gar keine Berufsmöglichkeit mehr. Also ich hatte Ausstellungsverbot, dann gründeten wir die Punkband, dann hatten wir Auftrittsverbot.“ Auch ihre innere Haltung wird klar: „Sozialistischer Realismus hat mich nicht interessiert. Mich hat Poesie interessiert.“ Sehr offen spricht Schleime auch über das Lebensgefühl jener Zeit und über Sexualität: „Sexualität hat ja auch eine große Rolle in der DDR gespielt, weil ja sonst nichts weiter passierte.“ Und über die Frauen im Osten heißt es selbstbewusst: „Die Frau in der DDR, die hat sich sowieso alles genommen, was sie wollte.“

Auch über ihre heutige Situation spricht Schleime sehr offen. Auf die Frage nach ihrer Rente antwortet sie knapp: „Ich bekomme 380 Euro Rente.“ Gleichzeitig macht sie deutlich, dass sie heute künstlerisch breiter aufgestellt ist: „Ein eingeschränkter Blick auf meine Person war über die Jahre entstanden, den hat man jetzt wieder geöffnet, auch dank der Galerie Judin.“ Besonders eindrucksvoll wird es zum Schluss bei der Frage, ob Kunst unsterblich macht. Schleime antwortet darauf mit Blick auf das große Ganze: „Was hab ich denn davon? Da bin ich im schwarzen Loch.“ Sie schaut lieber auf die Welt: „Was ich manchmal gedacht habe, ist: ‚Oh Gott, was ist, wenn der Louvre – wenn da mal eine Bombe reinfällt?‘ Dann wäre alles viel schlimmer.“

Der gesamte Talk von Salon-Gastgeber Manuel Koch und mehr Infos zum Salon Schinkelplatz auf https://www.salon-schinkelplatz.de

Scroll to top