Rezession

Oliver Roth (Oddo BHF): “Momentan vorsichtig mit dem Geldanlegen sein – sind im Bärenmarkt”

“Im Moment sollte man mit dem Geldanlegen sehr vorsichtig sein. Wir sind in einem Bärenmarkt und werden tendenziell fallende Märkte sehen. Ich gehe fest davon aus, dass die 14.000 Punkte beim Dax nicht halten werden. Jetzt nicht zu stark investiert sein, ein Stück abbauen und dann in einer Korrektur einsteigen”, sagt Oliver Roth. Zur Zinsanhebung der US-Notenbank Fed um 0,5 Prozentpunkte am Mittwoch meint der Kapitalmarktstratege von Oddo BHF Corporates & Markets: “Die US-Notenbank hat deutlich vor der EZB den Kurswechsel vollzogen. Und wir haben noch einiges an Luft bei den Zinserhöhungen.” Alle Details, Chancen und Risiken im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse.

Robert Halver (Baader Bank): “Rez-flation ist auch ein Szenario – die Börse schaut positiv in die Zukunft”

Ungewisse Hoffnungen auf eine Entspannung im Ukraine-Krieg, Ängste um die Gasversorgung, eine hohe Inflation (7,3% im März) und eine deutlich nach unten korrigierte Wachstumsprognose für dieses Jahr (nur noch 1,8%) – die Unsicherheiten sind groß. Steckt zu viel Optimismus in den Kursen? “Ich glaube sogar, dass die 1,8% noch einmal ein Stück nach unten revidiert werden. Es ist durchaus möglich, dass wir vorübergehend in die Rezession gehen. Wir reden viel von Stagflation, aber in den Lehrbüchern gibt es gar nicht das Wort Rez-flation. Also Rezession mit Inflation. Das ist auch ein Szenario. Das hat die Börse einigermaßen geschluckt – denn wir gucken in die Zukunft”, sagt Robert Halver. Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch.

Max Wienke (XTB): “Wir sehen Signale einer Rezession”

Rezession? Stagflation? Die Wirtschaftsweisen erwarten für dieses Jahr wegen des Ukraine-Krieges nur noch ein Wachstum von 1,8 Prozent. Ursprünglich hatten sie nach Corona 4,6 Prozent erwartet. Ist das realistisch? “Die starke Anpassung nach unten ist gerechtfertigt. Die Zentralbanken haben auch mit dem hohen Inflationsdruck zu kämpfen. Außerdem gerät die Corona-Situation in China außer Kontrolle. Und am Anleihemark sehen wir ein Signal, das eine Rezession ankündigen könnte”, sagt Max Wienke. “Für die Öl- und Goldpreise bleiben die langfristigen Aufwärtstrends in Takt. Beim Euro/ Dollar sind wir bullisch unterwegs”, so der Marktanalyst. Alle Details im XTB Market Talk mit Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch und auf https://www.xtb.com

Inside MarketsX: Börsen vor neuem Crash? Unternehmen vor Pleiten? Empfehlungen: Amazon, Commerzbank

Nachdem die US-Notenbank weitere Billionen-Hilfsmaßnahmen beschlossen hatte, tendierte der Dax am Donnerstag vor Ostern fester über der Marke von 10.000 Punkten. Experten warnen aber vor dem nächsten Crash. Den deutschen Unternehmen droht unterdessen eine Pleitewelle, so Volker Treier vom DIHK. Und was ist eigentlich mit unseren Dividenden, wenn keine Hauptversammlungen mehr zusammenkommen können? Alle Details bei Inside MarketsX mit Manuel Koch. In der Sendung gibt es zudem wieder zwei Top-Empfehlungen der trading-house Börsenakademie: Amazon und Commerzbank. Mehr Infos auf www.trading-house.de

DIW-Präsident Marcel Fratzscher: “Hyperinflation und Staatsverschuldung sind geringste Sorgen”

Die Wirtschafftsweisen haben in einem Sondergutachten die wirtschaftliche Lage angesichts der Corona-Pandemie für Deutschland analysiert. Sie entwickelten die drei Risikoszenarien V, U und L. Im schlimmsten Fall würde demnach das BIP um 5,4 Prozent im Jahr 2020 zurückgehen. DIW-Präsident Marcel Fratzscher beurteilt die Lage bei Inside Wirtschaft kritischer: “Das sind recht optimistische Prognosen des Sachverständigenrats. Für die Prognosen gibt es eigentlich die Wirtschaftsforschungsinstitute, die da viel mehr Expertise haben und die natürlich auch andere Zahlen produzieren.” Staaten und Notenbanken stellen jetzt Milliarden als Hilfsmaßnahmen zur Verfügung. Führen die enormen Staatsschulden am Ende zu einer Hyperinflation? “Wir sollten uns keine Sorge um Inflation machen. Die ungleich größere Sorge heißt Deflation. Fallende Preise, eine anhaltende Depression”, so der DIW-Präsident. Mit Blick auf die Reaktion der EU-Staaten und auch zukünftige Exporte sagt Fratzscher bei Chefredakteur Manuel Koch: “Die Antwort auf die Krise ist in fast allen Fällen national. Das ist in der Tat eine Tragödie. Dass wir in solch schwierigen Zeiten wieder in unsere alten Denkmuster national, in Deutschland sogar regional oder lokal verfallen. Das ist absolut schädlich. Unsere Wirtschaft lebt von offenen Grenzen. Deshalb muss es auch in unserem Interesse sein, Italien oder Spanien zu helfen.”

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