Robert Halver

Robert Halver (Baader Bank): „Die US-Notenbank bleibt unabhängig“

Die Märkte weltweit schauen gerade auf die US-Notenbank Fed. Die hat am Mittwochabend eine Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte verkündet. Der Leitzins steigt damit auf 3,75 bis 4 Prozent. Was bedeutet das für die Börse und Anleger? Wie entwickeln sich die Anleihenrenditen und was können Anleger angesichts hoher Energiepreise und der Inflation tun? „Die US-Notenbank bleibt unabhängig“, erklärt Robert Halver von der Baader Bank. Zur Wirkung der Zinserhöhung auf die Aktienmärkte sagt er: „Keine große Angst vor einer Notenbank, die sozusagen die Vampirzähne ausfährt und den Aktien das Leben schwer macht.“ Halver spricht außerdem über Anleihen, mögliche Steuersenkungen und Chancen bei Qualitätsaktien: „Der Aktienmarkt bleibt attraktiv.“ Alle Details gibt es im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Deutschland braucht starke Banken – sonst sind wir fremdbestimmt“

Die mögliche Übernahme der Commerzbank durch UniCredit sorgt weiter für Streit. Für Robert Halver geht es dabei um mehr als einen Bankendeal: „Das ist eine Frage der finanziellen Souveränität.“ Der Kapitalmarktanalyst der Baader Bank kritisiert vor allem die deutsche Politik: „Die letzte große Reform in Deutschland war unter Schröder.“ Gleichzeitig hätten die deutschen Banken ihre Hausaufgaben gemacht und seien heute deutlich stabiler. Doch Deutschland müsse wieder attraktiver für Investoren werden. Denn: „Das Kapital geht dahin, wo die Rendite ist.“ Wenn Unternehmen und Anleger in die USA, nach Asien oder Osteuropa ausweichen, gefährde das langfristig Wachstum und Arbeitsplätze. Seine klare Forderung: Deutschland müsse erst wieder für Investitionen sorgen, „bevor wir verteilen können“. Alle Details gibt es im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Der September ist kein Grund für große Börsenangst“

Der DAX startet schwächer in den September, gleichzeitig steigen Ölpreis und Anleiherenditen. Doch Robert Halver von der Baader Bank hält wenig davon, die Börsenschwäche einfach mit dem September zu erklären: „Das ist ein Ammenmärchen.“ Die eigentlichen Risiken sieht Halver bei Inflation, Ölpreis und vor allem der weltweiten Verschuldung. Seine drastische Einschätzung: „Die Verschuldung galoppiert, pervers galoppiert.“ Auch steigende Zinsen könnten für die Märkte zum Problem werden. Halver erwartet allerdings keinen neuen Crash wie 2008. Anleger sollten stattdessen auf Unternehmen mit „stabilen Cashflows“, starken Bilanzen und guten Zukunftsperspektiven setzen. Auch bei KI und Halbleitern sieht er weiterhin Chancen. Doch wie gefährlich werden steigende Renditen? Was passiert bei fünf Prozent für zehnjährige US-Staatsanleihen? Und bleibt die Börse trotz geopolitischer Risiken und hoher Schulden stabil? Alle Details gibt es im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Vorsprung durch Technik – da müssen wir wieder hinkommen“

Die Krise erreicht jetzt auch die deutschen Premium-Autohersteller. Porsche und BMW reagieren mit massiven Sparprogrammen und tausenden Stellenstreichungen. Was steckt dahinter und welche Folgen hat das für die Branche und für Aktionäre? „Premium kostet eben auch mehr. Gleichzeitig ist das Auto nicht mehr das Statussymbol wie früher und wir konkurrieren mit deutlich günstigeren Produktionsstandorten weltweit. Deshalb müssen die Unternehmen ihre Kosten konsequent in den Griff bekommen“, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Die deutschen Autobauer bauen nach wie vor fantastische Autos. Aber Innovationen müssen wieder stärker in den Mittelpunkt rücken. ‘Vorsprung durch Technik’ war einmal das Markenzeichen der Branche. Genau dort müssen wir wieder hin. Erst wenn sich fundamental etwas verbessert, wird sich das auch nachhaltig in den Aktienkursen widerspiegeln.“ Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Es gibt keine Alternative zur Aktie“

Der DAX hat gerade erst ein neues Rekordhoch erreicht – über der Marke von 26.000 Punkten. Aber wie nachhaltig sind diese Höchststände wirklich und was verraten die aktuellen Quartalszahlen der großen Konzerne wirklich über die Lage der Wirtschaft? „Wir werden Volatilität, also Kursschwankungen sehen, aber keinen Crash. Was muss denn noch passieren, dass die Aktienmärkte mal richtig nach unten durchsausen? Die Argumente dafür gibt es derzeit nicht“, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Es gibt keine Alternative zur Aktie. Was wollen Sie denn machen? Die Unternehmen haben ihre Kostenstrukturen besser im Griff und die Berichtssaison zeigt insgesamt ordentliche Ergebnisse. Selbst wenn die Märkte mal zwei, drei oder fünf Prozent korrigieren, ist das kein Weltuntergang, sondern für viele Anleger eher wieder eine Kaufchance.“ Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader): „Deutschland braucht eine Kernsanierung”

Immer mehr deutsche Unternehmen verlagern Investitionen und Arbeitsplätze ins Ausland. Welche Folgen hat das für den Wirtschaftsstandort Deutschland? „Unser Industrie-Standort ist einfach nicht attraktiv. Ich liebe mein Land, aber es läuft eben nicht. Die Reformen kommen einfach nicht – das bisschen reicht nicht aus. Wir müssten ja Kernsanierung betreiben. Wir werden erst dann lernen, wenn der Karren so im Dreck steckt, dass gar nichts mehr geht. Es will ja keiner umsetzen. Was haben wir in Deutschland? Jeden Tag ein bisschen mehr Sozialismus”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Es gehen immer die Guten. Die nehmen die Ideen mit und werden in allen Ländern freundlich empfangen, weil sie da natürlich für Wirtschaftswachstum sorgen. Hier wird dann immer mehr Mittelmaß. Im Kopf muss sich die Mentalität wieder drehen. Leistung muss sich wieder lohnen. Warum sind die Ränder stärker? Weil nichts gemacht wird!” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader): „Wir sind die Fritten-Bude, Amerika ist das Feinschmecker-Restaurant”

Die Hälfte des Jahres 2026 ist schon wieder rum – und damit auch die Hälfte des Börsenjahres. Wie ist es gelaufen – wer sind die Gewinner und Verlierer? Und was können Anleger jetzt daraus machen? „Aufgrund der Umstände, ist das okay. Wir haben verschiedene Probleme. Wir haben die Energiekrise, Inflationsbeschleunigung, eine konjunkturelle Lethargie – dafür haben wir uns einigermaßen gut geschlagen. Beim Steak würde man sagen, es ist schön durchwachsen. Es ist aber kein Filetsteak. Das haben die Amerikaner, weil die die Zukunft haben. Wir sind die Fritten-Bude in Deutschland, Amerika ist das Feinschmecker-Restaurant. Die Amerikaner wollen die Zukunft gewinnen und ziehen sehr viel Kapital an. Amerika ist der Aktienmarkt Nummer eins und wird es bleiben”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Wir haben gehört, dass der Reformzug jetzt etwas Bewegung aufnimmt. Nur wir brauchen einen ICE, keinen Bummelzug. Und die Autobauer? Die kann man mit der Fußballnationalmannschaft vergleichen: der Lack ist ab. Der Funke will nicht überspringen. Die Vision muss wieder auferstehen.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader): „Wenn die Politik den Weg nicht freimacht, sind Wohlstand und Perspektive weg”

Die deutsche Wirtschaft kommt nicht richtig in Schwung. Gleichzeitig bleibt die Inflation erhöht und die Bundesregierung diskutiert weitreichende Reformen im Sozialstaat. Was bedeutet das für Wachstum, Unternehmen und Arbeitnehmer? „Nullwachstum ist schon schlimm, aber Rezession wäre noch schlimmer, weil damit auch die Volkswirtschaft keine Erträge bietet, um zu investieren. Dann ist der Wohlstand sofort gefährdet”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Wir sehen das an Freisetzungen von Facharbeitern, die lange Jahre gesucht wurden. Wir sind ja schon das Land der Malocher und des Leitungsprinzips gewesen. All das, was uns groß gemacht hat. Aber wenn die Politik den Weg nicht freimacht, dann sind Wohlstand und Perspektive weg. Dann zahlt man irgendwann politische Preise.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Normalsterbliche Anleger kommen beim Börsengang gar nicht an Stücke”

Zwischen Nahost-Sorgen und KI-Hype: Während die US-Börsen auf Rekordhöhen tendieren und der Dow Jones mittlerweile über 50.000 Punkte erreicht hat, wird es für den Dax wohl problematisch, die Marke von 25.000 Punkten zu halten. Wo stehen die Märkte aktuell? „Es ist nicht so schlimm wie bei den früheren Ölkrisen Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre oder auch 1973/74, weil die Märkte heute schon ausgewogener sind. Man muss auch unterscheiden zwischen dem, was medial dramatisch übertrieben wird”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank zu den geplanten Börsengängen von OpenAI oder SpaceX: „Die normalsterblichen Anleger kommen beim Börsengang gar nicht an Stücke. Das Thema ist faszinierend, aber es gibt auch die bösen Zungen. Raumfahrt und KI sind Zukunftsthemen. Man kann ja anschließend entscheiden, ob man einsteigt oder nicht.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Stablecoins – wir sind einsehbar wie die eingeweckten Birnen im Glas”

Die Finanzwelt steht vor einem gewaltigen Umbruch. Digitale Währungen, sogenannte Stablecoins, könnten künftig den internationalen Zahlungsverkehr und sogar die Machtverhältnisse zwischen den USA und Europa verändern. „Stablecoins sind virtuelle Zahlungsmittel, die auf der Blockchain funktionieren. Mit dem Unterschied: Sie haben eine Sicherheit. Damit kann man den Zahlungsverkehr revolutionieren. Warum sollte man dann noch herkömmliche Zahlungssysteme von Banken nutzen?”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Wenn der Zahlungsverkehr sehr stark über den US-Dollar funktioniert, dann verlieren wir auch Einfluss als Währung. Da müssen wir mithalten. Wir sind immer zu langsam und fragen, ob die Sicherheit gewährleistet ist. Wir fangen immer mit der Empörung an, die Chancen stehen wir aber nicht. Ab und zu muss man sich aber auch in den Hintern treten. Wir sind einsehbar wie die eingeweckten Birnen im Glas.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

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