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Jessica Schwarzer: „Aktive ETFs sind gekommen, um zu bleiben”2

ETFs sind passiv und bilden stur einen Index ab? Das war einmal! Längst gibt es auch aktive ETFs. Was dahinter steckt? „Eigentlich kennen wir sie als Index-Verfolger, aber es gibt auch aktiv gemanagte ETFs. Das eine bildet also nur stur den Index ab, beim anderen gibt es eine Strategie, die aktiv von einem Fondsmanagement umgesetzt wird. Das ganze passiert im Mantel eines ETFs – ist also börsentäglich, transparent und kostengünstiger handelbar“, so Jessica Schwarzer. „Aktive ETFs sind gekommen, um zu bleiben! Wir sehen einen starken Trend. Es kommen immer mehr davon auf den Markt. Aber es macht ja auch Sinn, diesen ETF-Mantel zu nutzen. Viele aktive ETFs gibt es aber noch nicht so lange, um ihre Performance fair beurteilen zu können. Die aktiven ETFs sind auf jeden Fall ein bisschen teurer.” Alle Details verrät die Buchautorin und Finanzjournalistin im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Manuel Koch (Inside Wirtschaft): „43 Milliarden Euro blockiert. Wartezeiten von bis zu zehn Jahren”

Der Ausbau erneuerbarer Energien kommt vielerorts langsamer voran als geplant. Ein wichtiger Grund sind Engpässe bei den Stromnetzen. Dadurch liegen Milliarden-Investitionen auf Eis. „Das ist der Flaschenhals der Energiewende. Es werden zwar immer Windparks, Solaranlagen und Batteriespeicher gebaut, aber vielerorts fehlt es an der Netzkapazität. Deswegen können ganz viele Projekte nicht durchgeführt werden und es werden 43 Milliarden Euro blockiert”, sagt Manuel Koch. Der Chefredakteur von Inside Wirtschaft weiter: „Diese Probleme sind seit Jahren bekannt. Der Ausbau und die Genehmigungsverfahren dauern sehr lange und es gibt über 850 Betreiber in Deutschland. Es gibt also zu viele Akteure, die das alles verlangsamen. Unternehmen berichten von Wartezeiten von bis zu zehn Jahren.” Alle Details im Interview von Buchautorin & Finanzjournalistin Jessica Schwarzer an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Stephan Frucht im Salon Schinkelplatz: „Berlin ohne Kultur ist wie Kuwait ohne Öl“

Prof. Dr. Stephan Frucht ist Dirigent, Musiker, Kulturmanager und Leiter des Siemens Arts Program. Er bewegt sich ebenso selbstverständlich in Konzertsälen wie in Vorstandsetagen und gilt als einer der wichtigsten Brückenbauer zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur in Deutschland. Im Salon Schinkelplatz spricht Gastgeber Manuel Koch mit ihm über die Frage: Wie viel Kultur können und müssen wir uns leisten? Frucht macht dabei früh deutlich: „Welche Gesellschaft können wir uns denn vorstellen ohne Kunst und Kultur?“ Für ihn geht es nicht nur um Budgets und Subventionen, sondern um die geistigen Grundlagen einer offenen Gesellschaft.

Dabei verteidigt er die kulturelle Vielfalt Deutschlands: „Die Frage ist nicht, ob wir uns Kultur leisten können, sondern ob wir sie wollen.“ Besonders deutlich wird er mit Blick auf Berlin: „Berlin ohne Kultur ist wie Kuwait ohne Öl.“ Kultur sei neben Wissenschaft unsere wichtigste Ressource.

Auch über Bildung und Nachwuchsförderung spricht Frucht ausführlich. Er ist überzeugt: „Das Beste, was man tun kann, ist, Kindern einen Zugang zu ästhetischer Bildung zu verschaffen.“ Musik und Kunst würden Menschen prägen, Disziplin fördern und neue Perspektiven eröffnen. Deshalb fragt er bei Bewerbungen sogar nach der Kindheit: „Warum haben die Leute die ersten zwanzig Jahre ihres Lebens verschwiegen?“

Besonders eindringlich wird das Gespräch beim Blick auf die Situation vieler Künstler. Das durchschnittliche Jahreseinkommen liege laut Studien bei nur rund 12.000 Euro. Gleichzeitig fordert Frucht mehr Eigeninitiative: „Künstler sind Unternehmer. Man muss sich um alles kümmern – auch um die eigene Marke.“

Auch die Rolle von Künstlicher Intelligenz, privater Kulturförderung und die Verantwortung großer Unternehmen werden diskutiert. Frucht sieht Kultur nicht als Luxus, sondern als Investition in Kreativität und gesellschaftlichen Zusammenhalt: „Wenn man Kunst und Kultur kappt, kappt man auch die kreative Ader, die eine Gesellschaft am Leben erhält.“

Der gesamte Talk von Salon-Gastgeber Manuel Koch und mehr Infos zum Salon Schinkelplatz auf https://www.salon-schinkelplatz.de

Wir danken dem Siemens Arts Program: https://www.siemens.com/de-de/company/about/partnerships/arts-program/

Echte Werte: Der Salon Schinkelplatz wird unterstützt von https://www.proaurum.de

Manuel Koch wurde eingekleidet von https://brummer-berlin.de

Patrick Antoniou (ICF Bank): „SpaceX, OpenAI und Anthropic sind kein One-Hit–Wonder”

Ein Stück Börsengeschichte: der Börsengang von SpaceX am 12. Juni an der Nasdaq. Auch im Anschluss ist die Aktie schnell von den 135 Dollar bei der Ausgabe auf über 200 Dollar gestiegen. Ein voller Erfolg oder gibt es da doch einige Haken – denn noch macht das Unternehmen Milliarden-Verluste? „Der IPO an sich ein großer Erfolg. Da wurden 75 Milliarden Dollar eingesammelt. Mit einem sehr kleinen Anteil der Aktien. Das heißt wir haben aber auch eine unheimlich hohe Bewertung des Unternehmens an sich. Das hat dann auch Elon Musk zum wirklich reichsten Mann der Welt gemacht – die Maßstäbe kann man sich gar nicht mehr vorstellen”, sagt Patrick Antoniou. Der Börsenhändler von der ICF Bank weiter: „Die, die zum IPO einsteigen konnten, sind ganz klar auf der Gewinnerseite gewesen. Wir als Händler sind auch gespannt, wo sich das ganze über Wochen jetzt hin entwickeln wird. Die Frage ist, wie viele Anleger jetzt mit Perspektive in der Aktie bleiben. Wir haben hier aber ein Unternehmen mit einer Bewertung von zwei bis drei Billionen und auf der anderen Seite Milliardenverluste. Es wird auch spannend, wenn Anthropic und OpenAi an die Börse gehen – dann haben wir eine Trilogie. Das werden Werte, die auch maßgebend den Index beeinflussen werden.” Welche Strategien sollten Anleger jetzt verfolgen? Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch von der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader): „Wenn die Politik den Weg nicht freimacht, sind Wohlstand und Perspektive weg”

Die deutsche Wirtschaft kommt nicht richtig in Schwung. Gleichzeitig bleibt die Inflation erhöht und die Bundesregierung diskutiert weitreichende Reformen im Sozialstaat. Was bedeutet das für Wachstum, Unternehmen und Arbeitnehmer? „Nullwachstum ist schon schlimm, aber Rezession wäre noch schlimmer, weil damit auch die Volkswirtschaft keine Erträge bietet, um zu investieren. Dann ist der Wohlstand sofort gefährdet”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Wir sehen das an Freisetzungen von Facharbeitern, die lange Jahre gesucht wurden. Wir sind ja schon das Land der Malocher und des Leitungsprinzips gewesen. All das, was uns groß gemacht hat. Aber wenn die Politik den Weg nicht freimacht, dann sind Wohlstand und Perspektive weg. Dann zahlt man irgendwann politische Preise.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Michael Blumenroth im Rohstoff-Talk: „Geld ging von Gold in Tech & sollte bald wieder in Gold gehen”

Kommt ein stabiler Frieden im Nahen Osten? Fast 40 Mal hatte US-Präsident Trump zuvor angekündigt, dass man kurz vor einer Lösung stehe. Jetzt am Montag gab es einen scheinbaren Deal. Auch die Rohstoffmärkte reagierten: Der Ölpreis sank deutlich und der Goldpreis stieg. Wird jetzt mit einem dauerhaften Frieden alles gut? „Es ist tendenziell noch ein bisschen zu früh, die Freuden-Fanfare zu blasen. Es gibt Ankündigungen, aber noch keine Beweise auf dem Tisch. Das wichtigste wäre jetzt, dass keine Raketen mehr hin- und herfliegen. Das zweiwichtigste, dass die Straße von Hormus geöffnet wird. Bei den Punkten, die bis jetzt an die Öffentlichkeit gedrungen sind, gibt es Fallstricke. Beide Seiten haben aber an einer Deeskalation Interesse”, erklärt Michael Blumenroth im Rohstoff-Talk. Der Rohstoffanalyst der Deutschen Bank weiter: „Brent-Öl ist tatsächlich auf dem niedrigsten Niveau seit Anfang April. Wenn man sich die Preise für die nächsten Monate anschaut, sind die aber auch nur in homöopathischen Dosen geringer. Also die Märkte rechnen jetzt nicht unbedingt damit, dass der Ölpreis Richtung 70 Dollar je Barrel fällt. Zudem wird zum 1. Juli in Deutschland der Tankrabatt auslaufen. Das heißt es müssten 17 Cent dazu kommen. Aber die Höchstpreise bei 2,25 Euro für Super sollten wir nicht mehr sehen. Vielleicht zwei Euro pro Liter. Und zu Gold: Da ist viel Geld aus Gold in Tech-Aktien aus den USA geflossen. Das ist ein Trend, der sich mittelfristig umkehren sollte. Der Goldpreis sollte jetzt wieder nach oben schauen.” Alle Details gibt es im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://www.xetra-gold.com

Das Interview wurde am 16.6.2026 geführt.

BörsenXperts: Was ist ein Börsencrash? Und was nicht?

Sobald die Börsen mal stärker fallen, ist ein Begriff schnell zu hören: Börsencrash! Aber was ist eigentlich ein Börsencrash? Und was nicht? Henning Hünerbein erklärt euch alle Details. Mehr Börsenwissen für Einsteiger und Fortgeschrittene, weitere Videos und Podcasts findet ihr nur einen Klick entfernt auf unserer Webseite: https://boersenplatz.berlin. Wenn du kein Video mehr verpassen willst, abonniere unbedingt den YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/@BörsenXperts/. Dort findest du alle Videos nach Staffeln gebündelt.

Jessica Schwarzer: „Das Altersvorsorgedepot mit ETFs wird einen echten Rendite-Turbo zünden”

Die Deutschen sind kein Volk von Aktionären. Das könnte sich aber vielleicht bald ändern: Das Altersvorsorgedepot kommt zum 1.1.2027! Was dahinter steckt, für wen es sich lohnt und für wen nicht? „Endlich Aktien für die Altersvorsorge und dann auch noch staatlich gefördert. Jetzt kommt ein richtiges Altersvorsorgedepot mit ETFs – das wird echt einen Rendite-Turbo zünden“, so Jessica Schwarzer. „Es ist ein separates Depot, das ich bei meiner Bank oder meinem Broker eröffnen kann. Die sind gerade alle in den Startlöchern und arbeiten an Produkten. Es wird ein Basis-Modell und noch andere Modelle geben. Ich kann da bis zu 1.800 Euro im Jahr einzahlen, die dann mit etwa 540 Euro gefördert werden. Wenn ich ein Kind habe, kommen noch einmal 300 Euro pro Jahr dazu. Das lohnt sich richtig. Da werden vernünftige Renten bei rauskommen. Ich komme aber erst an das Geld, wenn ich ein gewisses Alter erreicht habe. Mitmachen dürfen alle – auch Freiberufler und Selbständige.” Kritik gibt es aber an den Kosten! Alle Details verrät die Buchautorin und Finanzjournalistin im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Manuel Koch (Inside Wirtschaft): „SpaceX-Börsengang ist bereits jetzt ein Stück Börsengeschichte”

SpaceX ist am Freitag in New York an die Börse gegangen – und der Start an der Nasdaq hätte kaum spektakulärer laufen können. Das Unternehmen wurde auf einen Schlag über zwei Billionen Dollar wert. „Die Aktie war zu einem Kurs von 135 Dollar ausgegeben worden. Den ersten Handelstag schloss die Aktie dann am Freitag mit einem Plus von 19 Prozent bei rund 161 Dollar ab. Zwischenzeitlich lag sie sogar bei 176 Dollar”, sagt Manuel Koch. Der Chefredakteur von Inside Wirtschaft weiter: „Der größte Gewinner? Elon Musk. Durch seinen Anteil von rund 40 Prozent an SpaceX ist sein Vermögen weiter explodiert. Damit wird er zum ersten Menschen mit einem Vermögen von mehr als einer Billion Dollar – zumindest auf dem Papier. Der Börsengang brachte SpaceX außerdem 75 Milliarden Dollar ein. Fest steht: Der SpaceX-Börsengang ist bereits jetzt ein Stück Börsengeschichte.” Alle Details im Video von der New York Stock Exchange und auf https://inside-wirtschaft.de

Peter Tuchman (Einstein of Wall Street): “Technologies caused the real change”

Peter Tuchman has spent more than 41 years on the floor of the New York Stock Exchange. Today, the Einstein of Wall Street is a true Wall Street star, with 1.2 million followers on Instagram. But what has changed? “Technology caused the real change. There used to be 7,000 people on the floor. Once we got the first computer, there was no longer a need for so many people. But we are still the last human-based marketplace,” says Peter Tuchman. All details about the stock market rollercoaster in the interview with Inside Wirtschaft’s Manuel Koch from the New York Stock Exchange on Wall Street and on https://inside-wirtschaft.de

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