*Nachrichten

Alexander Köhne (pro aurum): „Deutsche Goldreserven verkaufen? Nur bei extremen Krisen”

Gold und Silber: Welche Faktoren spielen bei den Edelmetallen aktuell eine Rolle? Wer kauft Gold und was passiert bei den Zentralbanken? „Zu Beginn des Iran-Kriegs ist der Goldpreis erst einmal gefallen. Das widerspricht sich vielleicht. In solchen Tagen fallen aber meist alle Assets. Ein großer Teil des Rücksetzers wurde aber wieder aufgeholt. Mittel- und langfristig ist Gold aber die Risikowährung der Welt. 43 Prozent der Zentralbanken planen in den nächsten drei bis fünf Jahren Zukäufe. Die agieren strategisch. Die nutzen Rückgänge wie jetzt gerade oder kaufen sukzessive unabhängig vom Marktrauschen. Man sieht weiterhin viele Zentralbanken auf der Käuferseite. Es gab aber auch zwei große Zentralbanken, die verkauft haben. Das waren Russland und türkische Zentralbank. Das hat aber sehr spezifische Gründe in den Ländern zur Stützung der eigenen Währung”, sagt Alexander Köhne. Ökonom Marcel Fratzscher hat unterdessen zur Bewältigung der Krise zum Verkauf der Goldreserven geraten. Was ist davon zu halten? „Ich bin da immer wieder über solche Vorschläge überrascht. Das ist ja auch ein juristisches Problem. Das Gold dient zur Absicherung extremer Krisen. Und ich glaube die haben wir nicht. Und man würde damit auch den Euro schwächen und Vertrauen untergraben. Die Frage ist zudem, ob wir das Geld für etwas Vernünftiges ausgeben würden? Vermutlich nicht!”, sagt der Vertriebsleiter vom Edelmetallhändler pro aurum. Alle Details – auch über Silber – im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch von der Frankfurter Börse und auf https://www.proaurum.de

Robert Halver (Baader Bank): „In Deutschland gibt es für jede Lösung ein Problem”

Der Dax hat in dieser Woche Anlauf auf die alten Höchststände von Jahresbeginn genommen. Ist jetzt alles wieder gut? Ist die Marke von 25.000 Punkten wieder erreichbar? „Ja, das ist sie, obwohl wir in Berlin nicht unbedingt optimal regiert werden. Reformen finden nicht statt. Der Drang immer mehr Staatswirtschaft zu riskieren, führt zu Wohlstandsverlusten. Unsere Unternehmen suchen ihr Heil im Ausland. Wo man begriffen hat, dass Wirtschaftsfreundlichkeit keine Krankheit ist. Natürlich hofft man auch, dass der Iran-Krieg abebbt. Man will nur gesichtswahrend eine Lösung finden. Ukraine-Krieg findet de facto nicht mehr als Thema statt”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „In Deutschland gibt es für jede Lösung ein Problem. Man sollte aber immer sagen, dass das Glas halb voll und nicht halb leer ist. Wir müssen hier amerikanischer denken. Und die Untergangsmedien nicht konsumieren.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

BörsenXperts: Wer überwacht die Märkte – und wie viel Macht haben diese Behörden wirklich?

In der letzten Folge haben wir darüber gesprochen, warum es Regeln an der Börse überhaupt braucht. Heute schauen wir uns an, wer eigentlich dafür sorgt, dass diese Regeln auch eingehalten werden. Denn ohne Kontrolle wären selbst die besten Regeln am Ende wirkungslos. Die zentrale Frage ist dabei: Wer kontrolliert eigentlich die Börse – und wie viel Macht haben diese Behörden wirklich? Henning Hünerbein von den BörsenXperts erklärt euch alle Details. Mehr Infos, Videos und den Podcast findet ihr auch auf der Webseite: https://boersenplatz.berlin, YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/@BörsenXperts/

Jessica Schwarzer: „Es gibt keine sicheren Häfen”

Das Börsenjahr 2026 ist nichts für schwache Nerven. Anleger wünschen sich mehr Sicherheit und steuern vermeintlich sichere Häfen an. Aber gibt es wirklich sichere Häfen? „Es ist immer dieser Trugschluss, dass manche Anlageklassen immer funktionieren und immer als sicherer Hafen. Das gibt es nicht! Wenn ich Bundesanleihen oder US-Anleihen kaufe und halte, kann ich davon ausgehen, dass ich mein Geld bekomme. Aber auch die schwanken, wenn ich sie zum Beispiel früher verkaufe. Es gab Zeiten, da sind auch Anleihen unter die Räder gekommen. Der sichere Hafen Fest- oder Tagesgeld funktioniert auch nur bedingt, vor allem mit Blick auf Vermögensaufbau. Auch die Witwen- und Waisenpapiere sind nicht immer sicher. Teilweise sichere Dividendenzahler, aber auch sie schwanken. Da passiert oft auch eine Branchenrotation“, so Jessica Schwarzer. „Gold ist auch kein sicherer Hafen. Ganz häufig, wenn es an der Börse zur Sache geht, fällt der Goldpreis erst einmal, weil dann viele Liquidität brauchen. Dann erwischt es auch Gold. Lösung: Risikostreuung und dann der Strategie treu bleiben.” Alle Details verrät die Buchautorin und Finanzjournalistin im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Roger Peeters (pfp Advisory): „Der Deutsche ist per se vorsichtig. Die Sparquote ist hoch”

Die Inflation bleibt ein zentrales Thema für Sparer und Anleger. Viele fragen sich, wie sie ihr Geld in unsicheren Zeiten sinnvoll schützen können. „Der Deutsche ist per se vorsichtig. Die Sparquote ist hier traditionell eher höher bei etwa zehn Prozent. Die Unsicherheit ist da. Die Leute sind unsicher und konsumieren weniger”, sagt der Fondsberater Roger Peeters (pfp Advisory). Wo könnte man sein Geld dann sinnvoll parken oder investieren? Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Marc Friedrich: „Jahrelanger Bullenmarkt: Es wird lebensverändernde Profite erzeugen”

„Man merkt, dass wir im Rohstoff-Super-Zyklus sind. Ein ganz trendiges Thema. Auch bei den Minenaktien. Denn auch die Künstliche Intelligenz braucht Energie. Es wird ein jahrelanger Bullenmarkt sein. Wir sind erst am Anfang und reden von fünf Jahren plus X. Unter anderem Gold und Silber, aber ich finde auch Lithium, Kupfer, Uran, Öl und Gas spannend. Aber nur ein Prozent der institutionellen Anleger sind erst in Rohstoffe investiert. Wenn die mal den Zahn der Zeit erkennen, werden die massiv reingehen. Es wird lebensverändernde Profite erzeugen”, sagt Marc Friedrich. Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch vom Finanzevent Invest aus Stuttgart und auf https://inside-wirtschaft.de

Manuel Koch (Inside Wirtschaft): „Andere sind auf der Überholspur und wir tuckern mit 50″

Das Konzept für eine große Steuerreform nimmt Formen an: Der Spitzensteuersatz soll später greifen, der Soli könnte wegfallen und die Reichensteuer steigen. Ist das der richtige Weg? „Wir sind jetzt bei einem Spitzensteuersatz von 42 Prozent und der greift bei 70.000 Euro Jahresgehalt. Da sind die Überlegungen, dass er erst später bei 85.000 Euro greifen könnte. Die Inflation und Gehälter sind gestiegen, aber man kann sich davon nichts mehr leisten. Also das ist gut. Aber wenn man hört, dass die SPD den Spitzensteuersatz gerne von 42 auf 47 Prozent steigen lassen möchte, platzt mir die Hutschnur. Das ist an der Realität der Menschen vorbei und das ist bei der SPD noch nicht angekommen. Beim Soli gibt es Überlegungen, den endlich mal ganz abzuschaffen. Das wird auch Zeit. Denn der wurde mal 1991 für die Deutsche Einheit eingeführt”, sagt Manuel Koch. Der Chefredakteur von Inside Wirtschaft weiter: „Wer mehr als 277.000 Euro verdient, zahlt aktuell den Reichensteuersatz, der bei 45 Prozent liegt. Jetzt gibt es Überlegungen diesen Satz auf 47,5 Prozent zu erhöhen, der dan eventuell auch schon bei 210.000 Euro greifen könnte. Immer nur rumdoktern ist nicht der große Wurf.” Alle Details im Interview von Buchautorin & Finanzjournalistin Jessica Schwarzer an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Rohstoff-Talk mit Michael Blumenroth: „Es unterstreicht nicht den Ruf der Berechenbarkeit”

Alle reden über Rohstoffe, seltene Erden oder Edelmetalle. Messen wie die Invest in Stuttgart waren gerade voll mit Anbietern aus diesem Bereich. Ist das ganze nur ein Hype oder vielleicht doch ein Rohstoff-Super-Zyklus? „Eigentlich war es bei den Besuchen der letzten Jahre immer so gewesen, dass meistens sich dann Gold-Minenanbeiter oder rohstoffaffine Firmen auf der Invest-Messe gezeigt haben. Ist ja auch ein Schaufenster. Ob das jetzt ein Hype ist, glaub ich nicht. Rohstoffe beschäftigen momentan einfach auch viele. Dieser Super-Zyklus wird alle paar Jahre mal ausgerufen. Es spricht vieles dafür, dass sehr viele Rohstoffe tatsächlich noch Potenzial nach oben haben. Die Energiewende braucht Rohstoffe, Datenzentren brauchen sie für künstliche Intelligenz, für die Verteidigung oder Infrastruktur. Also alles Themen, die dafür sprechen, dass viele Rohstoffe in Zukunft nachgefragt werden”, sagt Michael Blumenroth im Rohstoff-Talk. Das Bundesfinanzministerium hat die Umsatzsteuerbefreiung für Privatanleger bei Rohstoffen im Zollfreilager praktisch abgeschafft. Was bedeutet das für Anleger? „Das könnte ein Nachteil werden. In diesen Zollfreilagern waren zum Beispiel Metalle wie Silber, Platin oder Palladium von der Umsatzsteuer befreit. Es kam jetzt sehr unerwartet, dass diese zollfreien Lager nicht mehr umsatzsteuerbefreit sind. Es unterstreicht nicht unbedingt den Ruf der Berechenbarkeit von Gesetzen und Verordnungen”, so der Experte der Deutschen Bank bei Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch im Interview. Alle Infos – auch zu Gold und Öl aktuell – im Interview und auf https://www.xetra-gold.com

Roger Peeters (pfp Advisory): „Strategie an Tagesereignissen ausrichten, heißt durchdrehen”

Krieg oder Frieden – Märkte im Plus, Märkte im Minus. Schnelle Richtungswechsel. Welche Themen bewegen gerade die Märkte und was heißt das für Anleger? „Es ist das Thema für die kurzfristigen Trends. Was passiert gerade in Nahost und was postet der amerikanische Präsident gerade auf seinem Social Media-Account. Die langfristigen Trends sind gar nicht so davon abhängig. Beim Ölpreis haben wir tägliche Schwankungen, die von der Nachrichtenlage beeinflusst sind. Seit dem Kriegsausbruch haben wir ein strukturell höheres Niveau. Das merken wir beim Tanken und das merken auch Anleger. Hätte man seine Strategie die letzten Wochen immer an den Tagesereignissen ausgerichtet, wäre man eher durchgedreht als weitergekommnen”, sagt der Fondsberater Roger Peeters (pfp Advisory). Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Rolf B. Pieper (TRI Concept): „Alle rechnen mit dem neuen Super-Zyklus bei den Rohstoffen”

„Ich habe den Eindruck, dass immer Menschen erkennen, wie sehr Wohlstand, Finanzen und Zukunftsfähigkeit in Gefahr sind. Nicht nur, dass viel über das Versagen der Politik gesprochen wird, sondern auch darüber, dass man ein Konzept braucht. Nur Daytrading kann es nicht sein”, sagt Rolf B. Pieper über die aktuelle Situation. Der CEO der TRI Concept AG schaut auf Sachwert-Konzepte, in die Edelmetalle und Metalle gehören: „Alle rechnen mit dem neuen Super-Zyklus bei den Rohstoffen. Nicht umsonst haben wir auch neue Metalle mit reingenommen. Aber: Die Politik ist in der Umsetzung: Einlagerung in einem deutschen Zollfreilager wird steuerpflichtig. Der Vorteil von 19 Prozent ist also weg. Wir bevorzugen zurzeit die Schweiz. In Liechtenstein greift immer mehr Regulatorik.” Alle Infos im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch vom Finanzevent Invest in Stuttgart und auf http://rolf-pieper.com

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