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Jessica Schwarzer: „Es gibt keine sicheren Häfen”

Das Börsenjahr 2026 ist nichts für schwache Nerven. Anleger wünschen sich mehr Sicherheit und steuern vermeintlich sichere Häfen an. Aber gibt es wirklich sichere Häfen? „Es ist immer dieser Trugschluss, dass manche Anlageklassen immer funktionieren und immer als sicherer Hafen. Das gibt es nicht! Wenn ich Bundesanleihen oder US-Anleihen kaufe und halte, kann ich davon ausgehen, dass ich mein Geld bekomme. Aber auch die schwanken, wenn ich sie zum Beispiel früher verkaufe. Es gab Zeiten, da sind auch Anleihen unter die Räder gekommen. Der sichere Hafen Fest- oder Tagesgeld funktioniert auch nur bedingt, vor allem mit Blick auf Vermögensaufbau. Auch die Witwen- und Waisenpapiere sind nicht immer sicher. Teilweise sichere Dividendenzahler, aber auch sie schwanken. Da passiert oft auch eine Branchenrotation“, so Jessica Schwarzer. „Gold ist auch kein sicherer Hafen. Ganz häufig, wenn es an der Börse zur Sache geht, fällt der Goldpreis erst einmal, weil dann viele Liquidität brauchen. Dann erwischt es auch Gold. Lösung: Risikostreuung und dann der Strategie treu bleiben.” Alle Details verrät die Buchautorin und Finanzjournalistin im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Roger Peeters (pfp Advisory): „Der Deutsche ist per se vorsichtig. Die Sparquote ist hoch”

Die Inflation bleibt ein zentrales Thema für Sparer und Anleger. Viele fragen sich, wie sie ihr Geld in unsicheren Zeiten sinnvoll schützen können. „Der Deutsche ist per se vorsichtig. Die Sparquote ist hier traditionell eher höher bei etwa zehn Prozent. Die Unsicherheit ist da. Die Leute sind unsicher und konsumieren weniger”, sagt der Fondsberater Roger Peeters (pfp Advisory). Wo könnte man sein Geld dann sinnvoll parken oder investieren? Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Marc Friedrich: „Jahrelanger Bullenmarkt: Es wird lebensverändernde Profite erzeugen”

„Man merkt, dass wir im Rohstoff-Super-Zyklus sind. Ein ganz trendiges Thema. Auch bei den Minenaktien. Denn auch die Künstliche Intelligenz braucht Energie. Es wird ein jahrelanger Bullenmarkt sein. Wir sind erst am Anfang und reden von fünf Jahren plus X. Unter anderem Gold und Silber, aber ich finde auch Lithium, Kupfer, Uran, Öl und Gas spannend. Aber nur ein Prozent der institutionellen Anleger sind erst in Rohstoffe investiert. Wenn die mal den Zahn der Zeit erkennen, werden die massiv reingehen. Es wird lebensverändernde Profite erzeugen”, sagt Marc Friedrich. Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch vom Finanzevent Invest aus Stuttgart und auf https://inside-wirtschaft.de

Manuel Koch (Inside Wirtschaft): „Andere sind auf der Überholspur und wir tuckern mit 50″

Das Konzept für eine große Steuerreform nimmt Formen an: Der Spitzensteuersatz soll später greifen, der Soli könnte wegfallen und die Reichensteuer steigen. Ist das der richtige Weg? „Wir sind jetzt bei einem Spitzensteuersatz von 42 Prozent und der greift bei 70.000 Euro Jahresgehalt. Da sind die Überlegungen, dass er erst später bei 85.000 Euro greifen könnte. Die Inflation und Gehälter sind gestiegen, aber man kann sich davon nichts mehr leisten. Also das ist gut. Aber wenn man hört, dass die SPD den Spitzensteuersatz gerne von 42 auf 47 Prozent steigen lassen möchte, platzt mir die Hutschnur. Das ist an der Realität der Menschen vorbei und das ist bei der SPD noch nicht angekommen. Beim Soli gibt es Überlegungen, den endlich mal ganz abzuschaffen. Das wird auch Zeit. Denn der wurde mal 1991 für die Deutsche Einheit eingeführt”, sagt Manuel Koch. Der Chefredakteur von Inside Wirtschaft weiter: „Wer mehr als 277.000 Euro verdient, zahlt aktuell den Reichensteuersatz, der bei 45 Prozent liegt. Jetzt gibt es Überlegungen diesen Satz auf 47,5 Prozent zu erhöhen, der dan eventuell auch schon bei 210.000 Euro greifen könnte. Immer nur rumdoktern ist nicht der große Wurf.” Alle Details im Interview von Buchautorin & Finanzjournalistin Jessica Schwarzer an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Rohstoff-Talk mit Michael Blumenroth: „Es unterstreicht nicht den Ruf der Berechenbarkeit”

Alle reden über Rohstoffe, seltene Erden oder Edelmetalle. Messen wie die Invest in Stuttgart waren gerade voll mit Anbietern aus diesem Bereich. Ist das ganze nur ein Hype oder vielleicht doch ein Rohstoff-Super-Zyklus? „Eigentlich war es bei den Besuchen der letzten Jahre immer so gewesen, dass meistens sich dann Gold-Minenanbeiter oder rohstoffaffine Firmen auf der Invest-Messe gezeigt haben. Ist ja auch ein Schaufenster. Ob das jetzt ein Hype ist, glaub ich nicht. Rohstoffe beschäftigen momentan einfach auch viele. Dieser Super-Zyklus wird alle paar Jahre mal ausgerufen. Es spricht vieles dafür, dass sehr viele Rohstoffe tatsächlich noch Potenzial nach oben haben. Die Energiewende braucht Rohstoffe, Datenzentren brauchen sie für künstliche Intelligenz, für die Verteidigung oder Infrastruktur. Also alles Themen, die dafür sprechen, dass viele Rohstoffe in Zukunft nachgefragt werden”, sagt Michael Blumenroth im Rohstoff-Talk. Das Bundesfinanzministerium hat die Umsatzsteuerbefreiung für Privatanleger bei Rohstoffen im Zollfreilager praktisch abgeschafft. Was bedeutet das für Anleger? „Das könnte ein Nachteil werden. In diesen Zollfreilagern waren zum Beispiel Metalle wie Silber, Platin oder Palladium von der Umsatzsteuer befreit. Es kam jetzt sehr unerwartet, dass diese zollfreien Lager nicht mehr umsatzsteuerbefreit sind. Es unterstreicht nicht unbedingt den Ruf der Berechenbarkeit von Gesetzen und Verordnungen”, so der Experte der Deutschen Bank bei Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch im Interview. Alle Infos – auch zu Gold und Öl aktuell – im Interview und auf https://www.xetra-gold.com

Roger Peeters (pfp Advisory): „Strategie an Tagesereignissen ausrichten, heißt durchdrehen”

Krieg oder Frieden – Märkte im Plus, Märkte im Minus. Schnelle Richtungswechsel. Welche Themen bewegen gerade die Märkte und was heißt das für Anleger? „Es ist das Thema für die kurzfristigen Trends. Was passiert gerade in Nahost und was postet der amerikanische Präsident gerade auf seinem Social Media-Account. Die langfristigen Trends sind gar nicht so davon abhängig. Beim Ölpreis haben wir tägliche Schwankungen, die von der Nachrichtenlage beeinflusst sind. Seit dem Kriegsausbruch haben wir ein strukturell höheres Niveau. Das merken wir beim Tanken und das merken auch Anleger. Hätte man seine Strategie die letzten Wochen immer an den Tagesereignissen ausgerichtet, wäre man eher durchgedreht als weitergekommnen”, sagt der Fondsberater Roger Peeters (pfp Advisory). Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Rolf B. Pieper (TRI Concept): „Alle rechnen mit dem neuen Super-Zyklus bei den Rohstoffen”

„Ich habe den Eindruck, dass immer Menschen erkennen, wie sehr Wohlstand, Finanzen und Zukunftsfähigkeit in Gefahr sind. Nicht nur, dass viel über das Versagen der Politik gesprochen wird, sondern auch darüber, dass man ein Konzept braucht. Nur Daytrading kann es nicht sein”, sagt Rolf B. Pieper über die aktuelle Situation. Der CEO der TRI Concept AG schaut auf Sachwert-Konzepte, in die Edelmetalle und Metalle gehören: „Alle rechnen mit dem neuen Super-Zyklus bei den Rohstoffen. Nicht umsonst haben wir auch neue Metalle mit reingenommen. Aber: Die Politik ist in der Umsetzung: Einlagerung in einem deutschen Zollfreilager wird steuerpflichtig. Der Vorteil von 19 Prozent ist also weg. Wir bevorzugen zurzeit die Schweiz. In Liechtenstein greift immer mehr Regulatorik.” Alle Infos im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch vom Finanzevent Invest in Stuttgart und auf http://rolf-pieper.com

Alexander Köhne (pro aurum): „Gold bleibt die Versicherung des Vermögens”

Edelmetalle wie Gold und Silber waren eines der gefragtesten Themen auf der Invest in Stuttgart. „Vor ein paar Jahren war das Thema zwar präsent, aber jetzt ist es viel prominenter. Das hängt natürlich auch mit der Kursentwicklung der letzten zwei Jahre zusammen. Die gute Entwicklung im Januar war massiv. Da ist so ein Dämpfer wie zuletzt ok. Jetzt haben wir eine gesunde Basis für die nächsten Jahre und am Ende ist es eh ein langfristiges Investment. Man sollte Gold immer beimischen und nie verkaufen. Es bleibt die Versicherung des Vermögens. Im Idealfall braucht man die Versicherung nie und kann es vererben”, so Alexander Köhne. Der Experte von pro aurum weiter: „Wir haben gerade zu den Preisspitzen auch langjährige Kunden gesehen, die mal ein bisschen was verkauft haben, mal Kasse gemacht haben. Insbesondere im Bereich Schmuck, Alt-Gold, Alt-Silber haben wir wirklich große Mengen angekauft. Bei einem großen Händler bekommen Sie eine schnelle und sichere Abwicklung zu einem guten Preis.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch vom Finanzevent Invest aus Stuttgart und auf https://www.proaurum.de

BörsenXperts: Wenn Märkte effizient sind – warum brauchen wir dann Regeln?

Viele sagen: Der Markt regelt das schon. Angebot und Nachfrage sorgen für faire Preise, alles läuft von selbst. Und tatsächlich funktioniert das an vielen Stellen auch erstaunlich gut. Aber wenn das wirklich so einfach wäre – warum gibt es dann überhaupt Regeln an der Börse? Henning Hünerbein von den BörsenXperts erklärt euch alle Details. Mehr Infos, Videos und den Podcast findet ihr auch auf der Webseite: https://boersenplatz.berlin, YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/@BörsenXperts/

Jessica Schwarzer: „Frauen gehen mal nicht shoppen – sie gehen auf die Finanzmesse“

Was hat die Anglerinnen und Anleger auf der Invest in Stuttgart 2026 bewegt? „Es war an beiden Tagen extrem voll. Ich habe ganz viele Edelmetall-Stände gesehen. Auch teilweise von Minen-Unternehmen, in die man investieren könnte.Ganz groß auch Xetra-Gold und die Börse Stuttgart. Dann gibt es viele Bühnen, auf denen tolle Themen diskutiert werden. Da ist das Programm dann breiter. Und natürlich sind Kryptos immer noch ein ganz großes Thema“, so Jessica Schwarzer. Auch Female Finance war erneut ein wichtiges Thema: „Es waren deutlich mehr Frauen als in den letzten Jahren da. Es gibt eine Area, wo man netzwerken kann und unheimlich viele Frauen sind auch auf den Bühnen. Und bei den Zuschauern sieht man ganze Gruppen von Frauen, die nicht shoppen gehen, sondern auf die Finanzmesse. Wir brauchen zwar keine rosa Fonds, aber es ist eine andere Ansprache.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch vom Finanzevent Invest aus Stuttgart und auf https://inside-wirtschaft.de

Das neue Buch von Jessica Schwarzer: „Über die Psychologie der Börse: 20 zeitlose Lektionen über Börsenpsychologie – So wirst Du ein besserer (und entspannterer) Anleger” jetzt auf Amazon: https://www.amazon.de/Über-Psychologie-Börse-Börsenpsychologie-entspannterer/dp/3690661188/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&dib=eyJ2IjoiMSJ9.4oWZG3i-EV137moZW066rx7m0kxtJ5IHY4zmEARuoVtUt72qaF95aZFnCeBEe2mnSHxAmTlgc8S4otbBlojfsRmCCQKN1N0JVo40g_Xpc-A4-3pM8BLh-rBFtlEDXOgjzeDi3xr3g3eublUqfcLsECINHvovrcuNWZg59vQsgDVhe-KIGHT3XC21J1rXbBzuhH214lsI8FTKrF5MpAgGxH37JusjSdoTFdv2oMSE-x8.hMlIa1wR39AWnmQlE-HzQTEpKtL90KiErOUqmAlNp8w&dib_tag=se&keywords=jessica+schwarzer&qid=1776538429&sr=8-1

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