Aktien

Stefan Scharffetter (Baader Bank): “Ein Krieg würde schwere Turbulenzen an Finanzmärkten auslösen”

In der Vorwoche hat der Dax zwar fast 3,5 Prozent zurückgewonnen, doch die Unsicherheiten wegen des Nahost-Konflikts bleiben enorm. “Das schwebt über den Märkten. Wir sehen große Unsicherheit und Zurückhaltung bei den Anlegern. Man hat große Angst, dass ein großer Krieg im Nahen Osten ausbricht. Das hätte auf die Märkte erhebliche Auswirkungen. Es würde dann deutlich, deutlich nach unten gehen. Das wären schwere Turbulenzen für die Finanzmärkte”, sagt Stefan Scharffetter von der Baader Bank. Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Mr. Dax Dirk Müller (Cashkurs): “Wir haben eine Politik gegen die eigene Bevölkerung und Wirtschaft”

“Wir haben eine Politik gegen die eigene Bevölkerung und gegen die eigene Wirtschaft. Die Konsequenz ist eine Frustration bei den Bürgern und Unternehmen”, sagt Dirk Müller mit Blick auf die aktuelle Situation in Deutschland. Die Krisenherde dieser Welt sorgen auch für Gewinner – die Rüstungskonzerne verdienen Milliarden. Ist das in einer Zeitenwende ein nachhaltiges Investments? “Rüstungsaktien sind für mich ein absolutes No-Go. Das kann jeder halten wie er will, aber ich für meinen Teil werde in meinem Leben keine Rüstungsaktien kaufen oder empfehlen”, sagt Mr. Dax. Wie sieht der Börsenexperte von Cashkurs.com ESG-Themen? “Es ist ein Greenwashing, wenn man schaut, welche Firmen da ESG-Punkte bekommen haben. Da wurde geschmiert und geschoben. Das hat mit Nachhaltigkeit sehr wenig zu tun. Ich halte Nachhaltigkeit für extrem wichtig, aber die Art wie ESG-Normen umgesetzt werden, das halte ich für nicht realistisch. Große Spieler ziehen sich da auch schon zurück.” Im Gespräch warnt Müller zudem vor einer Bargeld-Abschaffung durch einen digitalen Euro: “Das Bargeld wird es in einigen Jahren nicht mehr geben. Dann hätten wir in Europa nur noch den digitalen Euro und jede Zahlung ist nachvollziehbar. Jetzt ist die Abschaffung noch nicht so schnell möglich, aber es wird schleichend kommen. Wo immer ich die Möglichkeit habe, zahle ich bar. Damit verlängere ich unsere Freiheit.” Ist denn Künstliche Intelligenz der neue Trend? “Hier sehe ich eine sehr große gesellschaftliche Entwicklung. Die Künstliche Intelligenz wird eine immer größere Rolle in unserer Gesellschaft spielen – die Vorteile wird man nutzen, die Nachteile wird man einfangen. Es ist aber noch gar nicht so genau klar, welche Unternehmen wirklich davon profitieren werden. Der KI-Markt ist ein riesen Weltmarkt.” Was sollten Anleger jetzt tun? Wie steht Mr. Dax zu Aktien, Anleihen, Bitcoin, ETFs, Gold und Immobilien? Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch und auf https://inside-wirtschaft.de

Christian Henke (Onlinebroker IG): “Ein Herbststurm, der über die Börsenparkette der Welt fegt”

Der Oktober war alles andere als golden – die Kurse sind gefallen wie die Blätter an den Bäumen. Wie könnte es bis zum Jahresende in unsicheren Zeiten weitergehen? “Es war jetzt schon der erste Herbststurm, der über die Börsenparkette der Welt gefegt ist”, sagt Christian Henke. Der Senior Marktanalyst von  @IGDeutschland  weiter: “Wir haben viele Unsicherheiten, aber statistisch gesehen sind gerade die Monate Oktober, November, Dezember sehr stark. Vielleicht sehen wir einen goldenen November. Aber dass wir noch einmal in diesem Jahr neue Höchststände bekommen, glaube ich eher nicht.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://www.ig.com

Mike Seidl (Tickmill): “Große Marktrisiken – Deutschland steht schlecht da”

Der Dax konnte zum Ende der Woche zulegen – über die Marke von 15.000 Punkte. Doch Experten warnen vor einer gefährlichen Situation. „Es ist nicht eitel Sonnenschein. Die Kursbewegungen der letzten Tage sind technische Gegenreaktionen. Das Bild ist wackelig. Wenn wir uns die Marktrisiken anschauen, dann muss man den Nahost-Konflikt immer auf der Agenda haben. Wenn wir da schreckliche Nachrichten bekommen, dann wirkt das definitiv sofort auf den Markt. Problematisch wird es, wenn sich dieser Konflikt ausweitet”, sagt Börsenhändler Mike Seidl. Der Marktexperte für Tickmill sieht mögliche Strategien: “Investoren warten noch ab bis sich die Lage bessert. Wer kurzfristig agiert, kann gerne jeden Morgen meine Sendung beim YouTube-Kanal von Tickmill Deutsch schauen.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch und auf dem YouTube-Kanal von Tickmill Deutsch.

Manuel Koch (Inside Wirtschaft): Löst der digitale Euro bald das Bargeld ab?

Die Europäische Zentralbank will den digitalen Euro weiter vorantreiben. Dafür geht sie jetzt den nächsten Schritt. Was hat der EZB-Rat aktuell entschieden? “Ab 1. November startet die nächste Phase – die Vorbereitungsphase. Da sollen in den kommenden zwei Jahren alle Regeln aufgestellt werden”, sagt Manuel Koch. Der Chefredakteur von Inside Wirtschaft weiter: “Der digitale Euro wäre ein gesetzliches Zahlungsmittel überall in der Euro-Zone und müsste auch überall in Läden und beim Online-Kauf akzeptiert werden. Die EZB will ihn einführen, weil immer weniger Menschen noch bar bezahlen, aber sie hat vor allem vor der Bedeutungslosigkeit des Euro Angst. Denn Kryptowährungen könnten dem Euro den Rang ablaufen. Eine Einführung wäre frühestens 2027 möglich, aber vorher müssen noch alle EU-Mitgliedsstaaten zustimmen und da gibt es auch viel Kritik.” Alle Details im Interview von der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Jessica Schwarzer: “Hochzinsanleihen – größeres Ausfallrisiko, aber auch mehr Zinsen”

Der rasante Zinsanstieg der letzten Monaten hat Anleihen zu einer interessanten Anlageklasse gemacht. Neben den eher sicheren Staats- und Unternehmensanleihen können aber etwas weniger sichere Papiere für einen extra Kick im Depot sorgen. “Anleihen sind wieder eine spannende Anlageklasse. Staatsanleihen und Unternehmensanleihen machen durchaus Sinn. Sie sind auch ein Ruhekissen im Portfolio. Wer mehr will, könnte in Hochzinsanleihen gehen. Das sind Papiere von Unternehmen, die ein größeres Ausfallrisiko haben. In den vergangenen Jahren ist da aber gar nicht so viel ausgefallen. Es lohnt sich, mal genauer hinzuschauen”, so die Buchautorin und Finanzjournalistin Jessica Schwarzer. Alle Details wie man genau in Anleihen investiert im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Salah Bouhmidi (Onlinebroker IG): “Der Dax ist an einer wichtigen Unterstützungszone”

Alarmstufe an den Märkten mit vielen Unsicherheit. “Der Dax ist aktuell an einer wichtigen Unterstützungszone angelangt – 14.800 Punkte hatten wir getestet. Da ist ein ganz wichtiger Unterstützungbereich. Wenn dieser Preis gegeben wird, dann könnte der Abwärtstrend fortgesetzt und als nächstes der Bereich von 14.450 Punkten angelaufen werden”, sagt Salah Bouhmidi im  @IGDeutschland  Trading Talk. Der Head of Markets vom Onlinebroker IG über die Aktie von Coca-Cola: “Der August ist ein schwacher Monat an den Aktienmärkten und das hat die Aktie von Coca-Cola zu spüren bekommen. Jetzt erreichen wir einen Boden mit einer V-förmigen Erholung. Rascher Abverkauf, rascher Rückgewinn. Das hat die Aktie attraktiv gemacht.” Was sollten Anleger jetzt tun? Alle Details – auch zum Bitcoin – im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch und auf https://bit.ly/InsideWirtschaft

Robert Halver (Baader Bank): “Für die große Mehrheit der Gesellschaft ist Eigentum eine große Illusion”

Die deutsche Wirtschaft hat viele Baustellen – auch den Wohnungsbau. Eigentlich will die Bundesregierung 400.000 neue Wohnungen im Jahr, doch die Baugenehmigungen sanken im August um über 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Ein schlechter Indikator für die gesamte deutsche Wirtschaft? „Leider ja und das zieht sich wie ein roter Faden durch viele Belange. Wir haben viel zu viel Bürokratie. Und Wohnungsnot ist eine echte Not. Da könnten viele missstimmig werden und das ist auch nicht gut für unsere Demokratie. Für die große Mehrheit ist Eigentum eine große Illusion”, sagt Robert Halver. “Die Welt ist kein heiler Platz mehr. Ich weiß nicht wie der Nahost-Konflikt gelöst werden soll. Man muss aufpassen, dass das lodernde Feuer nicht weiter mit Öl begossen wird. Und auch innere Sicherheit in Deutschland ist ein hohes Gut”, so der Experte der Baader Bank. Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Reinhard Panse (Finvia): “Mode-Themen an der Börse sind oft ein Griff ins Klo”

Wir sehen immer mehr Krisenherde auf der Welt. Viele Anleger sind verunsichert und sehen, wie alles um sie herum teurer und komplexer geworden ist. Wir schauen auf die wichtigsten Anlageklassen und was Anleger dort zurzeit erwarten können: Aktien, Anleihen, Bitcoin, ETFs/ Fonds, Gold, Immobilien. Was ist spannend? “ETFs sind eine sehr gute Anlageklassen. Einfach auch, weil ich mich um vieles nicht kümmern muss und kein Totalverlust-Risiko habe”, sagt Reinhard Panse. Der Chefanlagestratege vom Family Office Finvia weiter: “Bei Einzelaktien muss man die Firmen wirklich kennen. Und was schädlich ist, sind die Moden. Die wechseln immer wieder. 1980 wollten Anleger Öl, Gold und Silber. Es war der falsche Zeitpunkt. 1990 wollten alle Japan haben, das aber krass überbewertet war. Der Nikkei-Index hat den Stand von damals noch immer nicht erreicht. Das Mode-Thema Japan war ein völliger Griff ins Klo. Das gleiche mit dem Neuen Markt. 2010/11 war das Mode-Thema Schwellenländer und Rohstoffe, aber es kam Technologie. Man muss also oft antizyklisch agieren.” Wie steht es um Anleihen (“sind einen Blick wert”), Gold (“ist die Alternative”), Immobilien (“sind eigentlich auch billig”) und Bitcoin (“da ist gar nichts sicher”). Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://www.finvia.fo

Michael Blumenroth im Rohstoff-Talk: “Gold-Kurse von 2.150 Dollar pro Feinunze 2024 möglich”

Durch die angespannte Lage in Nahost ist ein weiterer großer Unsicherheitsfaktor entstanden. Viele Anleger fragen sich, ob ihre Geldanlagen in Krisenzeiten noch sicher sind. Gold war da in den letzten Wochen wieder verstärkt Anlaufstelle und ließ den Goldpreis steigen. Sollten Anleger das Edelmetall jetzt ins Depot nehmen? “Vor allem Großanleger kaufen. Sichere Häfen werden gesucht. Das zieht viele Gelder wieder rein. Die schwierige geopolitische Lage spricht eher dafür, dass Gold weiter gesucht sein wird. Ich denke, dass Gold schon sehr gut gelaufen ist und würde jetzt keine riesigen Sprünge erwarten. Für nächstes Jahr aber könnten wir Kurse von bis zu 2.150 Dollar pro Feinunze sehen”, sagt Michael Blumenroth (Deutsche Bank) im Rohstoff-Talk. Weitere Themen: Die Entwicklung von Silber, Gas und Öl. Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://www.xetra-gold.com

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