Börse

Jessica Schwarzer: „Der Ver-Fall des Dollars – seit Donald Trump ging es 20 Prozent abwärts”

Der Fall des Dollars: Welche Folgen bringt eine schwache Währung? „Was passiert mit dem Dollar? Wir haben im vergangenen Jahr einen Ver-Fall beim Dollar gesehen. Seit Amtsantritt von Donald Trump ging es 20 Prozent abwärts. Das ist mal eine Ansage. Trumps Ziel ist es, America great zu machen. Die amerikanische Industrie zu beleben. Da hilft ihm dieser schwache Dollar. Einen zu starken Absturz kann er sich aber auch nicht wünschen“, so Jessica Schwarzer. „Uns trifft das doppelt. Deutsche Autos werden teurer und im Zweifel nicht mehr so stark nachgefragt. Für uns ist das so eine Art doppelter Zoll.” Alle Details verrät die Buchautorin und Finanzjournalistin im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Die Lage war noch nie so ernst – sie war immer ernst”

Die Turbulenzen bei Aktien, Bitcoin und Edelmetallen haben Anleger verunsichert. Aber ist die Lage wirklich so besonders? „Die Lage war noch nie so ernst, pflegte Altkanzler Adenauer zu sagen. Sie war offensichtlich immer ernst. Jedes Jahr ist herausfordernd. Es gibt seit 2008 keine einfachen Jahren. Da ist ja keine Ruhe dabei gewesen. Wir haben immer Aufreger, aber auch die mediale Aufbereitung ist gewaltig. Die Medien haben ein eigenes Interesse wie Klicks und Quoten, die mit den Anleger-Interessen oft genug kollidieren”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Die Sicherheit ist ja gerade für uns Deutsche eine diffizile Sache. Wer keine Aktien hat, ist gegenüber dem Anleger bei Zinsen ein Spekulant.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Jessica Schwarzer: „Börsenbeben – viele Investoren haben Höhenangst”

Börsen-Psychologie: Wie umgehen mit hochvolatilen Märkten? Die Nervosität steigt und mit ihr die Schwankungen an den Aktienmärkten. „Diese Ausschläge, die wir in letzter Zeit gerade bei Edelmetallen und Einzelaktien gesehen haben, waren zum Teil extrem. Man merkt, dass viele Investoren Höhenangst haben“, so Jessica Schwarzer. Was können Anleger tun? Alle Details verrät die Buchautorin und Finanzjournalistin im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Startup-Gründer Fabian Fuchs: „In Deutschland hängen wir komplett hinterher”

In den USA sind 2025 über 230 Milliarden Dollar in junge Firmen geflossen. In Deutschland bekamen Startups nur 6,5 Milliarden Euro. Wie abgehängt ist Deutschland wirklich? „Die USA sind ganz starker Vorreiter, UK hat aufgeholt und Deutschland ist stark im Hintergrund und muss extrem viel aufholen. Das Investmentvolumen im Venture Capital 2025 ist in den USA 230 Milliarden US-Dollar gewesen. Eine riesen Summe! UK ist kleiner und hat weniger Einwohner als Deutschland. Dort haben wir eine Investitionssumme von 22 Milliarden Euro und in Deutschland sind wir nur bei 6,5 Milliarden Euro. Auch bei den Unicorns gibt es ein starkes Gefälle”, sagt Fabian Fuchs. Der Startup-Gründer und Investor – der selbst in Deutschland, Großbritannien und den USA gelebt und gearbeitet hat – weiter: „Du willst sehr gute Leute für ein Startup, aber gleichzeitig konkurrierst du mit großen Firmen wie Google oder Facebook, die sehr hohe Gehälter zahlen können. Und der Schlüssel dazu, liegt eigentlich in den Anreizen Mitarbeiter-Beteiligungen zu machen. Da sind die USA schon extrem smart. In Deutschland hängen wir komplett hinterher. Es gibt aber Überlegungen, das zu ändern. Ich habe selbst in den USA ein Unternehmen gegründet – das ging innerhalb von einer Stunden. In Deutschland dauert das mehrere Wochen. Stichwort Finanzamt, Steuernummer, IHK, Notar, Bank.” Alle Infos im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Die Aktienmärkte sind intelligenter, weil sie den Braten riechen”

Die enorme Korrektur bei Silber und Gold hat viele Anleger überrascht. Kommt jetzt sogar ein Edelmetall-Crash? „Klar ein massiver Absturz, der vielleicht auch weh getan hat, weil die Buchgewinne geschmolzen sind. Es ist aber eine sehr gesunde Korrektur. Das gehört zum Spiel dazu – es gibt keine Einbahnstraßen. Die Gelegenheit Gold weiter zu kaufen, sollte genutzt werden, weil die Gemengelage sehr, sehr schwierig ist. Überschuldung, geopolitische Probleme”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Auch der Aktienmarkt ist schwächer und volatiler geworden. Aber die Aktienmärkte sind intelligenter, weil sie den Braten riechen.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Manuel Koch/ Jessica Schwarzer: „Irgendwann wird der schwarze Schwan um die Ecke kommen”

Während Edelmetalle wie Gold und Silber gerade einen Ausverkauf erlebt hatten, haben sich die Aktienmärkte sehr stabil gezeigt. Wo stehen wir gerade an den Märkten? Die Finanzjournalisten Manuel Koch und Jessica Schwarzer diskutieren darüber. „Bei Gold sind wir gerade so an einem Crash vorbeigeschrammt. Beim Dax kann man sich fragen, ob er nicht zu unbeeindruckt ist. Man könnte schon denken, dass der Dax nach drei sensationellen Jahren, mal Luft rauslassen könnte. Irgendwann wird der schwarze Schwan um die Ecke kommen. Da ist eine Risikostreuung umso wichtiger”, so die Buchautorin und Finanzjournalistin Jessica Schwarzer. „Gold ist für mich das Fundament meiner Investments und etwas total Langfristiges. Darauf steht mein Haus mit Aktien. Die Gründe, die für Gold sprechen, sind weiterhin alle da. Dips beim Dax könnten Chancen zum Nachkaufen sein”, sagt Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch. Wie sieht es bei Bitcoin und ETFs aus? Alle Details im Interview von Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Rolf B. Pieper (TRI Concept): „Wir haben eine neue Welt-Unordnung und in Berlin sind die Narren los”

„Wir haben eine neue Welt-Unordnung. Wir haben eine vier Brillen-Betrachtung die USA, China, Russland und die kleinste Brille ist Europa. Donald Trump macht die Welt unterwürfig und wir haben einen Kanzler ohne Kreuz. Seine Rede in Davos war ja unterirdisch. Europa ist zurzeit der große Verlierer. Wir haben enorm an Wettbewerbsfähigkeit verloren. Es gibt aktuell keine Partei, die Wirtschaft kann. Man hat ja dem Merz unterstellt, dass er Wirtschaft kann, aber ich fühle es nicht. Ich würde gerne für eine Brandmauer auf der linken Seite plädieren. In Berlin sind permanent die Narren los. Da herrscht Dauerfrost”, sagt Rolf B. Pieper. Der CEO der TRI Concept AG weiter: „Das Vertrauen in die Finanzwirtschaft, in die Politik und die Währungen ist weg und die Leute gehen halt in die Edelmetalle. Wir haben eine Trump-Gold-Korrelation. Wie es aussieht werden wir wieder ein Jahr der Edelmetalle haben. Und wir brauchen auch maximale Diskretion.” Pieper empfiehlt die Triversifikation als Strategie. In den kommenden zwei Wochen ist der Finanzexperte zudem wieder auf Investoren-Reise in Thailand. Alle Infos – auch zum neuen Buch und dem Kongress (28.2. „Pieper und Friends” in Würzburg) – im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch und auf https://rolf-pieper.com

BörsenXperts: Das macht den Börsenhandel besonders

Bei BörsenXperts schauen wir in dieser Folge darauf, was den Börsenhandel im Vergleich zu anderen Handelsplätzen besonders macht. Henning Hünerbein erklärt euch alle Details. Mehr Infos, Videos und den Podcast findet ihr auch auf der Webseite: https://boersenplatz.berlin, YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/@BörsenXperts/

Übrigens: Aus „Börse Berlin 4U” wird in kleinen Schritten jetzt „BörsenXperts”. Unser neues Logo seht ihr schon am Anfang des Videos. Gerade ist auch die neue Internetseite an den Start gegangen. Was sich nicht ändert: Unsere Inhalte, die euch die Themen Börse und Wertpapiere auf verständliche Weise näherbringen. Themenvorschläge sind jederzeit willkommen.

Sandra Navidi in Davos: „Das Trump-Forum – alle Zeichen stehen auf Konfrontation”

Die Weltelite trifft sich zum 56. Mal wieder beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Dieses Jahr ist auch US-Präsident Donald Trump mit großem Gefolge dabei. Regierungschefs, Konzernlenker und Wissenschaftler aus aller Welt tauschen sich aus. Das Motto: „Im Geiste des Dialogs“. „Es wird schwierig werden mit einem Dialog. Donald Trump geht es nicht wirklich darum, sich inhaltlich auseinander zu setzen. Er möchte den Ton vorgeben und alle Aufmerksamkeit dominieren. Die Medien haben das Weltwirtschaftsforum schon ins Trump-Forum umgetauft”, sagt Sandra Navidi. „In vielen Jahren war immer eine gewisse Notfallstimmung da. Es ist jetzt mein 19. Jahr hier in Davos. Ich glaube jetzt ist die Erkenntnis durchgedrungen, dass sich die Welt komplett neu formiert und viele Unternehmen ihre Lieferketten umstellen müssen. Es sieht doch stark danach aus, dass alle Zeichen auf Konfrontation stehen”, meint die Bestseller-Autorin und Geschäftsführerin von BeyondGlobal. Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch und auf https://inside-wirtschaft.de

Mehr zur wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Zukunft der USA erfahren Sie in Sandra Navidis Buch „Die DNA der USA: Wie tickt Amerika?”, das eine Nominierung für den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2023 der Frankfurter Buchmesse erhalten hat. Erhältlich auf Amazon: https://tinyurl.com/Navidi-USA

Patrick Antoniou (ICF Bank): „Die Metalle waren die Rendite-Raketen”

Wir wollen zu Jahresbeginn noch einmal auf die besten Investments 2025 schauen, um zu sehen, was für 2026 interessant sein könnte. Einer der größten Gewinner war Silber. „Gerade Silber und Platin waren die Rendite-Raketen überhaupt. Und Silber ist immer noch interessant. Da wird immer noch viel reingekauft. Platin hat eine ähnliche Entwicklung und Gold gilt als der sichere Hafen”, sagt Patrick Antoniou. Der Börsenhändler der ICF Bank weiter: „Der Dax ist schon interessant, was die Performance angeht. Aber gerade die globalen Züge haben diese Performance gebracht. Bei den US-Werten bzw. bei den Indizes gibt es viele Warnsignale. Da muss man schauen, ob die Luft raus ist. Auch Kakao hat sich ausgetrunken. Wer da investiert hat, hat stark verloren. Beim Bitcoin-Rutsch nach unten muss man schauen, wie es weitergeht. Wir haben eine kleine Pause.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch von der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

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