Börse

Peter Tuchman (IG): “Was positiv für die Wirtschaft ist, kann negativ für die Märkte sein”

Inflationsängste sind zurück: Die US-Verbraucherpreise stiegen im April um 4,2 Prozent und brachten die Rate auf den höchsten Stand seit fast 13 Jahren. Was bedeutet das für die weltweiten Finanzmärkte? “Ich habe festgestellt, dass hier etwas los ist, und ich denke, es ist wichtig, dass ich mich damit befasse. Ich denke, es ist das Resultat der Wiedereröffnung der Welt, der Wiedereröffnung der Wirtschaft. Was positiv für die Wirtschaft ist, kann negativ für die Märkte sein”, sagt Peter Tuchman (Einstein of Wall Street). Salah-Eddine Bouhmidi (Head of Markets IG) zeigt im “Chart der Woche” einige Investitionsmöglichkeiten für Öl. Die beiden Experten diskutieren mit Manuel Koch auch über Kryptos und die aktuelle Marktsituation. Weitere Informationen unter https://www.ig.com

Inside MarketsX: Steuererhöhungen oder neue Schulden? “EZB muss Zeche zahlen” – Gold glänzt wieder

650 Milliarden Euro muss der deutsche Staat wohl zur Krisenbekämpfung ausgeben, so das Wirtschaftsinstitut IW. Die nächste Regierung hat dann nur zwei Möglichkeiten: Steuern und Sozialabgaben erhöhen oder weiter von der Schuldenbremse abrücken und die Löcher mit neuen Schulden stopfen. “Aus ideologischen Gründen sollte man keine Steuern erhöhen. Man muss zunächst die EZB die Zeche zahlen lassen.” Unser Expertenthema bei Inside MarketsX. Manuel Koch schaut zudem auf Gold und hat wieder zwei Top-Empfehlungen der trading-house Börsenakademie: AT&T und Daimler. Außerdem gibt es neue Bildungsangebote für Anleger. Mehr Infos auf https://www.financeschool.de

Max Wienke (XTB): “Günstige Kurse bedeuten nicht zwangsläufig vielversprechende Anstiege”

Die Börsianer sind zwar laut ZEW-Barometer in Hochstimmung, aber die Aktienmärkte haben trotzdem zu kämpfen, ihre Niveaus zu halten. “Die Möglichkeit auf steigende Zinsen und eine höhere Inflation belasten wieder einmal. Solche Seitwärtsphasen haben wir aber auch schon öfter gesehen. Amazon bewegt sich seit dem Sommer seitwärts, das gleiche gilt für Netflix. Am deutschen Aktienmarkt konzentriert man sich auf Werte wie Delivery Hero, Zalando oder HelloFresh. Alle drei Werte haben um fast 20 Prozent nachgegeben”, sagt Max Wienke. Wie sollten sich Anleger jetzt positionieren und welche Branchen sind interessant? “Gutlaufende Unternehmen sind teuer – aber Qualität hat auch ihren Preis. Viele könnten annehmen, dass Titel z.B. der Airlines attraktiv sind. Aber günstige Kurse bedeuten nicht zwangsläufig vielversprechende Anstiege für die Zukunft. Es gibt einfach noch sehr viel Unsicherheit”, so der Marktanalyst im XTB Market Talk. Alle Details auch im Interview von Manuel Koch und auf https://www.xtb.com

Markus Rolle (Telefonica) über Q1-Zahlen: “Unsere Investitionen in Service und Netz zahlen sich aus”

Telefónica Deutschland hat am Morgen seine Zahlen für Q1 veröffentlicht. Im Corona-Umfeld wurde der Umsatz leicht um 0,2 Prozent gesteigert. Ohne Covid wären es 1,5 Prozent gewesen, so der Münchner Mobilfunkanbieter. Eine hohe Nachfrage gab es nach hochwertigen Smartphones und im Festnetzbereich. “Wir haben über 262.000 Neukunden hinzugewinnen können. Das sind mehr Kunden wie im Vergleichsquartal im letzten Jahr, wo wir nur zwei Wochen im Lockdown waren. Unsere Investitionen in Service und Netz zahlen sich aus”, so Markus Rolle. Die Prognose fürs Gesamtjahr 2021 steht. “Wir müssen das Covid-Umfeld weiterhin sehr genau beobachten. Wie sich die Restriktionen auf unser Geschäft auswirken. Getrieben durch die gute Q1-Entwicklung sehen wir unsere Prognose als bestätigt an. Die Investitionsquote werden wir steigern auf 17 bis 18 Prozent des Umsatzes”, so der CFO von Telefónica Deutschland bei Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch im Interview.

Stefan Scharffetter (Baader): Zeitenwende – Bundestag beschließt digitale Wertpapiere

Zeitenwende am Finanzmarkt: Der Bundestag macht den Weg für digitale Wertpapiere frei. Ist Deutschland jetzt fit für die Krypto-Zukunft? Und was bedeutet das für Anleger? “Das ist jetzt ziemlich neu. Ich denke es ist erst einmal ein technisches Ding. Ich denke die Abwicklung wird effizienter und günstiger. So könnte das Wertpapiergeschäft für den Kunden billiger werden. Unternehmen kommen vielleicht schneller an den Markt”, sagt Stefan Scharffetter von der Baader Bank. Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch von der Frankfurter Börse.

Timo Emden im IG Trading Talk: Überholt Ether den Bitcoin?

Der Bitcoin ist zuletzt etwas ins Stocken geraten, dafür lief es für den Ether richtig gut. Was sollten Anleger jetzt bei Krypto-Investments beachten? “Die Luft bei Bitcoin ist schon etwas raus. Wir konsolidieren auf hohem Terrain. Wir atmen jetzt über Tage und vielleicht Wochen erst einmal durch”, sagt Timo Emden. Der Marktwert von Ether hat die Schwelle von 400 Milliarden Dollar überschritten. Kann Ether auch den Bitcoin (1,1 Billionen) überholen? Der Kryptoexperte weiter: “Wir dürfen nicht vergessen, dass der Bitcoin schon aus Marketing-Sicht einen Vorteil hat. Denn er ist die erste, größte und bekannteste Kryptowährung. Ether ist die zweitgrößte. Aber ich glaube, dass Ether dem Bitcoin in den kommenden Jahren angesichts des praktischen Nutzens definitiv sehr auf die Pelle rücken kann.” Alle Details im IG Trading Talk mit Manuel Koch und auf https://www.ig.com

Inside MarketsX: Zinsangst drückt den Dax – aber alles nur ein Testballon aus den USA?

Zur Wochenmitte ist der DAX unter die Marke von 15.000 Punkten gegangen. Grund waren Aussagen der neuen US-Finanzministerin Janet Yellen über mögliche Zinserhöhungen. Die Märkte reagierten sofort. “Das war der Grund, warum der Markt abgerutscht ist. Da kamen dann Sorgen auf, dass an der Zinsschraube was gemacht werden könnte. Natürlich war das sicherlich auch ein Testballon. Der Markt hat sich aber schnell wieder erholt.” Und wie sollten sich Anleger jetzt aufstellen? Unser Expertenthema bei Inside MarketsX. Manuel Koch schaut zudem wieder auf Top-Empfehlungen der trading-house Börsenakademie: Fraport und Kraft Heinz. Mehr Infos auf https://www.trading-house.de

DIW-Präsident Marcel Fratzscher: “2021 wird das wichtigste Jahr für die wirtschaftliche Weichenstellung”

Lockdown und Pandemie lähmen die deutsche Wirtschaft. So sank das BIP im ersten Quartal erneut um 1,7 Prozent. Die Exportwirtschaft läuft, aber die Dienstleistung und andere Branchen leiden immer stärker. Ein Vorkrisenniveau rückt in weitere Ferne. “Unsere Prognosen sagen, Anfang 2022 könnte die deutsche Wirtschaft wieder auf Vorkrisenniveau sein. Aber das heißt ja nicht, dass man alles wieder aufgeholt hat. Diese Pandemie hat einen nachhaltigen wirtschaftlichen Schaden angerichtet. Es wird Unternehmen in die Pleite treiben, Menschen in die Arbeitslosigkeit treiben. Viele Menschen haben enorm gelitten. Den Schaden wird man nicht in ein oder zwei Jahren aufholen können”, so Prof. Marcel Fratzscher. Welche Rolle spielt da die Politik in einem Wahljahr? “Wahrscheinlich ist dieses Jahr 2021 das wichtigste Jahr für den wirtschaftlichen Ausblick für die nächsten zehn bis 20 Jahre. Denn jetzt werden die Weichen gestellt”, so der DIW-Präsident. Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch bespricht mit dem Top-Ökonomen ausführlich die Themen Schulden, Inflation, Insolvenzen, Hilfsprogramme, Digitalisierung und die Verhältnismäßigkeit der politischen Maßnahmen.

Robert Halver (Baader Bank): Ist Deutsche Bank nachhaltig auf Erfolgsspur? Hat die Aktie Potential?

Die Deutsche Bank hat das erste Quartal mit einem Gewinn von über 900 Millionen Euro so gut wie seit sieben Jahren nicht mehr abgeschlossen. Vor allem das Investmentbanking boomte. “Das ist nachhaltig. Man hat in der Vergangenheit sehr viele riskante Bereiche geschlossen. Dieser Gewinn steht sehr stabil da”, sagt Robert Halver. Das Privatkundengeschäft stagnierte hingegen. “Die Sparte ist nicht verloren, aber hart umkämpft. Man muss pfiffig, kostengünstig und innovativ sein – dann schafft man das auch”, so der Experte von der Baader Bank. Und wie steht es um die Aktie, die 2007 schon einmal über 90 Euro notierte und sich nach langer Krise und diversen CEOs jetzt zumindest wieder stabil über 10 Euro hält? “Christian Sewing ist der erste, der das Schlachtschiff kernsaniert und auf die richtige Spur gebracht hat. Jetzt steht die 13-Euro-Marke im Fokus – dann wird auch mehr Weg nach oben frei. Für viele ist es auch reizvoll, eine Aktie zu kaufen, die noch relativ tief steht”, so Halver. Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch.

Investor Jim Rogers: “Debt – Bitcoin will disappear – USD will come to an end – more Silver than Gold”

Salah Bouhmidi (Head of Markets IG) and Manuel Koch (Inside Wirtschaft) talk with the legendary investor Jim Rogers (78), who lives in Singapore today. On IG Trading Talk Rogers said:

Covid19 consequences: “We have never in world history had so much money printed, borrowed and spent as we’re having now. Somebody has to pay the price for this. Politicians worry about the next election, they’re not worried about my kids. Of course there is an alternative. I would not do it the easy way.”

Currencies: “I can see down the road that the US Dollar is gonna come to an end. It will still be there but not what it is now. The Euro is good but will it survive? I don’t know.”

Gold: “I own Gold, but I am not buying it now and I haven’t bought it for a while. The way things are now I would buy more Silver than Gold.”

Bitcoin: “My view is if Bitcoin becomes successful as a currency – and that’s what the supporters say – governments will say no, you must use our money as currency. Governments work on their own computer money now, they don’t want competition.”

Interesting stocks: “I tell you one I just bought. It’s called Lufthansa.”

President Biden: “Mr. Biden’s friends will now make money and Mr. Trump’s friends won’t make money. That’s what happens.”

More information on https://www.ig.com

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