Börsencrash

Robert Halver (Baader Bank) zum Crash: “Notenbanken werden zur Mülldeponie, Schulden werden nie zurückgezahlt”

“Es ist die Frage, ob die großen Preise für die Staatsanleihen-Märkte gerechtfertigt sind, wenn man weiß, dass die Überschuldung so dramatisch ist, dass man sie nicht mehr zurückzahlen kann. Natürlich ist der Aktienmarkt teuer, aber wenn die Alternative noch teurer ist, muss man keine Angst haben, dass der Crash vor der Haustür steht”, sagt Robert Halver. Zur Schuldensituation sagt der Börsenexperte der Baader Bank weiter: “Man kann es nicht mehr zurückzahlen. Das heißt die Notenbank ist gezwungen, die Zinsen günstig zu halten. Die Notenbanken werden zur Mülldeponie. Man wird es nicht mehr hinbekommen mit Steuererhöhungen oder nachkommenden Generationen, dass die Staatsschulden einigermaßen wieder ausgeglichen sind. Der Zug ist einfach abgefahren.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch.

Robert Halver (Baader Bank): “Wir sind glimpflich davon gekommen – Dax bei 14.600 Punkten”

Das Statistische Bundesamt erwartet für das Corona-Jahr 2020 einen Einbruch der deutschen Wirtschaft um fünf Prozent. Wie ist das einzuordnen? “Minus fünf Prozent klingt absolut verheerend, aber relativ betrachtet sind wir glimpflich davon gekommen. Das hängt zum Beispiel auch damit zusammen, dass wir nicht ganz so stark dienstleistungsorientiert sind, zum anderen haben wir die massiven Gegenmaßnahmen finanziert von der Geldpolitik”, sagt Robert Halver. Was rät der Börsenexperte der Baader Bank für 2021? “Es wird kein negatives Jahr. Ende des Jahre erwarte ich den Dax bei 14.600 Punkten. Denn es fehlen die Alternativen und die Konjunkturmaßnahmen greifen. Aber es wird zwischenzeitlich volatiler werden.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch.

Mr. Dax Dirk Müller: “Neue extreme Dax-Tiefs und Gold-Verbot möglich – 1-Million-Frage”

Die Coronakrise wird bald wieder in den Fokus der Märkte und Wirtschaft treten. Wie weit könnte es dann für die Börsen runtergehen? “Ich halte auch extrem tiefe Kurse für möglich. Also die deutlich tiefer sind als das, was wir im Frühjahr gesehen haben”, sagt Dirk Müller von Cashkurs.com. “Für mich sind die Edelmetalle spannender. Die Ur-Währung wird immer gesuchter. Das liegt vielleicht nicht daran, dass Gold teurer wird, sondern vielleicht daran, dass die Papier-Währungen wertloser werden. In der heutigen Situation – mit der Abschaffung des Bargelds und zukünftigen digitalen Währungen – halte ich ein Gold-Verbot für wahrscheinlicher als noch vor zwei Jahren.” Bei Bitcoin sieht Müller nicht so viel Potential: “Ich halte den Bitcoin für nicht wahnsinnig spannend. Für mich ist es ein Türöffner für staatliche Kryptowährungen.” Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch spricht mit Mr. Dax zudem für die 1-Million-Fragen. Alle Details im Interview.

Salah Bouhmidi (IG): “Gibt es jetzt keinen Halt, könnten wir bis 10.200 Punkte beim Dax fallen”

Die Lockdown-Maßnahmen und ihre Folgen haben die Börsen nervös gemacht. “Wir sind charttechnisch an einer wichtigen Marke, die wir seit Mai nicht mehr gesehen haben. Das muss verteidigt werden. Gibt es jetzt keinen Halt, könnten wir bis 10.200 Punkte beim Dax fallen”, sagt Salah-Eddine Bouhmidi im IG Trading Talk. Welche Chancen bieten sich jetzt für Anleger und Trader in Krisenzeiten? “Wie geht man mit der Volatilität 2020 um? Da kann ich auf meinen Indikator die Bouhmidi-Bänder verweisen.” Wie die funktionieren und eine Einschätzung zu Bitcoin und Gold, gibt der Head of Markets im Interview mit Manuel Koch. Weitere Informationen auf https://www.ig.com

Inside MarketsX: “Nicht kleckern, sondern klotzen” – neue EZB-Maßnahmen – Empfehlungen: Allianz, SAP

“Nicht kleckern, sondern klotzen“ wolle man bei den Nothilfen für Unternehmen, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Das Klotzen wird den Staat im Lockdown-Monat November bis zu zehn Milliarden Euro kosten. Auch die Börsen werden nervös. Der Dax verlor gut 1.000 Punkte in dieser Woche. Und die EZB kündigte bereits neue Maßnahmen für Dezember an. Können Unternehmen und Wirtschaft den “Monat der Wahrheit” verkraften? Unser Expertenthema bei Inside MarketsX. Manuel Koch schaut zudem wieder auf zwei Top-Empfehlungen der trading-house Börsenakademie: Allianz und SAP. Mehr Infos auf https://www.trading-house.de

Jessica Schwarzer: “Lockdown trifft die deutsche Wirtschaft hart – ich befürchte eine Pleitewelle”

Neue Kontaktbeschränkungen greifen deutschlandweit ab 2. November. “Es trifft die deutsche Wirtschaft hart. Ich befürchte eine Pleitewelle. Ob da die staatlichen Hilfen reichen, wird sich erst noch zeigen”, sagt Jessica Schwarzer. Kann die Wirtschaft einen neuen Teil-Lockdown überstehen? Die Aktienmärkte rutschen jedenfalls in einen Abwärtssog. “Gerade in so turbulenten Zeiten muss man seiner eigenen Strategie treu bleiben”, so die Finanzjournalistin und Buchautorin bei Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch im Interview. Wo könnte der Dax zu Jahresende stehen? “Ich bin Grundoptimist. Ich sage mal bei 13.000 Punkten.”

Robert Halver (Baader Bank): “Wir dürfen nicht zu einer Toilettenpapier-Ökonomie werden – Jahresendrally?”

Die Märkte haben zuletzt nervöser auf Corona-Nachrichten reagiert. Kann da noch eine Jahresendrally kommen? “Wenn man davon ausgeht, dass kein Lockdown kommt, dann wird es zwar vielleicht keine Höchststände geben, aber wir kriegen vielleicht sowas wie eine Jahresendrally”, sagt Robert Halver. Sind schlechte Corona-News also an den Börsen eingepreist? “Der Markt geht davon aus, dass es nicht mehr zu einem generellen Lockdown kommt. Eine flächendeckende Schließung würde für die Wirtschaft fatale Auswirkungen haben, wenn wir zu einer Toilettenpapier-Ökonomie werden. Wir brauchen bundeseinheitliche Regeln”, so der Experte der Baader Bank. Wie sollten sich Anleger durch diese Zeit manövrieren? “Dabei bleiben! Regelmäßige Aktien-Sparpläne lohnen sich, denn die Kurse sind nicht mehr so hoch. Und ich sehe nach wie vor keine Panik. Sollte es noch einmal Rücksetzer geben, kann man sich schon eimal seine Lieblinge aussuchen. Es gibt keine Alternative zum Aktienmarkt.”

Arthur Brunner (ICF Bank): “Kein Corona-Einbruch der Märkte, aber auch keine Rekorde mehr 2020”

Wie schauen die Finanzmärkte auf die aufgeflammte Coronakrise? „Corona ist das Top-Thema. Verunsicherungen mögen Anleger gar nicht. Einen Einbruch erwarte ich aber trotzdem nicht. Man hat seitens der Politik aus den Fehlern gelernt. Es wird einen Lockdown in dieser harten Form nicht mehr geben. Deshalb rechne ich mit Kurs-Rückgängen, aber nicht mehr mit solchen Einbrüchen wie im März”, sagt Arthur Brunner. Der Experte von der ICF Bank weiter: “Deutsche Bankanalysten sehen den Dax zum Jahresende zwischen 11.500 und 14.000 Punkten. Ich denke wir haben die Höchststände an der Börse in diesem Jahr schon gesehen.”

Börse Berlin 4U: Ist Börse wie Glücksspiel? (Folge 05)

Viele Menschen vergleichen das Investieren in Aktien mit Gambling. Statt an die Börse kann man doch gleich ins Casino gehen, sagen sie. In Börse Berlin 4U klärt Daniel Jach, ob da tatsächlich etwas dran ist. Mehr Infos findet ihr auch auf der Webseite der Börse Berlin: http://www.boerse-berlin.de

Inside MarketsX: Impfstoff-Wettrennen – neues Dax-Mitglied – VW-Toter – Empfehlung: Daimler, Silber

Jetzt geht es doch schneller: Delivery Hero steigt in den Dax30 auf und löst schon Ende August das Skandal-Unternehmen Wirecard ab. Wir schauen auf das Berliner Liefer-Start-up, das noch immer rote Zahlen schreibt. Die weiteren Themen bei Inside MarketsX: der russische Corona-Impfstoff, die Märkte und einen Todesfall in der VW-Spitzelaffäre. Manuel Koch schaut zudem wieder auf zwei Top-Empfehlungen der trading-house Börsenakademie: Daimler und Silber. Mehr Infos auf https://www.trading-house.de

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