Edelmetalle

Rolf B. Pieper (TRI Concept): „Wer es jetzt nicht tut, kommt unter die Räder“

„Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen. Wer es jetzt nicht tut, kommt unter die Räder“, sagt Rolf B. Pieper mit Blick auf die aktuellen politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklungen. Der internationale Finanzmarktexperte, Erfinder der Triversifikation und Geschäftsführer der TRI Concept AG aus Liechtenstein spricht im Interview über die 75. Neuauflage von Pieper & Friends: Aus dem ursprünglich geplanten Kongress in Salzburg wird am 18. Oktober eine eintägige Veranstaltung in der Nähe von München. „Wir waren ehrlich, haben die Reißleine gezogen“, erklärt Pieper. Inhaltlich geht es unter anderem um Märkte, Vermögensschutz, kapitalmarktunabhängige Renditen und den persönlichen Austausch mit Experten. Mit Blick auf Deutschland findet Pieper deutliche Worte: „Das Parteiensystem ist am Ende, das Finanzsystem ist am Ende, die Sozialversicherungssysteme sind am Ende, unsere Infrastruktur schon lange.“ Besonders kritisch sieht er die hohe Staatsverschuldung, Inflation und die Entwicklung der persönlichen und finanziellen Freiheit. Auch beim digitalen Euro warnt Pieper: „Am Ende des Tages läuft es darauf hinaus, dass wir einen Kontosklaven haben werden, dass wir einen gläsernen Bürger haben.“ Für Anleger setzt Pieper deshalb auf eine breite Aufstellung: „Ich brauche Länderdiversifikation. Ich brauche kapitalmarktunabhängige Rendite.“ Neben Edelmetallen und Gold nennt er unter anderem seltene Erden, Technologiemetalle, Edelsteine und weitere physische Werte. Sein Ansatz: Vermögen über Länder und verschiedene Anlageklassen hinweg diversifizieren und nicht vollständig von den Finanzmärkten abhängig sein. Außerdem spricht Pieper über KI, Inflation, Rente, Bildung, Bürokratie und sein neues Buch „Die große Plünderung“. Alle Infos im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch sowie zu Pieper & Friends: Am 18. Oktober findet der Kongress statt. Alle Infos auf http://rolf-pieper.com

Tino Leukhardt (Metallorum): „Silber ist aktuell das interessantere Metall“

Gold, Silber und strategische Metalle. „Das Thema Edelmetalle scheint auch bei den Messebesuchern der Finance26 sehr in den Köpfen zu sein und das Interesse ist da“, sagt Tino Leukhardt. Für ihn kommt es dabei weniger auf kurzfristige Kursbewegungen an: „Es sind vielmehr die Fakten, die hinter Gold stehen, nicht der Preis.“ Neben Gold und Silber geht es im Gespräch auch um strategische Metalle wie Rhenium, Neodym und Dysprosiumoxid. Der Geschäftsführer der Metallorum GmbH erklärt, warum diese Metalle angesichts von Exportrestriktionen und steigender industrieller Nachfrage interessant sind – aber auch erhebliche Risiken mit sich bringen: „Das sind natürlich dann schon echte Achterbahnfahrten, die da mit dabei sein können.“ Bei Silber sieht er weiterhin Potenzial: „Der kleine Bruder, Silber, ist aktuell und auch schon länger das interessantere Metall.“ Seine Prognose: „Das Potenzial liegt immer noch irgendwo bei hundert Dollar die Unze aus meiner Sicht auch noch in diesem Jahr.“ Auch beim Goldpreis erwartet Leukhardt wieder steigende Kurse: „Ich hoffe, dass wir irgendwo bei 4.000 bis 4.500 Dollar liegen am Ende des Jahres.“ Gleichzeitig betont er, dass Anleger die hohe Volatilität bei Silber und strategischen Metallen aushalten müssen. Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch von der neuen Finance26 in Frankfurt und auf https://metallorum.de

Michael Blumenroth im Rohstoff-Talk zu Goldminenaktien: „Der eingebaute Hebel auf den Goldpreis“

Gold glänzt – und die Aktien der Goldminenbetreiber glänzen noch deutlich stärker. Im August sind Goldminenindizes um mehr als 30 Prozent gestiegen, während der Goldpreis rund zehn Prozent zugelegt hat. Doch wie funktioniert dieser Hebel und wie geht es nach der Rally weiter? Gleichzeitig sorgen hohe Staatsschulden, der Ölpreisschock und die Geldpolitik der Notenbanken für Unsicherheit an den Märkten. „Goldminenaktien sind so mit einem eingebauten Hebel auf den Goldpreis“, erklärt Michael Blumenroth im Rohstoff-Talk. Der Rohstoffanalyst der Deutschen Bank weiter: „Mittelfristig spricht weiterhin vieles für steigende Goldpreise.“ Auch Öl, Kupfer und andere Industriemetalle stehen im Fokus. Alle Details gibt es im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://www.xetra-gold.com

Michael Blumenroth im Rohstoff-Talk: „Helium könnte für KI-Chips knapp werden – Gold vor Ausbruch?“

Für die Produktion modernster KI-Chips wird Helium immer wichtiger – doch ausgerechnet dieser Rohstoff könnte knapp werden. Rund 30 Prozent des weltweiten Heliumangebots stammen aus Katar. Eine weitere Eskalation im Nahen Osten und eine mögliche Blockade der Straße von Hormus könnten deshalb zu einem Angebotsengpass führen. „Helium ist tatsächlich dieses Nebenprodukt der Erdgasförderung oder Verflüssigung von Erdgas und deswegen kann man auch keine strategischen Reserven anlegen”, erklärt Michael Blumenroth im Rohstoff-Talk. Der Rohstoffanalyst der Deutschen Bank über die Bedeutung von Helium für die Chip-Industrie und die Frage, ob Anleger überhaupt in den Rohstoff investieren können: „Es gibt keinen Helium-ETF. Die beste Gelegenheit für Anleger wären wahrscheinlich Industriegase-Produzenten.” Außerdem geht es um den Goldpreis, der sich trotz hoher Inflationserwartungen, steigender Anleiherenditen und höherer Ölpreise wieder erholt hat. „Vielleicht gerade weil jetzt keiner damit rechnet, könnte jetzt tatsächlich ein Ausbruch demnächst nahen.” Wie sich die Eskalation im Nahen Osten auf Öl, Erdgas und weitere Rohstoffe auswirkt und welche Chancen Silber und Industriemetalle bieten könnten, erklärt der Experte im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://www.xetra-gold.com

Michael Blumenroth im Rohstoff-Talk: „Geld ging von Gold in Tech & sollte bald wieder in Gold gehen”

Kommt ein stabiler Frieden im Nahen Osten? Fast 40 Mal hatte US-Präsident Trump zuvor angekündigt, dass man kurz vor einer Lösung stehe. Jetzt am Montag gab es einen scheinbaren Deal. Auch die Rohstoffmärkte reagierten: Der Ölpreis sank deutlich und der Goldpreis stieg. Wird jetzt mit einem dauerhaften Frieden alles gut? „Es ist tendenziell noch ein bisschen zu früh, die Freuden-Fanfare zu blasen. Es gibt Ankündigungen, aber noch keine Beweise auf dem Tisch. Das wichtigste wäre jetzt, dass keine Raketen mehr hin- und herfliegen. Das zweiwichtigste, dass die Straße von Hormus geöffnet wird. Bei den Punkten, die bis jetzt an die Öffentlichkeit gedrungen sind, gibt es Fallstricke. Beide Seiten haben aber an einer Deeskalation Interesse”, erklärt Michael Blumenroth im Rohstoff-Talk. Der Rohstoffanalyst der Deutschen Bank weiter: „Brent-Öl ist tatsächlich auf dem niedrigsten Niveau seit Anfang April. Wenn man sich die Preise für die nächsten Monate anschaut, sind die aber auch nur in homöopathischen Dosen geringer. Also die Märkte rechnen jetzt nicht unbedingt damit, dass der Ölpreis Richtung 70 Dollar je Barrel fällt. Zudem wird zum 1. Juli in Deutschland der Tankrabatt auslaufen. Das heißt es müssten 17 Cent dazu kommen. Aber die Höchstpreise bei 2,25 Euro für Super sollten wir nicht mehr sehen. Vielleicht zwei Euro pro Liter. Und zu Gold: Da ist viel Geld aus Gold in Tech-Aktien aus den USA geflossen. Das ist ein Trend, der sich mittelfristig umkehren sollte. Der Goldpreis sollte jetzt wieder nach oben schauen.” Alle Details gibt es im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://www.xetra-gold.com

Das Interview wurde am 16.6.2026 geführt.

Michael Blumenroth im Rohstoff-Talk: „Deutschland wird nie unabhängig sein”

US-Präsident Donald Trump war gerade erst zu Besuch im China. Dabei wurde eines klar: China denkt in Dekaden, sichert sich Rohstoffe und Trump denkt eher in kurzfristigen Schlagzeilen. Doch die Volksrepublik geht schrittweise in Handel, Technologie und Klimapolitik auf die Überholspur. „China denkt in Dekaden. Wahlen sind dort kein großes Problem, aber Donald Trump muss bei sich immer auf die Zwischenwahlen schauen. China schaut aber auf die lange Sicht und das ist sehr intelligent umgesetzt. So etwas vermisse ich bei uns in Deutschland und Europa. Da muss man aufpassen, den Anschluss nicht zu verlieren. China möchte die Weltwirtschaftsmacht Nummer eins werden. Am Ball bleiben müssen wir auf jeden Fall. Aber auch die EU ist aufgewacht, z.B. durch das Mercosur-Abkommen. Aber es wird leider nicht möglich sein, dass Deutschland unabhängig wird. Es wird nicht reichen für unsere Industrie. Man müsste als EU als eine Nachfrage-Macht auftreten”, erklärt Michael Blumenroth im Rohstoff-Talk. Der Rohstoffanalyst der Deutschen Bank über Kaffee: „Bei Kaffee hatten wir hohe Preise, weil es z.B. Miss-Ernsten in Brasilien gab. Jetzt haben wir wieder ein größeres Angebot und eine bessere Ernte gesehen. Jetzt ist das Problem, dass der Kaffee per Termin verkauft wird. Aber vielleicht werden sich die niedrigeren Preise mittelfristig niederschlagen.” Alle Details – auch zu Gold, Silber und Öl – gibt es im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://www.xetra-gold.com

Alexander Köhne (pro aurum): „Deutsche Goldreserven verkaufen? Nur bei extremen Krisen”

Gold und Silber: Welche Faktoren spielen bei den Edelmetallen aktuell eine Rolle? Wer kauft Gold und was passiert bei den Zentralbanken? „Zu Beginn des Iran-Kriegs ist der Goldpreis erst einmal gefallen. Das widerspricht sich vielleicht. In solchen Tagen fallen aber meist alle Assets. Ein großer Teil des Rücksetzers wurde aber wieder aufgeholt. Mittel- und langfristig ist Gold aber die Risikowährung der Welt. 43 Prozent der Zentralbanken planen in den nächsten drei bis fünf Jahren Zukäufe. Die agieren strategisch. Die nutzen Rückgänge wie jetzt gerade oder kaufen sukzessive unabhängig vom Marktrauschen. Man sieht weiterhin viele Zentralbanken auf der Käuferseite. Es gab aber auch zwei große Zentralbanken, die verkauft haben. Das waren Russland und türkische Zentralbank. Das hat aber sehr spezifische Gründe in den Ländern zur Stützung der eigenen Währung”, sagt Alexander Köhne. Ökonom Marcel Fratzscher hat unterdessen zur Bewältigung der Krise zum Verkauf der Goldreserven geraten. Was ist davon zu halten? „Ich bin da immer wieder über solche Vorschläge überrascht. Das ist ja auch ein juristisches Problem. Das Gold dient zur Absicherung extremer Krisen. Und ich glaube die haben wir nicht. Und man würde damit auch den Euro schwächen und Vertrauen untergraben. Die Frage ist zudem, ob wir das Geld für etwas Vernünftiges ausgeben würden? Vermutlich nicht!”, sagt der Vertriebsleiter vom Edelmetallhändler pro aurum. Alle Details – auch über Silber – im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch von der Frankfurter Börse und auf https://www.proaurum.de

Rolf B. Pieper (TRI Concept): „Alle rechnen mit dem neuen Super-Zyklus bei den Rohstoffen”

„Ich habe den Eindruck, dass immer Menschen erkennen, wie sehr Wohlstand, Finanzen und Zukunftsfähigkeit in Gefahr sind. Nicht nur, dass viel über das Versagen der Politik gesprochen wird, sondern auch darüber, dass man ein Konzept braucht. Nur Daytrading kann es nicht sein”, sagt Rolf B. Pieper über die aktuelle Situation. Der CEO der TRI Concept AG schaut auf Sachwert-Konzepte, in die Edelmetalle und Metalle gehören: „Alle rechnen mit dem neuen Super-Zyklus bei den Rohstoffen. Nicht umsonst haben wir auch neue Metalle mit reingenommen. Aber: Die Politik ist in der Umsetzung: Einlagerung in einem deutschen Zollfreilager wird steuerpflichtig. Der Vorteil von 19 Prozent ist also weg. Wir bevorzugen zurzeit die Schweiz. In Liechtenstein greift immer mehr Regulatorik.” Alle Infos im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch vom Finanzevent Invest in Stuttgart und auf http://rolf-pieper.com

Alexander Köhne (pro aurum): „Gold bleibt die Versicherung des Vermögens”

Edelmetalle wie Gold und Silber waren eines der gefragtesten Themen auf der Invest in Stuttgart. „Vor ein paar Jahren war das Thema zwar präsent, aber jetzt ist es viel prominenter. Das hängt natürlich auch mit der Kursentwicklung der letzten zwei Jahre zusammen. Die gute Entwicklung im Januar war massiv. Da ist so ein Dämpfer wie zuletzt ok. Jetzt haben wir eine gesunde Basis für die nächsten Jahre und am Ende ist es eh ein langfristiges Investment. Man sollte Gold immer beimischen und nie verkaufen. Es bleibt die Versicherung des Vermögens. Im Idealfall braucht man die Versicherung nie und kann es vererben”, so Alexander Köhne. Der Experte von pro aurum weiter: „Wir haben gerade zu den Preisspitzen auch langjährige Kunden gesehen, die mal ein bisschen was verkauft haben, mal Kasse gemacht haben. Insbesondere im Bereich Schmuck, Alt-Gold, Alt-Silber haben wir wirklich große Mengen angekauft. Bei einem großen Händler bekommen Sie eine schnelle und sichere Abwicklung zu einem guten Preis.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch vom Finanzevent Invest aus Stuttgart und auf https://www.proaurum.de

Michael Blumenroth im Rohstoff-Talk: „Gold – wir haben noch Luft nach unten”

In Kriegszeiten spielen Rohstoffe eine entscheidende Rolle. Wie abhängig wir von Öl und Gas sind, haben wir zuletzt öfter erlebt. Ein richtiger Energie-Preisschock würde viele hart treffen. „Solange die Straße von Hormus gesperrt bleibt, ist das Risiko, dass wir uns an die hohen Ölpreise gewöhnen müssen. Für Verbraucher und die gesamte Weltwirtschaft ist das natürlich unangenehm. Wir haben jetzt aber generell ein Problem, dass auf viele Rohstoffe ausstrahlt. Und das Inflationsproblem ist dann auch wieder da und die Notenbanken heben vielleicht wieder die Zinsen an”, erklärt Michael Blumenroth im Rohstoff-Talk. Der Rohstoffanalyst der Deutschen Bank über den Gold- und Silberpreis in Zeiten des Nahost-Krieges: „Es ging spürbar runter. Es ist relativ enttäuschend. Gold hat bis Ende Februar sehr gut performt – da nehmen viele auch Gewinne mit, um Liquidität zu gewinnen. Ob es jetzt ein Kauf ist, weiß ich nicht. Wir haben noch ein bisschen Luft nach unten. Silber leidet noch ein wenig mehr gerade.” Alle Details gibt es im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://www.xetra-gold.com

Das Interview wurde am 19.3.2026 geführt.

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