Finanzen

Manuel Koch (Inside Wirtschaft): „Vor allem der Staat investiert – Privatwirtschaft zurückhaltend”

Deutschland steckt in einer Investitionskrise. Neue Prognosen zeigen, dass Unternehmen deutlich weniger investieren als notwendig wäre. Was das für Wachstum, Arbeitsplätze und den Standort Deutschland bedeutet? „Investitionen in Maschinen, Anlagen und Fahrzeuge gelten als Grundlage für zukünftiges Wachstum. Genau diese Ausgaben entwickeln sich in Deutschland seit Jahren schwach. Viele Unternehmen halten sich mit größeren Investitionen zurück. Das erschwert die Modernisierung der Wirtschaft und bremst die Wettbewerbsfähigkeit. Für Anleger wird deshalb immer wichtiger, genau darauf zu achten, welche Unternehmen trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiter in ihre Zukunft investieren”, so Manuel Koch. Der Inside Wirtschaft-Chefredakteur weiter: „Vor allem der Staat investiert stärker. Zusätzliche Ausgaben für Verteidigung sorgen für Impulse bei der Industrie. Auch im Bausektor gibt es kurzfristig eine Erholung. Allerdings stammen viele dieser Investitionen aus öffentlichen Mitteln. Der private Sektor bleibt weiterhin sehr zurückhaltend.” Alle Details im Video von der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

BörsenXperts: Börsencrashs und ihre Muster

Wie entsteht ein Börsencrash? Und folgen sie einem bestimmten Muster? Henning Hünerbein erklärt euch alle Details. Mehr Börsenwissen für Einsteiger und Fortgeschrittene, weitere Videos und Podcasts findet ihr nur einen Klick entfernt auf unserer Webseite: https://boersenplatz.berlin. Wenn du kein Video mehr verpassen willst, abonniere unbedingt den YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/@BörsenXperts/. Dort findest du alle Videos nach Staffeln gebündelt.

Patrick Antoniou (ICF Bank): „Wir haben noch einen Turbo umgelegt”

Institutionelle Investoren gelten als besonders smart an den Finanzmärkten. Doch wie positionieren sich die großen Fondsmanager aktuell angesichts steigender Energiepreise, Inflationssorgen und neuer geopolitischer Risiken? „Wir sind nicht nur stark im Markt geblieben, sondern haben auch noch einen Turbo umgelegt. In den letzten Jahren waren wir ja eher defensiv unterwegs. Jetzt hat man eine erhöhte Bereitschaft in Aktien zu gehen. Aber nicht in irgendwelche Aktien”, sagt Patrick Antoniou. Der Börsenhändler von der ICF Bank weiter: „Wir sehen eine Sektor-Rotation. Viele Tech-Kandidaten werden zum Teil verkauft und umgeschichtet in andere Werte. Es ist auch ein Risikomanagement.” Welche Strategien sollten Anleger jetzt verfolgen? Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch von der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Jessica Schwarzer: „Aktive ETFs sind gekommen, um zu bleiben”

ETFs sind passiv und bilden stur einen Index ab? Das war einmal! Längst gibt es auch aktive ETFs. Was dahinter steckt? „Eigentlich kennen wir sie als Index-Verfolger, aber es gibt auch aktiv gemanagte ETFs. Das eine bildet also nur stur den Index ab, beim anderen gibt es eine Strategie, die aktiv von einem Fondsmanagement umgesetzt wird. Das ganze passiert im Mantel eines ETFs – ist also börsentäglich, transparent und kostengünstiger handelbar“, so Jessica Schwarzer. „Aktive ETFs sind gekommen, um zu bleiben! Wir sehen einen starken Trend. Es kommen immer mehr davon auf den Markt. Aber es macht ja auch Sinn, diesen ETF-Mantel zu nutzen. Viele aktive ETFs gibt es aber noch nicht so lange, um ihre Performance fair beurteilen zu können. Die aktiven ETFs sind auf jeden Fall ein bisschen teurer.” Alle Details verrät die Buchautorin und Finanzjournalistin im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Manuel Koch (Inside Wirtschaft): „43 Milliarden Euro blockiert. Wartezeiten von bis zu zehn Jahren”

Der Ausbau erneuerbarer Energien kommt vielerorts langsamer voran als geplant. Ein wichtiger Grund sind Engpässe bei den Stromnetzen. Dadurch liegen Milliarden-Investitionen auf Eis. „Das ist der Flaschenhals der Energiewende. Es werden zwar immer Windparks, Solaranlagen und Batteriespeicher gebaut, aber vielerorts fehlt es an der Netzkapazität. Deswegen können ganz viele Projekte nicht durchgeführt werden und es werden 43 Milliarden Euro blockiert”, sagt Manuel Koch. Der Chefredakteur von Inside Wirtschaft weiter: „Diese Probleme sind seit Jahren bekannt. Der Ausbau und die Genehmigungsverfahren dauern sehr lange und es gibt über 850 Betreiber in Deutschland. Es gibt also zu viele Akteure, die das alles verlangsamen. Unternehmen berichten von Wartezeiten von bis zu zehn Jahren.” Alle Details im Interview von Buchautorin & Finanzjournalistin Jessica Schwarzer an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Patrick Antoniou (ICF Bank): „SpaceX, OpenAI und Anthropic sind kein One-Hit–Wonder”

Ein Stück Börsengeschichte: der Börsengang von SpaceX am 12. Juni an der Nasdaq. Auch im Anschluss ist die Aktie schnell von den 135 Dollar bei der Ausgabe auf über 200 Dollar gestiegen. Ein voller Erfolg oder gibt es da doch einige Haken – denn noch macht das Unternehmen Milliarden-Verluste? „Der IPO an sich ein großer Erfolg. Da wurden 75 Milliarden Dollar eingesammelt. Mit einem sehr kleinen Anteil der Aktien. Das heißt wir haben aber auch eine unheimlich hohe Bewertung des Unternehmens an sich. Das hat dann auch Elon Musk zum wirklich reichsten Mann der Welt gemacht – die Maßstäbe kann man sich gar nicht mehr vorstellen”, sagt Patrick Antoniou. Der Börsenhändler von der ICF Bank weiter: „Die, die zum IPO einsteigen konnten, sind ganz klar auf der Gewinnerseite gewesen. Wir als Händler sind auch gespannt, wo sich das ganze über Wochen jetzt hin entwickeln wird. Die Frage ist, wie viele Anleger jetzt mit Perspektive in der Aktie bleiben. Wir haben hier aber ein Unternehmen mit einer Bewertung von zwei bis drei Billionen und auf der anderen Seite Milliardenverluste. Es wird auch spannend, wenn Anthropic und OpenAi an die Börse gehen – dann haben wir eine Trilogie. Das werden Werte, die auch maßgebend den Index beeinflussen werden.” Welche Strategien sollten Anleger jetzt verfolgen? Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch von der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader): „Wenn die Politik den Weg nicht freimacht, sind Wohlstand und Perspektive weg”

Die deutsche Wirtschaft kommt nicht richtig in Schwung. Gleichzeitig bleibt die Inflation erhöht und die Bundesregierung diskutiert weitreichende Reformen im Sozialstaat. Was bedeutet das für Wachstum, Unternehmen und Arbeitnehmer? „Nullwachstum ist schon schlimm, aber Rezession wäre noch schlimmer, weil damit auch die Volkswirtschaft keine Erträge bietet, um zu investieren. Dann ist der Wohlstand sofort gefährdet”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Wir sehen das an Freisetzungen von Facharbeitern, die lange Jahre gesucht wurden. Wir sind ja schon das Land der Malocher und des Leitungsprinzips gewesen. All das, was uns groß gemacht hat. Aber wenn die Politik den Weg nicht freimacht, dann sind Wohlstand und Perspektive weg. Dann zahlt man irgendwann politische Preise.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Manuel Koch (Inside Wirtschaft): „SpaceX-Börsengang ist bereits jetzt ein Stück Börsengeschichte”

SpaceX ist am Freitag in New York an die Börse gegangen – und der Start an der Nasdaq hätte kaum spektakulärer laufen können. Das Unternehmen wurde auf einen Schlag über zwei Billionen Dollar wert. „Die Aktie war zu einem Kurs von 135 Dollar ausgegeben worden. Den ersten Handelstag schloss die Aktie dann am Freitag mit einem Plus von 19 Prozent bei rund 161 Dollar ab. Zwischenzeitlich lag sie sogar bei 176 Dollar”, sagt Manuel Koch. Der Chefredakteur von Inside Wirtschaft weiter: „Der größte Gewinner? Elon Musk. Durch seinen Anteil von rund 40 Prozent an SpaceX ist sein Vermögen weiter explodiert. Damit wird er zum ersten Menschen mit einem Vermögen von mehr als einer Billion Dollar – zumindest auf dem Papier. Der Börsengang brachte SpaceX außerdem 75 Milliarden Dollar ein. Fest steht: Der SpaceX-Börsengang ist bereits jetzt ein Stück Börsengeschichte.” Alle Details im Video von der New York Stock Exchange und auf https://inside-wirtschaft.de

Die Cashflow Conference am Ende? Statt von “Null auf Scheich” jetzt aus die Maus?

Die Cashflow Conference am Ende? Statt von “Null auf Scheich” jetzt aus die Maus?

Wer jetzt auf die Webseite Cashflow-Conference.de geht, findet:

– Kein Veranstaltungsdatum (es war mal der 3. und 4.7. geplant)

– Keinen Veranstaltungsort (es war die Messe Frankfurt geplant)

– Keinen Ticketverkauf mehr

Eine offizielle Absage oder Stellungnahme der Veranstalter gibt es bisher nicht, aber selbst im Eventkalender der Messe Frankfurt taucht das “größte Finanz-Event Deutschlands” – wie man sich gerne selbst inszenierte – nicht mehr auf. Bisher haben auch noch keine seriösen Medien über ein mögliches Ende berichtet. Das wird den Veranstaltern sicher recht sein, denn die müssen mit einem Ansturm bei der Rückabwicklung der Ticketverkäufe rechnen, wenn es da in den AGBs überhaupt Möglichkeiten gibt und noch etwas zu holen ist.

Denn im Internet machen Gerüchte die Runde, dass der Ticketverkauf erheblich hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei. Also noch schnell den Stecker gezogen? Schon im letzten Jahr wurden die anvisierten Teilnehmerzahlen deutlich verfehlt. Einige seriöse Speaker und Sponsoren sagten kurz vorher ab. Branchenkenner sprachen von einem dicken Minus für die Veranstalter. Gelästert wurde letztes Jahr auch über die Klopapierrollen als Messegeschenke. Jetzt ist das ganze Event wohl fürn A….

Ich hatte das Event vergangenes Jahr im Vorfeld scharf kritisiert und Abzock-Methoden öffentlich gemacht. So wurde ich damals als Speaker angefragt: Bezahlung: 0 Euro. Man würde Reichweite und ein tolles VIP-Networking-Event am Vorabend bieten (das dann ausfiel). Zudem sollte für Foto-Pakete bis zu 5.000 Euro netto gezahlt werden. Für mich war klar: Diese Konferenz will nur eines – ABZOCKEN! (Business Insider und Investment Week nahmen meine Kritik in ihren Artikeln auf.)

Und dieses Jahr? Bekam ich am 8. Mai von einem der Mitarbeiter eine WhatsApp: “Hallo Manuel. Mir ist bewusst, dass es im vergangenen Jahr den ein oder anderen kritischen Punkt (aus den ein oder anderen Ecken) zu unserem Eventformat gab. Da wir letztes Jahr terminlich nicht zusammengekommen sind, hattest du leider keine Gelegenheit, dir das Ganze einmal selbst vor Ort anzuschauen. Da ich ein Freund davon bin, sich immer ein eigenes Bild der Lage zu machen, möchte ich dich für dieses Jahr ganz offiziell als unseren VIP-Gast einladen.” Ich habe darauf nie reagiert! Anscheinend hatte man aber VIP-Gäste dringend nötig.

Dieses Event mit seinen Vorträgen wie letztes Jahr “Von Null auf Scheich” wollte vielleicht eine junge Zielgruppe ansprechen, doch es spielte von Anfang an mit der Reputation einer ganzen Branche, die in Deutschland sowieso immer schnell in die Ecke von Spekulanten gedrängt wird. Und so muss ich sagen: Der Versuch, die Social Media-Fake-Welten auf ein Event übertragen zu wollen, ist krachend gescheitert. Das nächste Kapitel heißt jetzt vermutlich: Aus die Maus. Und hoffentlich haben alle daraus gelernt: Wir brauchen Substanz!

#cashflowconference #manuelkoch

Robin Binder (NAO): „Immer mehr Privatanleger setzen auch auf vorbörsliche Investitionen”

Der Börsengang von SpaceX steht morgen an der Nasdaq vor der Tür. Für Anleger wird es schwierig, gleich zum Börsengang etwas vom Kuchen abzubekommen. Zudem gehen oft auch nicht alle interessanten Unternehmen an die Börse. „Es ist relativ schwierig. Gerade SpaceX setzt sehr auf institutionelle Investoren. Indirekt wirst du zwar früher oder später auch über deine passiven Investments wie ETFs investiert sein, aber immer mehr Privatanleger setzen auch auf vorbörsliche Investitionen – also auf Private Equity”, sagt Robin Binder. Der Geschäftsführer von NAO Co-Investment weiter: „Wenn du dir Unternehmen mit über 100 Millionen Jahresumsatz anschaust, siehst du, dass über 90 Prozent dieser Unternehmen gar nicht an der Börse sind. Die ganzen Mittelständler – auch riesengroße Konzerne – sind gar nicht an der Börse. Ein typischer Anleger hat seine ETFs, Einzelkaktien und noch eine Anlage zusätzlich und möchte dann noch breiter diversifizieren. Wir haben Partnerschaften mit 18 Assetmanagern – das breiteste Angebot von Private Market-Fonds in Europa und bekommen Zugang zu deren Strategien. Über die NAO-App suchst du dir dann ein Investment aus.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch von der Frankfurter Börse und auf https://www.investnao.com

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