Geldanlage

Robert Halver (Baader Bank): „Mercosur – vor allem kommt es Deutschland zugute”

Die EU und die Mercosur-Staaten haben mehr als 25 Jahre verhandelt und gerade ein historisches Freihandelsabkommen unterzeichnet. Die neue Wirtschaftszone umfasst über 700 Millionen Menschen und gilt auch als klares Signal gegen protektionistische Tendenzen weltweit. Doch es gibt bereits enormen Gegenwind. Was bedeutet das Abkommen für die Börsen und die weltweite Wirtschaft? „Das Abkommen ist sehr, sehr wichtig. Europa ist ja lange Zeit sehr mit Amerika verbandelt gewesen. Aber da wird eine „America first”- bzw. eine „America alone”-Politik betrieben. Als Exportnation müssen wir schauen, mit wem wir zusammenarbeiten können. Da ist ein Abkommen mit den Mercosur-Staaten wichtig, um unseren Export zu beflügeln. Was auch heißt, dass wir importieren, was nicht jedem französischem Landwirt gefällt”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Profitieren würden unsere klassischen Branchen. Die Industrie-Branchen, die Auto-Branche, die Maschinenbau-Branche, Chemie – also vor allem kommt es Deutschland zugute. Das ist auch das Problem, warum die Franzosen die Nase rümpfen.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Puff, peng, paff – wenn sowas passiert, muss man kaufen”

Dieses Jahr hätte das Weltwirtschaftsforum auch in Trump-Forum umbenannt werden können. Alle Augen waren auf den US-Präsidenten gerichtet, verbunden mit Grönland und erneuten Zollsorgen. Die Märkte im Fall, Gold mit neuem Rekord. Was nehmen wir mit für die Märkte? „Unser täglich Trump gib uns heute. Die Katze wird auch in Zukunft das Mausen nicht sein lassen. Wir haben jetzt eine Situation, wo Grönland nicht dem Staatsgebiet der Amerikaner einverleibt wird. Aber die Amerikaner haben die Hand drauf. Sie können verhindern, dass russische und chinesische Ambitionen in Grönland stattfinden. Das ist positiv – auch für Europa und die NATO. Unterm Strich können alle damit zufrieden sein”, so Robert Halver. Der Kapitalmarktexperte von der Baader Bank weiter: „Wir sehen kein Crash-Potenzial. Seit dem Liberation Day wissen wir, wenn sowas passiert, muss man kaufen.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Patrick Antoniou (ICF Bank): „Die Metalle waren die Rendite-Raketen”

Wir wollen zu Jahresbeginn noch einmal auf die besten Investments 2025 schauen, um zu sehen, was für 2026 interessant sein könnte. Einer der größten Gewinner war Silber. „Gerade Silber und Platin waren die Rendite-Raketen überhaupt. Und Silber ist immer noch interessant. Da wird immer noch viel reingekauft. Platin hat eine ähnliche Entwicklung und Gold gilt als der sichere Hafen”, sagt Patrick Antoniou. Der Börsenhändler der ICF Bank weiter: „Der Dax ist schon interessant, was die Performance angeht. Aber gerade die globalen Züge haben diese Performance gebracht. Bei den US-Werten bzw. bei den Indizes gibt es viele Warnsignale. Da muss man schauen, ob die Luft raus ist. Auch Kakao hat sich ausgetrunken. Wer da investiert hat, hat stark verloren. Beim Bitcoin-Rutsch nach unten muss man schauen, wie es weitergeht. Wir haben eine kleine Pause.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch von der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Manuel Koch (Inside Wirtschaft): „Dividenden sind der entscheidende Renditetreiber im Dax”

Der Dax hat zu Jahresbeginn erstmals die Marke von 25.000 Punkten überschritten. Wir schauen auf wichtige Punkte, die Anleger jetzt wissen sollten. „Der absolute Punktestand sagt wenig über eine Überbewertung aus. Entscheidend ist das Verhältnis zwischen Aktienkursen und Unternehmensgewinnen. Aktuell liegt das Dax-KGV bei rund 15,7. Damit ist der Index höher bewertet als im historischen Durchschnitt. Unter den Unternehmen, die seit Beginn im Dax vertreten sind, hat sich Siemens am besten entwickelt. Der Kurs ist seit 1988 um mehr als 2200 Prozent gestiegen. Rechnet man die Dividenden hinzu, ergibt sich sogar ein Plus von über 5600 Prozent. Das entspricht einer durchschnittlichen Jahresrendite von rund 11,6 Prozent. Besonders viel Börsenwert vernichtet haben die Deutsche Telekom und Volkswagen”, so Manuel Koch. Der Inside Wirtschaft-Chefredakteur weiter: „Dividenden sind der entscheidende Renditetreiber im Dax. Rund 62 Prozent des gesamten Wertzuwachses stammen aus wiederangelegten Ausschüttungen. Ohne Dividenden hätte sich der Index deutlich schwächer entwickelt. Das erklärt auch, warum der Dax als Performance-Index international besser aussieht als viele reine Kursindizes.” Alle Details im Video von der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Jessica Schwarzer: „Börsenpsychologie – emotionale Fallstricke kosten Geld”

Das Jahr 2025 war eine echte Achterbahnfahrt an den Märkten – nicht nur mit Blick auf die Kurscharts. Auch emotional war es mehr als herausfordernd. Psychologie pur! „Das Wichtige ist erst einmal, dass man merkt, wann Emotionen ins Spiel kommen. Man stolpert schnell über emotionale Fallstricke. Das kostet in der Regel Geld. Man hat Angst, welche Branchen trifft es und da ist es wichtig, dass man eine klare Strategie hat. Wenn man eh langfristig investiert, sollte man vielleicht eher zukaufen. Beispiel hier ist Corona. Ich muss da an Warren Buffett denken, der gesagt hat „Sei gierig, wenn alle ängstlich sind und ängstlich, wenn alle gierig sind.” Da ist viel dran.“, so Jessica Schwarzer. „Ich habe mein langfristiges großes Depot und dann habe ich ein Spielgeld-Depot, wo ich mit deutlich geringeren Summen unterwegs bin. Da ist Gier auch manchmal erlaubt.” Alle Details verrät die Buchautorin und Finanzjournalistin im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Das neue Buch „Über die Psychologie der Börse” ist ab 20. Januar erhältlich und bei Amazon bereits bestellbar: https://www.amazon.de/Über-Psychologie-Börse-Börsenpsychologie-entspannterer/dp/3690661188/ref=sr_1_2?crid=2TZBOIOG6V7AC&dib=eyJ2IjoiMSJ9.OgykffmD7T0jy5v0ZRtqRXV665Yw42MTkz-lBQwQ23dMBsUU04-Ndn6iT3e_ykDjq7advbSFOIt1X0SCNoRNvR-D-nHSbiQxfGQAZvGpGP1ag4tilKeGJUF0GCXXWy8g10XXCHWptmEUgDChWXzfqq48jMNNLjy0HE3hKonq-H99EJ1UUPyY2YEmb9YOEpVzpj31HECWVz3QAOFUG5kpBhJtE8IJLNIQzWKxhEGg86w.nsiZKqnK-NM8LQCmVUy8oYotZaswB4ahbXH8lPy6WAE&dib_tag=se&keywords=Jessica+Schwarzer&qid=1766149227&sprefix=jessica+schwarzer%2Caps%2C234&sr=8-2

Patrick Antoniou (ICF Bank): „Jetzt muss ich die Illusion zerstören. Dax schon lange nicht mehr…”

Der Dax hat am Mittwoch erstmals in seiner Geschichte die Marke von 25.000 Punkten überschritten. Wie kann das bei der schwachen deutschen Wirtschaft sein? Geht es jetzt weiter nach oben oder kommt jetzt erst recht der Crash? „Das ist ein lustiges Phänomen in Deutschland. Gerade war der Dax auf Rekordhoch und man fragt, ob jetzt ein Crash kommt? Der Begriff passt gar nicht. Man sieht jetzt innerhalb weniger Tage den Ausbruchsverkauf. Und wichtig: Man sieht auch die Fortsetzung danach. Denn wir haben oft beim Dax gesehen, dass es gerne nach Rekordhochs einen Abschlag gab. Außerdem ist Silber gerade das neue Gold. Sehr viele Silber- und Rheinmetall-Investments – das sehe ich jeden Tag”, sagt Patrick Antoniou. Der Börsenhändler von der ICF Bank zur deutschen Wirtschaft: „Jetzt muss ich das machen, was ein Magier nicht machen sollte: Die Illusion zerstören. Der Dax spiegelt schon lange nicht mehr die Marktwirtschaft Deutschlands wider. Der Dax wird von großen Big-Playern getragen – da geht es um globale Umsätze.” Welche Strategien sollten Anleger jetzt verfolgen? Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch von der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Jessica Schwarzer: „Wachsende Weltwirtschaft 2026 – außer für Deutschland”

Das Jahr 2025 war ein extrem gutes Börsenjahr. Was folgt 2026? Muss es nicht unweigerlich zu einer größeren Korrektur oder sogar einem Crash kommen? „Wir sind sensationell ins Jahr 2025 gestartet – vor allem in Europa. Dann kamen der Liberation Day im April und Strafzölle und dann ging es ordentlich runter rund um den Globus. Es ging aber relativ schnell wieder hoch. Wir nehmen die Themen aus 2025 auch mit ins neue Jahr 2026. Also Donald Trump und die Zölle, der Ukraine-Krieg und die Angst um die Weltwirtschaft. Die meisten Experten gehen von einer wachsenden Weltwirtschaft aus – außer für Deutschland. Wir werden stärkere Schwankungen ertragen müssen“, so Jessica Schwarzer. „KI ist ein Megastrend, der uns weiter beschäftigen wird. Die meisten Firmen probieren ja gerade erst rum. Ich gehöre nicht zur Fraktion, die von einer KI-Blase spricht. Aber die Bewertungen sind schon recht hoch. Man sollte aber schon investiert sein.” Alle Details verrät die Buchautorin und Finanzjournalistin im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Manuel Koch (Inside Wirtschaft): „Ich habe Klumpenrisiko und Rente an der Wand hängen”

Wir schauen auf die Börsen-Highlights 2025 – und zwar auf die persönlichen Highlights von Manuel Koch. Wie legt der Börsenexperte selbst an? „Mein Highlight waren die Edelmetalle und allen voran natürlich Gold. Ich bin seit vielen Jahren Gold-Fan. Es ist super gelaufen. Sollte man noch nachkaufen? Man kann auch über Finanzprodukte einen Sparplan abschließen und stückchenweise kaufen. Im nächsten Jahr moderiere ich auch noch den Gold-Podcast für Xetra-Gold – also wird das Thema auch bei mir eine große Rolle spielen. Mein wichtigstes Motto: Nicht zu viel Hin und Her! Ich zahle ganz langweilig meine fünf ETF-Sparpläne jeden Monat einfach ein. Diese sind nach unterschiedlichen Ländern, Währungen und Branchen aufgeteilt und sind breit gestreut. Dazu habe ich 15 Einzelaktien, die ich gut im Blick behalten kann. Darunter sind natürlich viele Tech-Unternehmen. Gold spielt mittlerweile eine größere Rolle in meinem Portfolio. Ich habe Krypto im Depot. Einen kleinen Teil des Vermögens kann man in Bitcoin anlegen. Ich sehe mehr Chancen als Risiken. Und Kunst”, sagt Manuel Koch. Der Chefredakteur von Inside Wirtschaft über Kunst weiter: „Ich habe mein Klumpenrisiko und meine Rente an der Wand hängen, wenn es gut läuft. Kunst ist aber nur etwas für Leute, die daran Spaß haben – dann macht es auch Sinn, über Investments zu sprechen. Die schönste Rendite ist die Freude.” Alle Details im Interview von Buchautorin & Finanzjournalistin Jessica Schwarzer an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Jessica Schwarzer und Manuel Koch wünschen frohe Weihnachten von der Frankfurter Börse

Finanzjournalistin Jessica Schwarzer, Chefredakteur Manuel Koch und das gesamte Inside Wirtschaft-Team wünschen Ihnen besinnliche Tage, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2026. Dieses Jahr gab es die eine oder andere Überraschung an der Börse. Was kann man sich alles unter den Baum legen: Aktien, Bitcoin, ETFs oder Gold? Darüber reden wir auch wieder 2026. Alles Gute und halten Sie uns sehr gerne die Treue! Alle Infos auch auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank): „Die Insider haben Vertrauen ins Unternehmen”

Trotz schwieriger Börsenlage haben Firmen-Insider wie Vorstände und Managment-Mitarbeiter im November bei einigen ausgewählten Aktien zugegriffen. Wir schauen uns an, was hinter diesen Käufen steckt. „Offensichtlich kaufen sie dann zu günstigen Preisen. Und viel wichtiger: Sie haben Vertrauen ins Unternehmen. Das ist ein grundsätzlich positives Signal für die Anlegerschaft. Die Transparenz ist auch gut so”, so Robert Halver von der Baader Bank. Um welche drei Unternehmen es geht? Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

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