Trading

Nicolas Saurenz (Feingold Research): „Rüstungsaktien waren ein Stück weit zur Perfektion gepreist“

Die Rüstungsaktien in Europa sind stark gefallen. Rheinmetall, Renk und Hensoldt mussten zuletzt deutliche Kursverluste hinnehmen. Ist das nur eine gesunde Korrektur nach dem großen Boom oder steckt mehr dahinter? „Die Titel waren ein Stück weit auch zur Perfektion gepreist”, sagt Nicolas Saurenz. Der Marktanalyst von Feingold Research weiter: „Man muss zwischen kurzfristigen Übertreibungen schauen, auf der Ober- wie auf der Unterseite. Und momentan ist die Stimmung eher im Keller. Also so gesehen kann man das auch durchaus als Chance betrachten.” Im Interview geht es um die hohen Bewertungen der Rüstungskonzerne, die Auswirkungen der modernen Kriegsführung und die Frage, ob Drohnen, Luftabwehr und Raketen die Branche nachhaltig verändern. „Das verschiebt den Fokus natürlich weg von einer traditionellen Firma wie Rheinmetall hin zu Drohnenplayern.” Gleichzeitig sind die Auftragsbücher vieler Rüstungskonzerne weiterhin gut gefüllt und Europa rüstet weiter auf. Welche Unternehmen im Bereich Drohnen, Radar und Abwehrsysteme für Anleger interessant sein könnten, warum Hensoldt besser abgeschnitten hat als Rheinmetall und ob der Kursrutsch bei Rheinmetall eine langfristige Einstiegschance bietet, erklärt der Experte im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Jens Chrzanowski (XTB): „Das Altersvorsorgedepot wird der Big Bang für die Börse“

Das Altersvorsorgedepot soll ab 2027 kommen – und könnte nach Ansicht von Jens Chrzanowski die größte Reform für private Geldanlage seit Jahrzehnten werden. „Das ist dann, glaube ich, der Big Bang. Wir haben alle zwanzig, dreißig Jahre gewartet, dass die Politik den Kapitalmarkt stärker in die Altersvorsorge bringt“, sagt Jens Chrzanowski. Der XTB-Deutschlandchef weiter: „Mit Zuschüssen, Steuervorteilen und ohne Garantievorgaben haben Anleger die Chance auf deutlich bessere Renditen. Das wird noch einmal einen großen Schub geben, dass sich mehr Menschen mit der Börse beschäftigen.“ Außerdem spricht er über Payment for Order Flow, KI an den Börsen, spannende Aktien wie Hochtief sowie die Rolle von Finfluencern. Alle Details im Sommerinterview aus dem Berliner Regierungsviertel mit Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch und auf https://www.xtb.com

Patrick Antoniou (ICF Bank): „SpaceX, OpenAI und Anthropic sind kein One-Hit–Wonder”

Ein Stück Börsengeschichte: der Börsengang von SpaceX am 12. Juni an der Nasdaq. Auch im Anschluss ist die Aktie schnell von den 135 Dollar bei der Ausgabe auf über 200 Dollar gestiegen. Ein voller Erfolg oder gibt es da doch einige Haken – denn noch macht das Unternehmen Milliarden-Verluste? „Der IPO an sich ein großer Erfolg. Da wurden 75 Milliarden Dollar eingesammelt. Mit einem sehr kleinen Anteil der Aktien. Das heißt wir haben aber auch eine unheimlich hohe Bewertung des Unternehmens an sich. Das hat dann auch Elon Musk zum wirklich reichsten Mann der Welt gemacht – die Maßstäbe kann man sich gar nicht mehr vorstellen”, sagt Patrick Antoniou. Der Börsenhändler von der ICF Bank weiter: „Die, die zum IPO einsteigen konnten, sind ganz klar auf der Gewinnerseite gewesen. Wir als Händler sind auch gespannt, wo sich das ganze über Wochen jetzt hin entwickeln wird. Die Frage ist, wie viele Anleger jetzt mit Perspektive in der Aktie bleiben. Wir haben hier aber ein Unternehmen mit einer Bewertung von zwei bis drei Billionen und auf der anderen Seite Milliardenverluste. Es wird auch spannend, wenn Anthropic und OpenAi an die Börse gehen – dann haben wir eine Trilogie. Das werden Werte, die auch maßgebend den Index beeinflussen werden.” Welche Strategien sollten Anleger jetzt verfolgen? Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch von der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Andreas Stark (TradingFreaks): „KI-Tools – sehr viel Meinung, recht wenig Ahnung”

KI- und Tech-Aktien sind natürlich ganz wichtige Themen an der New York Stock Exchange. Läuft da eine gesunde Rally oder wird bald eine Blase platzen? „Wir haben aktuell sehr hohe Bewertungen. Im Vergleich zur Dotcom-Bubble verdienen die Unternehmen aber auch wirklich Geld. Google und Meta haben ja auch das Werbegeschäft – da kommen jedes Jahr Milliarden für die Investitionen rein. Ich gehe nicht von einer Blase aus”, sagt Andreas Stark von den TradingFreaks. Kommen jetzt trotz der hohen Inflation bald enorme Zinssenkungen und damit eine neue Rally? Und wie wichtig ist das Nutzen von KI-Tools fürs eigene Trading? Alle Infos im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der New York Stock Exchange und auf https://tradingfreaks.com

Kapitalmarktexperte Tim Oechsner (Steubing AG): „Pyramiding – ein Stärke-Momentum-Instrument”

Im letzten Interview mit Tim Oechsner haben wir gesehen, wie aus einem perfekten Einstiegs-Trade durch falsches Nachkaufen ein Eskalations-Trade wurde. Wie hätte es besser laufen können? „Der Anleger hätte am Besten gekauft, als die Stärke bestätigt wurde – so ist das auch beim Pyramiding. Das ist ein Stärke-Momentum-Instrument. Ich folge dem Trend, wenn die Aktie nach oben geht und kaufe nach”, sagt der Senior Börsenhändler und Kapitalmarktexperte Tim Oechsner (Steubing AG). Alle Details erklärt der Experte im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und mehr Infos auf https://inside-wirtschaft.de

Robert Halver (Baader Bank)/ Jens Chrzanowski (XTB): „Eine Inflation von Krisen, die Welt ist nicht untergegangen”

Der Krieg in Nahost geht weiter und von einem schnellen Ende kann wohl keine Rede mehr sein. Gilt jetzt das Sprichwort: „Kaufen, wenn die Kanonen donnern“? „Ein Krieg kann nicht endlos geführt werden – allein, weil er teuer ist. Die beteiligten Parteien können kein Interesse daran haben. Auch der Iran nicht, Amerika nicht, China nicht, die Anrainerstaaten nicht und die Weltwirtschaft nicht. Seit 2008 haben wir eine Inflation von Krisen gehabt und die Welt ist nie untergegangen. Muss man jetzt kaufen? Ich bin der Meinung, dass man sowieso immer in Form der regelmäßigen Aktien-Ansparpläne kaufen muss. Jetzt bekomme ich das Objekt der Begierde deutlich günstiger”, so Robert Halver (Baader Bank). Für die aktuelle Situation gibt Jens Chrzanowski (Deutschlandchef vom Online-Broker XTB) klare Empfehlungen: „Es gibt ‘Kaufen, wenn die Kanonen donnern’, aber auch ‘nie in ein fallendes Messer greifen’. Man könnte sich jetzt auch interessante Aktien wie eine TUI oder eine Lufthansa in die Watchlist packen und muss sie nicht heute sofort kaufen. Denn das Messer könnte noch etwas fallen. Ich glaube nicht, dass der Krieg morgen oder übermorgen vorbei ist. Ich glaube aber auch nicht, dass er ein bis zwei Jahre geht. Vielleicht ein paar Wochen bis ein paar Monate. Es gibt sogar ein paar Gewinner. Ich habe mir die Broker-Aktien angeschaut und die haben ein paar Pluspunkte gemacht. Weil bei solchen volatilen Märkten auch die Trader relativ viel traden und das ist gut für das Geschäft der Broker. Ansonsten leidet alles: Bitcoin, Gold, der Dax. Die Day-Trader haben jetzt Hochzeitstag. Der aktive Day-Trader kann immer in beide Richtungen handeln.” Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://www.xtb.com

Jens Klatt (XTB)/ Jessica Schwarzer: „Kein schwarzer Schwan – eher ein Sturm im Wasserglas”

Krieg im Nahen Osten – war das ein Schwarzer Schwan für die Börsen? „Ein Schwarzer Schwan war es nicht – das wäre ein total überraschendes Ereignis. Wir hatten ja schon Wochen und Tage vorher Anzeichen. Überraschender waren die Gegenschläge vom Iran”, so Jessica Schwarzer. Jens Klatt (XTB-Marktanalyst): „Wir sind verhältnismäßig solide unterwegs. Die Abschläge zu Wochenbeginn waren erwartbar. Zur Mitte der Woche haben wir wieder Käufe gesehen. Besonders stark getroffen hat es vielleicht den Dax im Vergleich zur Wall Street. Die hat recht stark gehalten. Gefühlt haben wir das Schlimmste überstanden.” Buchautorin und Finanzjournalistin Schwarzer ergänzt: „Wenn man langfristig investiert, kann man solche Dips schon nutzen und nachkaufen. Ich bin Team breit gestreut. Nicht die Nerven verlieren und das Depot wild umschichten.” Und droht jetzt ein Energiepreis-Schock? „Wenn man die Spikes beim Ukraine-Krieg erlebt hat, ist es aktuell mehr ein Sturm im Wasserglas. Ich bin skeptisch. Die Aufschläge kommen und es hängt sicherlich davon ab, wie sich die Lage in der Straße von Hormus entwickelt. In Summe hält sich der Ölpreis solide”, so der XTB-Experte Klatt. Wo gibt es jetzt Chancen und wo Risiken? Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und auf https://www.xtb.com

Kapitalmarktexperte Tim Oechsner (Steubing AG): „Der Anleger hat Ausstiegspunkte nicht getroffen”

Wir schauen heute auf ein Beispiel, wie man Aktien an der Börse handelt. Dafür nehmen wir 50.000 Euro. Wie könnten Anleger diese dann investieren? „In unserem Beispiel hatte der Anleger eine gute Fundamental- und Chartanalyse. Der Markt hatte geliefert bis mir an Momentum verloren hatten. Der Trader hat die Position aber zu schwer gemacht und war voll investiert ohne liquide Mittel. Er hat mehrere Ausstiegspunkte nicht getroffen. Es gilt die Risiken zu managen”, sagt der Senior Börsenhändler und Kapitalmarktexperte Tim Oechsner (Steubing AG). Alle Details erklärt der Experte im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und mehr Infos auf https://inside-wirtschaft.de

Manuel Koch (Inside Wirtschaft): „Aktienanlagen sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen”

Aktien sind in Deutschland so beliebt wie nie zuvor. Neue Zahlen zeigen, wie stark das Interesse gewachsen ist. In Deutschland gibt es zwei Millionen neue AnlegerInnen und Anleger. „Die wichtigste Botschaft ist, dass Aktienanlagen in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind. Rund 14,1 Millionen Menschen investieren inzwischen in Aktien, Aktienfonds oder ETFs. Das sind zwei Millionen mehr als im Jahr zuvor. Vor allem ETFs und Sparpläne waren die Wachstumstreiber. Die Jüngeren unter 40 gehen stark in ETFs, die Älteren haben noch eher Aktienfonds”, so Manuel Koch. Der Inside Wirtschaft-Chefredakteur weiter: „Junge Menschen denken langfristiger und nutzen Aktien gezielt für den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge. ETFs und Sparpläne passen gut zu ihrem Lebensstil, weil sie flexibel sind und schon mit kleinen Beträgen funktionieren. Außerdem wächst das Bewusstsein, dass die gesetzliche Rente allein nicht ausreichen wird. Und: Neobroker wie TradeRepublic haben für eine Demokratisierung und sinkende Preise gesorgt. Und: Die Zahl der Anlegerinnen ist deutlich stärker gestiegen als die der Männer. Zwar investieren Männer insgesamt noch häufiger, aber die Lücke wird kleiner. ” Alle Details im Video von der Frankfurter Börse und auf https://inside-wirtschaft.de

Kapitalmarktexperte Tim Oechsner (Steubing AG): „Darauf sollten Anleger beim Aktienkauf achten”

Worauf sollten Anleger beim Aktienkauf achten? „Es ist wichtig, dass man die Marktphasen kennt. Man sollte auch ein Verständnis von Liquidität und Order-Aufkommen haben. Also wann handle ich am besten? Außerdem sollte man die makroökonomischen Faktoren wie Geopolitik beobachten, auch die Zentralbanken und der Handelskalender sind besonders wichtig”, sagt der Senior Börsenhändler und Kapitalmarktexperte Tim Oechsner (Steubing AG). Alle Details erklärt der Experte im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch an der Frankfurter Börse und mehr Infos auf https://inside-wirtschaft.de

Scroll to top