EUR/USD: Die Ausflüge nord- und südwärts enden in einer Box

Die Trading-Schlagzeilen in den letzten Tagen hat wieder einmal die Politik dominiert, mit den Themen Brexit und Italien. Die Italiener werden den umstrittenen Haushaltsentwurf trotz aller Mahnungen und Vorbehalte nach Brüssel schicken. Hier wird sich dann zeigen, wie die Europäer damit umgehen. Große Optionen werden sie dabei nicht haben, was darauf hinauslaufen könnte, dass sich schon bald ein Schwur ergeben könnte. Mittlerweile gibt es sogar (ernsthafte) Stimmen, die Italien auffordern, aus dem EUR auszuscheiden. Ob und wie das funktionieren und umgesetzt werden soll ist allerdings offen.

Brexit: Es hat den Anschein, dass die Engländer mit Ansage und offenem Auge in eine unsichere Zukunft gehen werden. Insbesondere das Problem der Grenze mit Nordirland ist unlösbar. Zum einen aus der Sicht der Briten, zum anderen aus der Sicht der Europäer. Dass die europäischen Länder jetzt nachgeben werden, um größere Gefahr abzuwenden, ist nicht zu erwarten, da dies die gesamte Konstruktion der EU in Frage stellt. Es ist aber bisher noch überhaupt nicht klar, ob die Szenarien, die geschildert werden überhaupt eintreffen. Unabhängig davon ist aber Planungssicherheit entscheidend für unternehmerisches Handeln, was bedeutet, dass beide Partner irgendeine Vereinbarung benötigen. Am wahrscheinlichsten scheint derzeit eine Fristverlängerung zu sein.

Nun aber zu unserer Technischen Analyse:

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Rückblick (10.10.2018 – 16.10.2018)

Der EUR zum USD bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1509 und damit 77 Pips unter dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Es ging am Mittwoch zunächst weiter abwärts. Der EUR formatierte am Mittwochvormittag sein Tief im Betrachtungszeitraum bei 1,1480. Von hier ging es dann in kleineren Impulsen sukzessive aufwärts. Das Währungspaar lief bis am Freitagmorgen in Bereich der 1,1610. Hier setzen dann Gewinnmitnahmen ein, die den EUR wieder unter die 1,1600 brachten; er schaffte es aber, einen Wochenschluss über der 1,1560 zu formatieren. Zu Wochenbeginn setzte zunächst eine weitere Aufwärtsbewegung ein, die aber nicht nachhaltig über die 1,1600 ging. Dieses Level wurde zwar am Dienstag erneut angelaufen, der EUR konnte sich auch diesmal nicht festsetzen.

Das Hoch als auch das Tief im Betrachtungszeitraum lag über dem Level der Vorperiode. Der EUR hat es geschafft, sich über die 1,1600 zu schieben, konnte sich aber nicht über diesem Niveau festsetzen. Der Wochenschluss lag über der 1,1550. Die Range war in den letzten fünf Handelstagen noch einmal geringer als in den fünf Handelstagen zuvor.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1607/09 weiter bis an die 1,1619/21 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde perfekt getroffen. Richtig war auch die Einschätzung, dass es im Bereich der 1,1610/30 für den EUR in den letzten Handelstagen schwer werden würde weiter zu kommen. Diese Wahrnehmung war richtig. Die Rücksetzer gingen auf der Unterseite mit dem Unterschreiten der 1,1490/88 nicht ganz an unser nächstes Anlaufziel bei 1,1475/73. Hier hat das Setup nicht optimal gegriffen.

  • Wochenhoch*: 1,1621 Vorwoche 1,1593
  • Wochentief*: 1,1480 Vorwoche 1,1432
  • Wochenschluss: 1,1558 Vorwoche 1,1523
  • Wochen-Range*: 141 Pips Vorwoche 161 Pips

Wie könnte es weitergehen?

  • EUR/USD-WS:  1,1637/66…..1,1703/29/45/74….1,1802…..1,1912…..1,2036/90
  • EUR/USD-US: 1,1551/29/01……1,1492/57/38…..1,1374/31/01…..1,1288/57/12

Die wichtigen Marken auf Basis unseres Setups

  • Box-Bereich: 1,3039 bis 1,0504
  • Tagesschlusskurs-Marken: 1,1803 und 1,1380
  • Intraday-Marken: 1,1657 und 1,1433
  • Die Range: 1,3479 bis 0,9631

Ausblick für die kommenden fünf Handelstage:

Chartcheck:

Das Chartbild beim EUR hat sich in den letzten fünf Handelstagen etwas aufgehellt. Dem Währungspaar ist es zunächst gelungen, sich über die EMA20 zu schieben, im Frühhandel zu Mittwoch ging es aber wieder unter diese Durchschnittslinie. In den letzten Handelstagen bewegte sich der EUR im Dunstkreis dieser Linie. Damit besteht nach wie vor das Potential, dass übergeordnet die 1,1730 erreicht werden könnten.

Fakt ist aber, dass der EUR sich nach wie vor in seiner Box befindet. (1,1730/1,1500) Er ist zunächst leicht über diese Box gelaufen, bzw. kurzfristig aus dieser Box gefallen. Die Ausflüge nach Norden als auch nach Süden endeten jeweils wieder in der Box. Somit ist denkbar, dass die laufende Bewegung sich noch etwas weiter ausbreiten könnte. Voraussetzung ist aber das Überwinden der 1,1620/30. Der EUR muss zwei vollständige Kerzen über diesem Level ausbilden um das übergeordnete Ziel zu erreichen.

Zu bedenken ist aber auch, dass der EUR seit Anfang Oktober unter der EMA200 notiert und es seitdem nicht mehr über dieser Durchschnittslinie geschafft hat. Scheitert er an der 1,1620/30 könnten die Rücksetzer wieder bis an die 1,1530/00 gehen. Setzt der EUR bis an die 1,1530/00 zurück, so hat er gute Chancen auf Stabilisierung. Fällt er unter die 1,1500 könnte es bis in den Bereich der 1,1430 bzw. dann übergeordnet bis 1,1300 gehen. Die Range lag in den letzten Wochen häufig im Bereich der 150/200 Punkte, was durch die Box bedingt war.

Fazit: Wesentlich wird sein, ob es der EUR schafft, sich über die 1,1620/30 zu schieben und im Nachgang zwei grüne Kerzen auszubilden. Gelingt dies, könnte er eine größere Erholung abbilden und übergeordnet bis in den Bereich der 1,1700/1,1730 laufen könnten. Misslingt das, so könnte es übergeordnet bis in den Bereich der 1,1430/1,1300 gehen.

Zum Markt in den kommenden fünf Handelstagen:

Long Setups: Der EUR könnte zunächst versuchen, sich im Bereich der 1,1555 zu halten und zu stabilisieren. Schafft er das, so könnte er dann 1,1570/72, die 1,1587/89, die 1,1596/98 bzw. die 1,1606/08 erreichen. Über der 1,1608/08 könnte das Währungspaar dann die 1,1619/21, die 1,1631/33 bzw. die 1,1639/41 anlaufen. Denkbar ist, dass der EUR im Bereich der 1,1620/30 Probleme haben könnte weiter zu kommen. Schafft er es aber, sich über die 1,1639/41 zu schieben, so könnte er dann die 1,1656/58, die 1,1669/71 und dann die 1,1680/82 erreichen. Über der 1,1680/82 wären die 1,1693/95, die 1,1702/04, die 1,1711/13 und dann die 1,1720/22 bzw. die 1,1731/33 die weiteren denkbaren Anlaufmarken.

Short Setups: Kann sich der EUR nicht über der 1,1555 etablieren, so könnten die Rücksetzer zunächst bis an die 1,1546/44 bzw. an die 1,1535/33 gehen. Rutscht der EUR unter die 1,1535/33, so wären die nächsten Anlaufziele bei 1,1520/198, bei 1,1509/07 und dann bei 1,1500/1,1498 zu suchen. Der EUR hat zwischen der 1,1535 und der 1,1500 gute Chancen auf Stabilisierung und Erholung. Wird der Bereich bei 1,1500/1,1498 aber mit Dynamik und mit Momentum angelaufen, so könnte der EUR dann auch die 1,1488/86, die 1,1475/73, die 1,1459/57 und dann die 1,1449/47 erreichen. Unter der 1,1449/47 wären die 1,1434/32, die 1,1420/18 und die 1,1408/06 weitere denkbare Anlaufmarken.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts/ abwärts

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► RISIKOWARNUNG ◄ Diese Publikation liefert Markteinschätzungen, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets ist Forex & CFD Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 83 Prozent der Retail Kunden verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

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Die Autoren können ganz oder teilweise in den besprochenen Werten investiert sein. Diese Inhalte stellen keine Finanzanalyse dar: Es handelt sich um eine Werbemitteilung, welche nicht allen gesetzlichen Vorschriften zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Handelsverbot vor der Veröffentlichung der Analysen unterliegen.

Quellen: Eigenanalyse; genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4


Über den Autor:

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Jens Chranowski

Ihr Jens Chrzanowski
Admiral Markets Group AS
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